WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Arsène Wenger

    Für Bayern gibt es keine Ausrede

    Champions League: Müller und Robben nach der 0:1-Niederlage in BaselHallo Fußball-Freunde,

    Barcelona ist durch, Madrid ist es so gut wie, also sind die großen Klubs weiter wie erwartet dabei. Das große Fragezeichen bleibt der FC Bayern. Das Finale findet in ihrem Stadion statt, da wollen sie hin - doch die Lage ist knifflig.

    Mich hatte es damals schon überrascht, dass Basel Manchester United zu Hause geschlagen haben. Viele sagten, es hätte nur daran gelegen, dass Manchester sie nicht ernst genug genommen hätte. Doch jetzt haben sie auch die Bayern geschlagen, sie sind neben APOEL Nikosia wirklich das Überraschungsteam der Saison und sie haben viele Qualitäten. Heutzutage ist es gar nicht mehr so leicht, einen Gegner zu überraschen, denn man kennt sich einfach zu gut.

    Wenn alles normal läuft, kommt Bayern weiter. Alles andere wäre eine riesige Enttäuschung. Sie müssen gewinnen - obwohl sie im Hinspiel Defensivschwächen gezeigt haben: Aber für sie gibt es jetzt keine Ausrede. Punkt.

    Enorm aufpassen müssen sie ohnehin. Beinahe hätte Basel in der Gruppenphase in Manchester gewonnen, sie sind immer gefährlich, gut im Spielaufbau und sie können auf clevere Spieler bauen.

    Wäre ein Schock für England

    Die hätten den englischen Klubs auch gut getan. Manchester City und United sind schon längst raus, wir sind es mit Arsenal nun auch. Und die Chancen für Chelsea gegen Neapel stehen bei 40:60. Es wäre ein ziemlich großer Schock für England, wenn alle Klubs so früh ausscheiden würden.

    Ich denke aber, die Gründe dafür, dass sich unsere Mannschaften so schwer tun,  liegen nicht nur darin, dass das Niveau in England gesunken, sondern auch das Niveau der anderen europäischen Länder besser geworden ist. In Italien wird wieder gut gearbeitet, ebenso in Deutschland und Frankreich. Der Abstand ist kleiner geworden.

    Chelsea muss nach dem 1:3 in Italien auf Risiko gehen, deswegen glaube ich, dass es ein offenes Spiel wird. Napoli ist vor allem gefährlich, wenn es direkt aufs Tor zugeht. 30 Meter vor dem Tor sind sie sehr druckvoll, dadurch vermitteln sie das Gefühl, jederzeit einen Treffer markieren zu können. Außerdem brauchen sie dafür wenige Chancen, das ist ein Zeichen von Stärke.

    Wie auch immer, ich denke trotzdem, dass Chelsea das Viertelfinale packen kann. Die Blues kommen mit einem 1:0-Erfolgserlebnis gegen Stoke im Rücken, das wird ihr Selbstvertrauen vielleicht etwas gestärkt haben.

    Möglicherweise wird Neapel noch bereuen, dass sie im Hinspiel nicht das vierte Tor erzielt haben.

    Euer Arsène Wenger

    Werde Fan von Eurosport Deutschland bei Facebook:

    Zurück zur Übersicht

    Quizaction - Testen Sie Ihr Sportwissen