Um Reifenbreite

Siege & Rückschläge im härtesten Rennen

Contador & Armstrong 2010Contador & Armstrong 2010

Ende gut alles gut? Von wegen. Jetzt ist also endlich ein Urteil im Fall Contador da - und in seiner Schärfe nicht unbedingt jenes, das erwartet bis befürchtet wurde.

Warum also "ein schwarzer Tag für den Radsport"? Dieses Zitat von UCI-Chef Pat McQuaid lässt im ersten Moment glauben, Alberto Contador sei vom CAS freigesprochen worden - wogegen eben jene UCI ja dort geklagt hatte.

Für mich bleiben eher Grautöne statt sattes Schwarz oder strahlendes Weiß die Farben der Saison, auch wenn Lagerdenken und "Immer feste druff" natürlich einfachere Wege sind, sich sein Bild der Wirklichkeit zu machen - nicht nur im Sport.

Es lohnt sich aber, mal wieder genauer hinzusehen - auf das Urteil im Fall Contador und auf den ewigen Kampf des Radsports gegen das Doping: Resignation oder Siegesgewissheit - für beides gibt es keinen Anlass.

CAS zieht Joker: "Lachender Dritter"

Dass der größte aktuelle Star der Radszene ein hartes Urteil bekommt, entgegen aller Munkeleien über Zusammenhänge wie die Nationalität des vorsitzenden Richters und die Ortswahl des Trainingslager von Contadors Team, ist ein gutes Zeichen.

Aber ein detaillierterer Blick in das 98-seitige Urteil zeigt auch, dass es letztlich ein Abwägen von Wahrscheinlichkeiten war. Wie konnte die minimale Clenbuterol-Spur am schlüssigsten erklärt werden: Schweinerei im Kalbsfleisch (Spanien)? Betrug mit Blut (WADA)? Weder noch!

The winner is... "Verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel", so das dreiköpfige Gremium nach monatelangem Verfahren in Punkt 512 des Urteils.

Weil er aber diese Spur kategorisch ausschloss, muss Contador nun jede Menge großer und kleiner Siege abtreten, eventuell noch mächtig Geld rausrücken und sein aktuelles Team Saxo Bank um die Lizenz fürchten.

Möglichkeit, nicht Märchen

Festzuhalten bleibt aber auch: Contadors Erklärungsversuch einfach in die Reihe der zahllosen kuriosen Begründungen ertappter Sünder zu stellen, greift zu kurz. Der CAS stellt eindeutig fest, dass verunreinigtes Fleisch eine plausible These für seinen positiven Test ist. Nur konnte das spanische Lager eben nicht überzeugend genug nachweisen, dass es wohl die wahrscheinlichste Quelle war. Besser gelang das einst etwa Tennis-Ass Richard Gasquet, der einen Kokain-Kuss ins Spiel brachte - und damit durchkam.

Es ist die Crux dieses Falles, dass er sich um winzigste Mengen von Clenbuterol oder Phthalaten dreht. Der rauchende Colt bzw. die tropfende Nadel wurde hier eben nicht gefunden.

Contador selbst wird sich erst noch äußern. Zurücktreten aber, wie er es für den Fall eines Schuldspruchs einst drohte, wird er nicht - das verkündete inzwischen sein Bruder Fran schon vorab.

Dreist bis zur Selbstverleugnung

Wie fast immer verstecken sich in den trockenen Urteilen des CAS auch manche Perlen, neben Diskussionen über Urinmengen und Gesamtgewichte von Kälbern, von denen man 3,2 Kilogramm beim Metzger gekauft hat.

Meine Lieblingspassage will ich nicht vorenthalten. Denn sie zeigt, wie sehr sich das Selbstbild Contadors von dem eines jeden halbwegs neutralen Beobachters der Szene unterscheidet:

Ohne jetzt in die Details gehen zu wollen, denn da gäbe es berüchtigte Namen im Großpack, zeigt dies schlagartig die Schmerzfreiheit, mit der da zu Werke gegangen wird.

