Sind Ribéry und Robben das Zünglein an der Waage?
Hallo liebe Fußball-Fans,
es hat sich wieder einmal gezeigt, wie unvorhersehbar der Fußball ist. Fast alle erwarteten ein spanisches Finale in er Champions-League, aber stattdessen gibt es das Endspiel Bayern gegen Chelsea. Die "Blues" haben mit einer extremen Defensivtaktik ihr Ziel erreicht. Sie hatten deutlich weniger Ballbesitz als Barcelona, aber zum Fußball gehören eben auch andere Qualitäten - man muss zum Beispiel Tore schießen, und das hat Chelsea getan.
Blickt man auf die Bayern, gehören Robben und Ribéry natürlich zu den Spielern, die am meisten herausstechen. Beide unterscheiden sich sehr in ihrer Mentalität: Ribéry ist eher ein Mittelfeldspieler, während Robben ein typischer Stürmer ist. Er schnappt sich den Ball und denkt dann: "Ich werde den Unterschied machen und den Ball nur abgeben, wenn ich nicht aufs Tor schießen kann." Ribery ist dagegen ein Spieler, der am Geschehen und dem Spielaufbau teilhaben will. Er sucht auch mal den Abschluss, ist aber nicht umsonst der bester Vorbereiter in der Bundesliga.
Ich glaube, dass Chelsea auch im Finale seine Taktik beibehalten wird. Man wird sich in die eigene Hälfte zurückziehen und auf gezielte Konter setzen. Bayern wird dagegen seiner gewohnten Spielbeweise treu bleiben. Sie werden früh den Ball erobern wollen und versuchen, die Entscheidung herbeizuführen.
Interessant wird sein, wie beide Teams mental damit zurechtkommen, dass sie ihr jeweils letztes Champions-League-Finale verloren haben. Das ist ein unberechenbarer Faktor. Aber ich glaube, dass Bayern das größere spielerische Potential hat. Dafür hat Chelsea mehr Erfahrung und die Fähigkeit, in großen Spielen zuzuschlagen.
Es ist zwar fast unmöglich vorherzusagen, wer gewinnt. Aber jeder möchte natürlich einen Tipp hören. Also gut: Ich glaube, die Chance für Bayern liegt bei 55 Prozent.
Auf ein spannendes Finale,
Euer Arsène Wenger
