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    Wutreden: Von Beckenbauer bis Trapattoni

    Im deutschen Fußball hat es in den vergangenen Jahren schon häufiger Wutreden a la Bruno Labbadia gegeben. Hier gibt es einen Überblick über berühmte Wutreden von Franz Beckenbauer bis Giovanni Trapattoni.

    Aus gegebenem Anlass spregen wir heute den Rahmen von "High Five" mit acht Wutreden:

    Giovanni Trapattoni (1998 als Trainer von Bayern München auf einer offiziellen Pressekonferenz der Bayern): "Ein Trainer ist nicht ein Idiot! Ein Trainer sehen was passieren in Platz. In diese Spiel es waren zwei, drei oder vier Spieler, die waren schwach wie eine Flasche leer! Strunz! Strunz ist zwei Jahre hier, hat gespielt zehn Spiele, ist immer verletzt. Was erlauben Struuunz? Ich habe fertig!"

    Franz Beckenbauer (2001 auf dem Bankett nach dem 0:3 von Bayern München in der Champions League bei Olympique Lyon): "Lyon hat Fußball gespielt. Wir haben nicht Fußball gespielt. Wir haben zugeschaut, wir haben körperlos gespielt. Das ist nicht Fußball, das ist Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft, Altherrenfußball. Tut mir leid, wenn ich das so sagen muss."

    Rudi Völler (2003 als DFB-Teamchef nach dem Qualifikationsspiel in Island): "Delling, das ist ein Sauerei, was der sagt. Die Geschichte mit dem Tiefpunkt, und nochmal ein Tiefpunkt. Da gibt's nochmal einen niedrigen Tiefpunkt. Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören."

    Klaus Augenthaler (2007 als Trainer des VfL Wolfsburg auf einer Pressekonferenz, Gesamtdauer: 42 Sekunden): "Guten Tag! Es gibt vier Fragen und vier Antworten. Die Fragen stelle ich, die Antworten gebe ich auch."

    Uli Hoeneß (2007 als Manager auf der Jahreshauptversammlung von Bayern München: "Das ist eine populistische Scheiße. Es kann nicht sein, dass wir uns jahrelang den Arsch aufreißen und dann so kritisiert werden. Was glaubt ihr eigentlich, wer euch alle finanziert? Die Leute in den Logen, denen wir die Gelder aus der Tasche ziehen. Wir sollen die Champions League gewinnen, aber kosten darf es nichts. Das ist das Problem in diesem Land."

    Thomas Doll (2008 als Trainer von Borussia Dortmund): "Wörns und Kovac sind nächste Saison gar nicht mehr hier. Die sollen aber am Freitag die Kohlen aus dem Feuer holen. Und noch acht andere Spieler. Da lach' ich mir doch den Arsch ab. Dass man nicht mal anfängt und sagt: Geile Kiste, hey, internationaler Fußball, im Finale gut aus der Affäre gezogen. Nein, nur wenn man Schlechtes suchen will, sieht man was Schlechtes."

    Joachim Löw (2012 als Bundestrainer auf der ersten Pressekonferenz nach der EURO in Polen und der Ukraine): "Es gab viel sportliche Kritik, welche ich in aller Demut annehme und versuche, daraus Lehren zu ziehen. Teile der Kritik halte ich für nicht zielführend und ermüden mich. Ich bin es leid, dass man das, was vorher alles gut war, als Beleg dafür nimmt, warum es nicht klappt. Das trifft mich. Wir haben keine flachen Hierarchien. Die Spieler sind dem Führungsanspruch voll und ganz gerecht geworden. Mit diesem Führungsstil haben wir in den letzen Jahren fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Glauben Sie, dass Millionen von Menschen vor den Fernsehern und beim Public Viewing sitzen, wenn auf dem Platz keine Siegertypen stehen würden?"

    Bruno Labbadia (2012 als Trainer des VfB Stuttgart auf der Pressekonferenz nach dem 2:2 gegen Bayer Leverkusen): "Ich finde, es ist eine gewisse Grenze erreicht hier. Ich kann gewisse Dinge nicht akzeptieren, wenn ein Trainer wie der letzte Depp dargestellt wird, als hätte er gar keine Ahnung. Ich muss ganz ehrlich sagen, die Trainer in der Bundesliga sind nicht die Mülleimer von allen Menschen. Da ist eine totale Grenze erreicht - auch hier in Stuttgart. Als normaler Bundesliga-Trainer muss man sich heute die Frage stellen, gehe ich einen schweren Weg, wie ihn der VfB Stuttgart gehen muss, gehe ich den mit, oder sage ich: am Arsch geleckt! Das Fass ist absolut voll!"

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