Armstrongs nächster Sieg

Ist nun aber diese Sperre ein Grund, die Härte und Effektivität des Kampfes gegen Doping lauthals zu feiern, eine Durchbruch zu bejubeln, eine Zeitenwende gar? Eher nicht.

Denn während Seriensieger Contador nun also einen Tour-Titel verliert, ist Rekordmann Lance Armstrong gerade vor wenigen Tagen mal wieder der Triumphator gewesen.

Die Ermittlungen gegen ihn in den USA wurden eingestellt, ein ähnlich langes Prozedere wie im Fall Contador mündet nicht in ein Verfahren. Über die Gründe schwieg sich Staatsanwalt Andre Birotte Jr. bisher aus - 20 Monate Nachforschungen enden abrupt.

Ein extrem wichtiger Etappensieg für den umstrittenen texanischen Dominator, für den er auch große Summen für Top-Anwälte mobilisiert hatte. Es bleibt eine kleine Hoffnung auf weitere Aufklärung, die US-Antidopingagentur will die Materialien für ihre Zwecke nutzen - doch ob sie die (finanziellen) Mittel für ein Duell mit dem reichsten und mächtigsten Ex-Profi hat, ist zweifelhaft.

Wer lacht wirklich zuletzt?

Doch auch hier lohnt sich ein zweiter Blick: Armstrong wurde zwar nicht vor die "Grand Jury" gebracht, doch das stellt noch längst keine Entlastung in allen Punkten dar. Es konnte lediglich nicht nachgewiesen werden, dass Gelder des staatlichen Sponsors US Postal für ein organisiertes Dopingprogramm im Team missbraucht wurden.

Ob aber im Team gedopt wurde bzw. ob Armstrong unerlaubte Leistungsförderer anwandte, war nicht Gegenstand des Verfahrens, da Doping in den USA kein Straftatbestand ist.

Und die fast schon unüberschaubare Menge von Mosaiksteinchen, welche die dunkle Seite des strahlenden Comebacks von Armstrong nachbauen hilft, ist doch mächtig angewachsen. Die Aussagen von Tyler Hamilton über gemeinsame Praktiken etwa ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.

Endloser Kampf, schwerer Ausweg

Und neben diesen beiden "Königsetappen" gab es in den letzten Wochen viele kürzere Teilstücke im unendlichen Rennen des Radsports mit dem Doping. Teils hatten Aufklärer Rückenwind, dann wieder ließ ein Massensturz Hoffnungen auf grundlegende Besserung zu naivem Romantismus verkommen.

Ein Alejandro Valverde kehrt strahlend nach seiner Dopingsperre zurück, ist sich weiter keinerlei Schuld bewusst und wird umgehend wieder an vorderster Front in seinem alten Team integriert. Auf dich haben wir gern gewartet.

Stefan Schumacher rutscht durch Contadors Disqualifikation nun aufs Podium der Tour San Luis in Argentinien im Januar nach. Glückwunsch.

Frankreich wundert sich über eine wachsende Liste an Top-Radlern, die zu oft nicht in der Lage sind, den Testern ihren Aufenthaltsort rechtzeitig mitzuteilen — simple Schludrigkeit oder kaltes Kalkül?

In Erfurt haben sich Star-Athleten und Top-Talente mit mächtig fragwürdigen Methoden behandeln lassen - jetzt fallen alle aus allen Wolken. Naivität und Skrupellosigkeit sind nicht leicht zu trennen.

All' das zeigt, wie weit der Radsport noch davon entfernt ist, sein härtestes Rennen zu gewinnen. Auf Erfolge in Zwischensprints folgen böse Rückschläge, auf eindrucksvolle Solo-Ritte üble Hungeräste. Es wird weiter dreist betrogen und gelogen und gleichzeitig an anderer Stelle ernsthaft und erfolgreich in die richtige Richtung gearbeitet. Wer sich etwa fragte, warum eine "no-needle-policy" Sinn machen könnte, hat durch Erfurt-Affäre die beste Antwort bekommen.

