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    Auf Die 10!

    Die schlimmsten Pokal-Blamagen

    Erstmals seit 25 Jahren sind in der ersten Runde des DFB-Pokals wieder sechs Bundesligisten ausgeschieden. Damit fehlt in der zweiten Runde am 30./31. Oktober mindestens ein Drittel der Klubs aus der höchsten deutschen Spielklasse.

    Verliert der FC Bayern München in Regensburg, würde die Heynckes-Truppe für einen Rekord sorgen: Noch nie sind sieben Eliteklubs an der ersten Pokalhürde gescheitert.

    Grund genug für "High Five", die legendärsten Pokalpleiten genauer unter die Lupe zu nehmen.

    14. August 1994: TSV Vestenbergsgreuth-FC Bayern München 1:0

    Der damals 21 Jahre alte Industriemechaniker Roland Stein sorgte beim Debüt von Trainer Giovanni Trapattoni und Torwart Oliver Kahn für eine der größten Blamagen der Bayern-Geschichte. Völlig überraschend unterlag der amtierende deutsche Meister mit 0:1 beim mittelfränkischen TSV Vestenbergsgreuth und wurde zur Lachnummer der Nation. Stein hatte in der 43. Minute den "Titan" bezwungen und den Drittligisten über Nacht berühmt gemacht. Sogar die italienische "Gazzetta dello Sport" machte am Folgetag mit dem Wunder auf.

    17. August 2012 Berliner AK 07-TSG Hoffenheim 4:0

    18 Jahre nach der historischen Bayern-Pleite erlebte die TSG Hoffenheim in Berlin ein Debakel. Mit 0:4 unterlag der Bundesligist beim Amateurklub aus der Hauptstadt, der in der Regionalliga Nordost aktiv ist. Trainer Markus Babbel war völlig enttäuscht und sprach von "kollektivem Versagen". Damit brachte Babbel die Dinge auf den Punkt, denn der Sieg des Underdogs war auch in der Höhe verdient und geht als eine der größten Überraschungen in die Pokal-Historie ein.

    26. August 2000: VfB Stuttgart Amateure-Eintracht Frankfurt 6:1

    Eine Blamage ähnlichen Ausmaßes erlebten Trainer Felix Magath und Eintracht Frankfurt im August 2000. Mit 1:6 gerieten die Hessen bei den Amateuren des VfB Stuttgart unter die Räder und avancierten zur Lachnummer der Fußball-Nation. Den Eintracht-Spielern wird das Lachen spätestens im ersten Training nach der Pleite vergangen sein. Garanten für den Coup der Schwaben waren damalige Talente wie Ioannis Amanatidis, Alexandre Hleb, Rüdiger Kauf oder Andreas Hinkel.

    21. August 2004: SC Paderborn-Hamburger SV 4:2

    Was im ersten Blick wie eine große Blamage wirkte, stellte sich im Nachhinein als größter Skandal der jüngeren Fußball-Geschichte heraus. Schiedsrichter Robert Hoyzer sorgte dafür, dass der SC Paderborn den Hamburger SV mit 4:2 nach Verlängerung aus dem Pokal warf. Der Referee hatte die Partie mit zwei unberechtigten Elfmetern zugunsten des SC Paderborn manipuliert. Als der Betrüger seiner Tat überführt wurde, war bereits das Achtelfinale gespielt, der HSV-Protest kam zu spät. Wohl selten reiste ein Topklub so chancenlos zu einem Regionalligisten.

    30. Juli 2011: Dynamo Dresden-Bayer Leverkusen 4:3

    "Ich bin hier im falschen Film", sagte Bayer-Stürmer Stefan Kießling nach der 3:4-Pokalpleite seiner Mannschaft gegen Dynamo Dresden. Mit 3:0 führte Champions-League-Teilnehmer Leverkusen, ehe der frischgebackene Zweitligist eine fulminante Aufholjagd zum 3:3 startete und Alexander Schnetzler in der Schlussphase der Verlängerung der 4:3-Siegtreffer gelang. Das Starensemble um Michael Ballack hatte sich bis auf die Knochen blamiert.

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