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    Konnichiwa! Der fränkische Kagawa

    Hiroshi Kiyotake geht seinen WegHiroshi Kiyotake geht seinen Weg

    Importe aus Fernost boomen in der Bundesliga. Besonders Borussia Dortmund hat es mit dem Transfer von Shinji Kagawa vorgemacht, nun springen auch andere auf den Zug auf: Spieler aus Asien stehen in der Beletage des deutschen Fußballs weit oben in der Gunst der Vereine.

    Beim 1. FC Nürnberg ließ man sich davon inspirieren und griff ebenfalls in Japan zu. Seit dieser Spielzeit trägt Hiroshi Kiyotake das Trikot der Franken und überzeugte in seinen ersten Auftritten in der Bundesliga.

    Spieler: Hiroshi Kiyotake

    Geburtsdatum: 12. November 1989

    Geburtsort: Oita, Japan

    Nationalität: Japan

    Größe: 1,72 m

    Fuß: rechts

    Position: Offensives Mittelfeld

    Derzeitiger Klub: 1. FC Nürnberg (seit Juli 2012)

    Rückennummer: 13

    Vorherige Klubs: Oita Trinita, Cerezo Osaka

    "Guten Tag. Ich heiße Hiroshi Kiyotake, nennen Sie mich Kiyo. Dankeschön"! Mit einem verschmitzten Lächeln und der bekannten asiatischen Zurückhaltung präsentierte sich der Neuzugang der Nürnberger der Presse. Schon da eilte ihm der Ruf voraus, der "neue Kagawa" zu sein.

    Mit dem Star von Manchester United hat "Kiyo" neben der Nationalität und Körpergröße auch den vorherigen Arbeitgeber Cerezo Osaka gemeinsam. An den Klub aus der japanischen J-League überwies Nürnberg im Sommer eine Million Euro, eine stattliche Summe für die Fahrstuhlmannschaft aus dem Frankenland.

    Diese Bürde merkt man dem neunmaligen japanischen Nationalspieler jedoch nicht an. Ohne Anlaufschwierigkeiten erkämpfte er sich einen Stammplatz im offensiven Mittelfeld. Von dort aus lenkt der wieselflinke Techniker das Spiel mit einer schier unbändigen Dynamik.

    Der Vergleich mit Kagawa drängt sich förmlich auf

    Egal wie sehr man sich auch bemüht einen Bogen um den Vergleich mit Shinji Kagawa zu machen, er drängt sich einfach auf. Genau wie sein Landsmann explodiert "Kiyo" auf dem Rasen vor Spielfreude, bietet sich an und läuft unermüdlich. Zusätzlich übernimmt er Verantwortung und zeichnet sich für die Ausführung Nürnberger Standards verantwortlich.

    Und die haben es in sich. Am 1. Spieltag leitete "Kiyo" mit seinem Eckstoß den Siegtreffer gegen Hamburg ein, wenige Tage später nickte Tomas Pekhart seinen Eckball gegen Dortmund ein. Seine Sternstunde erlebte der 1,72 Meter große Japaner beim Auftritt am 3. Spieltag in Mönchengladbach. Erst legte er zweimal glänzend auf, dann besorgte er mit einem überlegten Abschluss nach unwiderstehlichem Solo für den umjubelten 3:2-Endstand.

    "Es ist eine Ehre für mich, in der Fußball-Bundesliga zu spielen", ließ der Mittelfeldwirbler anschließend von einem Dolmetscher übersetzen und sprach allen Nürnberger Fans aus der Seele: "Ich hoffe, dass mir weiter solche Tore gelingen". Mit seinen Qualitäten soll er nun entscheidend dazu beitragen, dem Überraschungsteam aus Frankfurt deren erste Saison-Niederlage beizubringen.

    Es warten gewaltige Fußspuren

    Im Spiel gegen die Eintracht wird "Kiyo" es mit Pirmin Schwegler und Sebastian Rode zu tun bekommen. Die Doppel-6 des Aufsteigers schaltet sich immer wieder in die Offensive mit ein, und wird dem Japaner somit Platz für blitzschnelles Umschalten bei Ballgewinn geben. Da auch die Frankfurter Außenverteidiger weit aufrücken, ist seine Dynamik und Antrittsschnelligkeit gefragt.

    Ob "Kiyo" in die gewaltigen Fußspuren von Kagawa treten kann, ist nach drei Spieltagen unmöglich vorherzusagen. Zwar bringt er ähnliche Qualitäten mit, trifft in Nürnberg aber auf völlig andere Kicker als seinerzeit Kagawa in Dortmund. Ob diese auf Dauer das temporeiche und technisch versierte Spiel ihres neuen Regisseurs mitgehen können, bleibt abzuwarten.

    Von Christoph Volk

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