Es gibt eben kein klares, schwarz-weißes Bild. Deshalb haben sich so viele Leute vom Radsport abgewendet, deshalb leiden seine engagierten Fans so an ihm - oder ziehen sich in den Zynismus zurück. Sperre für Contador - klar, die Jungs sind alle voll. Freispruch für Contador - klar, da wird doch jede Schweinerei gedeckt.

Welcher Ausweg bleibt? Nur ein steiniger. Mit hoher Gefahr, durch zu optimistische Mutmaßungen über den Stand der Sauberkeit böse aufs Maul zu fallen. Nie zu sehr jubeln, nie zu früh. Aber auch den Respekt vor der Leistung der Fahrer nie verlieren, die sich jetzt durch Wüsten- und Eiswind quälen.

Dass ein Saubermann-Team wie Garmin just am Tag des Contador-Urteils im Mannschaftszeitfahren der Katar-Rundfahrt zum Sieg jagt, kann einem eventuell ja auch Mut geben.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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32 Kommentare

  • Josiane  •  vor 3 Monaten
    Ich bin mir 100% sicher, dass jeder Sportler etwas nimmt um seine Leistung zu steigern. Und zwar wirklich jeder. Der Unterschied ist nur dass die einen sehr harmlose Sachen nehmen die die Leistung nur sehr wenig erhöhen und deshalb legal sind und andere versuchen mit stärkeren Mitteln nachzuhelfen. Die werden dann eben manchmal erwischt und zur Rechenschaft gezogen oder sie haben Glück und niemand bemerkt es bei den Kontrollen.
    Aber ganz ehrlich. Wie dumm ist Contador wenn er glaubt irgendjemand würde seine Story vom verseuchten Fleisch auch nur eine Sekunde glauben. Und es ist auch so ein Zufall dass nur er von diesem Fleisch gegessen hat. Hmmm ja, nee is klar.
    Und ob nun absichtlich gedoppt oder "unabsichtlich", gedoppt ist und bleibt gedoppt, diese Sportler müssen bestraft werden. Und damit fertig.
  • Michael G  •  vor 3 Monaten
    Welches Nahrungsergänzungsmittel hat er denn eingenommen? wenn es verunreinigt war heisst das auch, dass es eine dubiose Herkunft hat, sprich nicht offiziell vertrieben wird, wie beispielsweise in einer apotheke. Wer sich in der heutigen Zeit als Profi unwissend mit einem verunreinigten NEM dopt, ist eigentlich dumm. Ich glaube nicht, dass Alberto Contador bzw. sein Betreuerstab dumm sind.
    • Jens S vor 3 Monaten
      Vielleicht hat er den Apotheker nicht richtig bezahlt und deshalb ein billig Produkt aus China erhalten. Die sind doch alle kontaminiert.
      Das soll keine Entschuldigung sein. Ich kaufe aber deshalb nix im Internet. Alles Pfusch. Lieber zum örtlichen Supermarkt.
  • Patrick  •  vor 3 Monaten
    Die bei Contador gefundenen Weichmacher dürften wohl ausreichen um auf 100% Blutpanscherei hinzuweisen. Das Clenbuterol ist hierbei nur Ablenkung. Wenn Armstrongs Umfeld von Doping redet sind das wohl alles Lügner? Mir ist auch nicht mehr klar, was bei dieser Dopingsportart laufend beschönigt wird? Freilich wird es zwei, drei Fahrer geben die clean sind. " Deshalb haben sich so viele Leute vom Radsport abgewendet " nicht wegen dem menschlich verständlichen Griff zum Tempo, nein, wegen der darauf folgenden Lügen, dass ist am Sport das Perverse!
    • kasimi vor 3 Monaten
      Das Nachgeplappere nervt langsam. Wer war denn, von denen, die hier schreiben, bei den Kontrollen dabei? Niemand! Haupartikel ist sehr gut, man sieht ja, wer schreibt, der kennt sich aus.
  • Jens S  •  vor 3 Monaten
    Könnte bitte jemand diesen Kommentator der Katar-Rundfahrt entfernen. Anstatt permanent über Contador zu labern und persönliche unbedeutende Dopingmeinungen loszutreten, sollte er erstmal das Renngeschehen analysieren und dem Zuschauer berichten, wo die Landsmänner gelandet sind. Ungenügend!
  • Barbara  •  vor 3 Monaten
    Und wenn er nicht mehr radfahren will, kann er ja Bundespräsident werden- der hat auch kein Geld widerrechtlich genommen- es wurde ihm zwangsweise zugesteckt, jawoll!
  • leon_r95  •  vor 3 Monaten
    Herr Schulz, ich liebe ihre Blogs, jedoch ist es nicht so ganz einfach zu entnehmen, welche Position Sie in diesem Fall einnehmen. Ich biete ihnen mal hier eine Variante an, ich würde mal gerne wissen, was Sie davon halten oder was Sie in einem Gespräch erwidern würden.

