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    “High Five”: Tag des offenen Tors

    Die Anzeigetafel am Ende des höchsten Sieges der Bundesliga-GeschichteDie Anzeigetafel am Ende des höchsten Sieges der Bundesliga-Geschichte

    In einer neuen Serie zur 50. Bundesliga-Saison präsentiert eurosport.yahoo.de die kuriosesten und interessantesten Rekorde und erzählt die beeindruckendsten Geschichten aus einem halben Jahrhundert Fußball Bundesliga. Im ersten Teil: die fünf Spiele mit den meisten Toren.

    34. Spieltag der Saison 1977/1978: Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 12:0

    Am letzten Spieltag kämpfte Titelverteidiger Mönchengladbach gegen den Rivalen aus Köln in einem Fernduell um den Titel. Eigentlich war klar: Gewinnt Köln, so ist der FC deutscher Meister, denn die "Geißböcke" hatten bei Punktgleichstand ein um zehn Treffer besseres Torverhältnis.

    Doch dann drehten die "Fohlen" gegen den Tabellenelften aus Dortmund auf und führten bereits zur Halbzeit mit 6:0 - Köln, das in St. Pauli nur 1:0 vorne lag, geriet unter Druck und nach 60 Minuten war Gladbach durch zwei weitere Treffer von Jupp Heynckes und Carsten Nielsen bis auf drei Tore herangerückt. Am Ende aber erhöhte auch Köln am Millerntor noch auf 5:0 und wurde Meister. Die Borussia hingegen feierte den höchsten Sieg der Bundesliga-Geschichte und stand dennoch mit leeren Händen da. Übrigens: Heynckes alleine erzielte fünf der zwölf Tore.

    12. Spieltag der Saison 1982/1983: Borussia Dortmund - Arminia Bielefeld 11:1

    Viereinhalb Jahre nach dem 0:12 in Mönchengladbach feierte der BVB einen ähnlich hohen Sieg in der Heimat. Im Gegensatz zu den Gladbachern konnten die "Schwarz-Gelben" ihren Triumph aber sogar richtig ausgiebig feiern. Denn Manfred Burgsmüller (fünf Tore) und Co. übernahmen durch das 11:1 vor 34.000 Zuschauern im Westfalenstadion die Tabellenführung.

    Eine Woche später aber verlor der BVB mit 1:3 in Frankfurt und gab die Führung wieder ab, um am Saisonende schließlich nur auf Rang sieben zu landen - lediglich einen Platz vor der Arminia, die im Verlauf der Spielzeit 71 Gegentore kassierte und damit die zweitschlechteste Abwehr der Liga stellte.

    Klotz, Raducanu, Burgsmüller und Bönighausen feiern eines der elf Tore gegen BielefeldKlotz, Raducanu, Burgsmüller und Bönighausen feiern eines der elf Tore gegen Bielefeld

    16. Spieltag der Saison 1971/1972: Bayern München - Borussia Dortmund 11:1

    In der ersten von drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten, die der FC Bayern Anfang der 1970er Jahre als deutscher Meister beendete, feierten die Münchener den höchsten Sieg ihrer Vereinsgeschichte. Mit 11:1 nahmen Franz Beckenbauer (ein Tor), Gerd Müller (vier), Uli Hoeneß (zwei), Sepp Maier, Paul Breitner (eins), Franz Roth (zwei), Wilhelm Hoffmann (eins) und Co. den Ballsportverein 09 im Stadion am Sportpark von Unterhaching auseinander - der damaligen Heimstatt des heutigen Rekordmeisters.

    Vor 41 Jahren stellte das gleichzeitig auch eindrucksvoll den damaligen Klassenunterschied zwischen diesen beiden Klubs dar, denn am Ende der Saison grüßten die Münchener von der Tabellenspitze, während Dortmund auf Rang 17 mit dem schlechtesten Torverhältnis und den meisten Gegentreffern der Liga abstieg.

    11. Spieltag der Saison 1963/1964: Borussia Dortmund - 1. FC Kaiserslautern 9:3

    Und wieder Dortmund. Gleich im Gründungsjahr der Bundesliga sahen 26.000 Zuschauer im Stadion Rote Erde eines der unterhaltsamsten Spiele der Geschichte. Die von einem überragenden Alfred Schmidt (drei Tore) angeführte Borussia lag bereits zur Halbzeit mit 5:1 in Führung. Einen Dortmunder Treffer steuerte dabei Lautern-Keeper Horst-Dieter Strich selbst bei, als er den Ball in der 17. Minute ins eigene Tor faustete - angeblich, weil er durchs Flutlicht geblendet wurde.

    Kuriose Anekdote am Rande des Spiels: Dortmunds Willi Sturm kam eine Stunde zu spät zum Spiel, weil er die falsche Anstoßzeit in der Zeitung gelesen hatte.

    23. Spieltag der Saison 1976/1977: 1. FC Köln - Tennis Borussia Berlin 8:4

    Die einzige der fünf Zwölf-Tore-Partien der Geschichte, die ohne Dortmunder Beteiligung stattfand, begann gleich turbulent. Nach zwei Minuten brachte Dieter Hochheimer die Berliner Gäste in Führung, nach fünf Minuten glich Dieter Müller aus und weitere drei Minuten später stand es durch eben jenen Kölner bereits 2:1. Da die Rheinländer bis zur 25. Minute dann aber auf 4:1 davonzogen, war die Partie ebenso schnell entschieden wie die vier mit BVB-Beteiligung.

    Für Köln-Coach Hennes Weisweiler war die 76/77er Saison nach einem Jahr in Barcelona übrigens die erste Spielzeit seiner zweiten Amtszeit am Rhein, die er 1978 mit seiner vierten deutschen Meisterschaft krönte.

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