    „Im Zweifel für den Angeklagten“

    Eine allbekannte Weisheit sagt, im Zweifel für den Angeklagten. Es gibt Leute, die es sich profan machen und sagen, „welcher Zweifel“. In diesem Fall muss man nur die Fakten vorlegen, dass der Fall Contador
    1. 18 Monate gedauert hat
    2. es sich um 50 Piktogramm einer Substanz handelt, die bei dieser Menge nicht leistungssteigernd ist
    3. der CAS eine Bluttransfusion ausgeschlossen bzw. als unwahrscheinlich eingestuft hat
    4. und man „wahrscheinlich“ davon ausgeht(CAS), dass Contador versehentlich über Nahrungsergänzungsmittel zu dieser Menge im Körper gelangt ist

    Alles auf jeden Fall mit zweifelbehaftet. Besonders Punkt 4 bringt mich zum nächsten Thema, dass der CAS festgestellt hat, dass Contador versehentlich über Nahrungsergänzungsmittel zu diesem Ergebnis gelangt ist. Wenn ich das dann mal mit dem Rechtssystem vergleiche, dass bei einem Mord und fahrlässiger Tötung angewandt wird, erhält der Jenige, der fahrlässig getötet hat, nicht die volle Bestrafung, manchmal auch Bewährung. Contador wurde laut Punkt 4 als „fahrlässig“ eingestuft, erhält jedoch die Strafe eines „Mörders“, sprich die vollen 2 Jahre… Alles etwas ungerecht. Meine Logik sagt mir, dass laut CAS-Bericht Contador belangt werden kann, aber doch nicht mit den vollen 2 Jahren… Zudem kommt ein Bußgeld von 2,4 Millionen hinzu, Ullrich muss 10.000 Franken zahlen…

    Lg Leon Ra
    • Cuuper J vor 3 Monaten
      Schon mal daran gedacht,das es sich bei 50 Piktrogramm um die Restmenge handelt,die noch nachgewiesen werden konnten...Die weit größere Menge wurde verschleiert bzw. vom Körper verarbeitet. Keiner weiß,wann er das Zeugs genommen hat. 1 Woche,2 Wochen oder sogar 4 Wochen vor dem Tourstart,alles möglich. Kannst dir dann vorstellen, was dann noch übrig bleibt. Die Doping Analysen werden auch ständig verbessert, Jahr für Jahr. Das verkennen die Sportler meist. Das ist deren Denkfehler.Deshalb werden viele erwischt. Ich glaube mit den neusten Erkenntnissen auf dem neuesten Stand,würde man auch Armstrong das Handwerk legen. Es sei denn,er hätte selbst wieder was Neues,was keiner kennt.Irgendwas was nur die NASA kennt. Mit seinen Mitteln von damals,was letztendlich auch Kohl und Schumacher zum Verhängnis wurde,könnte er heute keinen Staat mehr machen.Er hatte doch rechtzeitig aufgehört.
    • leon_r95 vor 3 Monaten
      das nimmst du an, aber sicherlich wird Contador in den 4 Wochen auch kontolliert worden sein. Nur mal als Randnotiz, ich glaube nicht, dass er sauber ist, aber die Ergebnisse des CAS, rechtfertigen aus meiner Sicht keine 2 jahres Sperre.
    • Yahoo! Eurosport Blogger Eurosport-Redaktion vor 3 Monaten
      Dann will ich gern deutlicher werden: Ich denke, Contador hat eine Sperre verdient. Ob zwei Jahre, darüber kann man tatsächlich diskutieren.

      - Die lange Verfahrensdauer liegt an der Komplexität des Sachverhaltes, beide Seiten sind daran "schuld": Ist für mich ok, ein Schnellurteil auf wissenschaftlich wackligen Beinen bringt doch keinen echte Gewinn.
      - es geht nicht um die geringe Menge, sondern darum, dass überhaupt etwas da war, was da nicht sein darf. Dafür muss er eine Erklärung liefern, doch die war nicht überzeugend genug. Die These NEM hat er ausführlich als nicht mögliche Quelle bezeichnet und begründet.Deshalb hilft es ihm nichts, dass der CAS diese Tür geöffnet hat.
      Selbst Contador wird nicht täglich im Juni getestet und nicht alle Proben in einem Labor analysiert, dass diese hochfeine Messtechnik einsetzt, das gilt es auch zu bedenken.
      Fazit: Sportrecht ist nicht Strafrecht. Contador hat Risiko gespielt vor dem CAS, er hat verloren. Formal ist das Urteil ok, die Dauer aber exrem hart.

      Sportliche Grüße, Andreas Schulz
  • Iveco Truck  •  vor 3 Monaten
    Solange es da Zweifel gibt, hat er als unschuldig zu gelten. Man kann den doch nicht aufgrund von Vermutungen, etc. verurteilen. Das Urteil sollte schnellstens verworfen werden!
  • blecherneshorn  •  vor 3 Monaten
    Ja, es gibt mit Sicherheit nicht nur schwarz-weiß, weshalb für mich auch der vorletzte Satz ("Dass ein Saubermann-Team wie Garmin...") sehr, sehr gewagt ist. Was passiert, wenn nur einer der Fahrer in den Verdacht gerät, zu dopen? Und sei es auch nur mit Hokuspokus-Behandlungen wie die UV-Behandlung des Blutes?
    Was mich anstinkt, ist die Tatsache, dass offensichtlich unterschiedliche Gerichte zu solch ganz unterschiedliche Urteilen kommen bei gleicher Sachlage. Dass manch nationales Gericht wie bei Lance Armstrong offenbar den Heldenstatus höher stellt als die Beweise für Doping.
    • schsam vor 3 Monaten
      Es ist eigentlich immer das selbe: Ein (spanischer, amerikanischer,....) Hund pinkelt einem Hund nicht ans Bein. Nur in Deutschland ist es anders. Wenn jemand erfolgreich ist muss er gestürzt werden.
      Das sich der UCI Heini ( anders kann man McQuaid in dieser Sache nicht bezeichnen) über dieses Urteil nicht freut ist doch klar. Schließlich hatte ja sein Verein die gloreiche Idee mit dem Fleisch. Es ist nur Contadors sturheit (und dem deutschen Fernsehen) zu verdanken dass er ein halbes Jahre keine Rennen bestreiten darf.
  • ALEX  •  vor 3 Monaten
    schade um ein sehr schöne und spannende sportart.
    aber das hat sich der (profi)radsport leider selber eingebrockt.
  • Jens S  •  vor 3 Monaten
    Nun wurde ja der 2010er TdF Sieg an Andy S vergeben. Bin mal gespannt, ob es der einzige Sieg bleibt.
    • Frontschwein vor 3 Monaten
      Aber wer sagt, dass nicht auch A. Schleck gedopt war?
    • Jens S vor 3 Monaten
      Keine Ahnung, aber vielleicht spielt Andy ja demnächst irgendwo Fussball.
      Das gab's ja schonmal.
  • Matthias  •  vor 3 Monaten
    Unrecht, der Mann hat nur was falsches gegessen,wir sollten ihm glauben :-)
  • Zohre  •  vor 3 Monaten
    Ich finde nicht, dass das Urteil ein RÜckschritt ist.
    Außerdem ist die Entscheidung meiner Meinung nach vollkommend richtig.
    Wenn Contador erzählt , dass der positive Tests auf verunreinigtes Fleisch zurückzuführen ist , und man das auschließen kann , ist es doch klar dass er etwas zu verbergen hat.
    Dann kann man nicht sagen, dass vielleicht nahrungsergänzungsmittel dafür verantwortlich waren.

    Auf der anderen Seite ist es extrem heuchlerich , wenn einige fordern, dass man kein Radsport mehr zeigen sollte. Wenn es so wäre, dürfte im TV überhaupt kein Sport mehr laufen. Kein Wintersport, Tennis, Boxen , leichtathletik , fußball usw..
    In all diesen Sportarten wird mind. genauso viel gedopt. Nur die Kontrollen sind völlig ineffizient. Da ist der Radsport allen anderen Sportarten mehrere Schritte voraus, auch wenn da auch nicht alles Perfekt ist.
    Deshalb ist es auch lächerlich, dass die öffentlich Rechtlichen den RAdsport boykottieren und Sportarten wie Biathlon oder BOxen feiern.
    Da gibt es eine Doppelmoral. Schön, dass es wenigstens bei Eurosport nicht so ist.
  • Herbert  •  vor 3 Monaten
    Das sind doch alles Betrüger. Ob sie Armstrong oder Contador heißen. Dieser ganze Radsport ist doch nur noch komisch. Tour de Trance eben. Hochbezahlte Fahrradkuriere, welche statt Päckchen, Drogen transportieren. Wenn ich Radfahrer sehen will, setze ich mich ans Kölner Rheinufer. Die sind fast immer ungedoopt (naja, zumindest bis die Kneipe geschlossen hat).
  • Früchtchen  •  vor 3 Monaten
    DANKE.......Eurosport ! *kicher* DAS nennt man Meinungsfreiheit.
    Das war sozusagen eine sichselbsterfüllende Prophezeihung. ;-)
    Alles Gute, der Dopingberichterstattung.
    BITTE LÖSCHEN !!!!! Thx.
  • Sam S  •  vor 3 Monaten
    Hier ist viel falsch. Sportrecht ist Zivilrecht, kein Strafrecht. Es gibt keine Unschuldsvermutung, keinen Angeklagten und kein 'in dubio pro reo'. Dafür gibt es die "strict liability": jeder Sportler ist für seinen Körper selbst verantwortlich - einschl. aller dort aufzufindenden Stoffe und aller angewandten Methoden.Es geht vor allem darum, die sauberen Sportler vor den Falschspielern zu schützen. Das geht am einfachsten, in dem man die Falschspieler nicht mitspielen lässt. Aber selbst wenn ein Dopingmittel 'unbeabsichtigt' in den Körper eines Athleten gelangt, ist der Sieg oder die gute Platzierung eben nicht nur auf den Sportler sondern auch auf die Wirkung unerlaubter Mittel (=Doping) zurückzuführen. Das sollte nicht sein. Schuld, Strafe, etc. sind in diesem Zusammenhang keine richtig geeigneten Begriffe.
  • Fabian  •  vor 3 Monaten
    @E.F. S
    Das ist doch ein allgegenwärtiges Problem, unabhängig von Radsport, Sport, Gesellschaft.
    Spätestens wenn es wieder um etwas geht, Prestige oder aber Geld wird es immer Betrug geben. Ich glaube die Gesellschaft lebt von der Illusion, das Sport das Leitbild der Gesellschaft ist(Weiss), dabei geht es dem Sportler um seine individuellen Intressen, im Profisport meist Geld(Schwarz).
    Daher halt ist den Schwarz-Weiss Kontrast, wenn auch wünschenswert, für unerreichbar.
    Wenn er es beiden recht machen will...
  • Yahoo! Eurosport Blogger Eurosport-Redaktion  •  vor 3 Monaten
    @blecherneshorn

    Ja, ich habe auch an dem letzten Satz eine Weile herumüberlegt. Aber ich finde, man muss auch mal Beispiele konkret benennen, wenn sie einem mehr als nur halbwegs sauber erscheinen.
    Wie auch geschrieben, ist damit das Risiko, aufs Maul zu fallen, hoch. Aber immer nur im Ungefähren und Allgemeinen vor sich hin zu schwadronieren, kann es ja auch nicht sein.
    Wer nie ositiomn bezieht, kann zwar prima nach jeder wie auch immer gearteten Wendung den neunmalklugen Besserwisser spielen.
    Aber dazu habe ich keine Lust, das will ich nicht sein.
    Lieber gebe ich dann zu, dass ich mich auch geirrt haben kann.
  • Yahoo! Eurosport Blogger Eurosport-Redaktion  •  vor 3 Monaten
    @Michael G

    Contador beteuert, allein die NEM konsumiert zu haben, die sein Astana-Team bei dieser Tour im Fundus hatte, alle Teammitglieder bestätigen dies, eine Liste der Dutzenden NEM wurde dem CAS vorgelegt.

    Aber, der entscheidende Punkt: Contador schließt den Konsum eines verunrenigten NEM vort dem CAS aus, er legte sich komplett auf die Fleischtheorie fest.
    Taktisch unklug, wie sich nun zeigt - denn der CAS wäre auf die NEM-These wohl durchaus angesprungen.
  • LuLu  •  vor 3 Monaten
    Wer in der Spitze dabei sein will, kommt an Doping nicht vorbei. Die entscheidende Frage ist doch nur, ob man so geschickt gedopt hat, dass man nicht erwischt wird.
  • kasimi  •  vor 3 Monaten
    Bevor nicht absolut eindeutig geklaert werden kann, ob gedopt oder nicht, sollte man lieber forschen, damit man wirklich in einer spaeteren Zeit beweisen kann, was man da jedem anhaengt, bzw. mit was man da jeden beschuldigt. Diese Geschichte entwickelt sich doch langsam zum Wahn, bestimmter "Ermittler", die sich nur profilieren wollen und selbst fette Kohle mit ihrer "Arbeit" verdienen. Manche von diesen "Saubermaennern", die sich zur "Reinigung" des Sports oft selbst erkohren haben, sollten erst einmal ihr eigenes Leben und ihre Beweggruende hinterfragen. Das wird man von denen, die sich in ihrer Eitelkeit weiter sonnen wollen, natuerlich nicht passieren. Es gibt genuegend von diesen Sportreinlichkeitsverbesserern auch in Deutschland. Im Uebrigen, wie weare es denn, wenn man mal die Pharmaindustrie auseinander nehmen wuerde. Von denen wird doch alles geliefert, nicht genuegend kontrolliert, wo es landet. Vielleicht kann man auch dadurch "geziehlt" die Wirkung mancher Mittel testen? Tiere werden verseucht und deren Fleisch muessen wir dann essen usw., usw., endlos. Ist ein gewisser Professor aus Deutschland eigentlich schon einmal gegen die Pharmaindustrie vorgegangen? Deren Anwaelte haetten laengst dafuer sorgen koennen, dass er verarm weare und nicht mehr in der Lage waere irgendetwas auszurichten. - Also lieber nicht, hoere ich solche Personen sagen, meine Geldboerse soll doch wachsen.

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