Um Reifenbreite
  • Solche "Richter" kann man sich nur wünschen: Kaum macht die UCI im Fall Contador Ernst - und dürfte damit manche ihrer Kritiker überraschen - kommt das Verfahren vom Regen in die Traufe.

    Dabei geht alles brav nach Reglement: Der spanische Verband ist nun also gehalten, über den positiven Test beim Topfahrer des Landes zu befinden. Und was fällt dem Präsident der "Königlichen Föderation" als erste Reaktion noch am selben Abend ein?

    "Ich wünsche mir, dass der Ausgang günstig für den Sportler sein möge."

    Na prima. Und Juan Carlos Castano hat selbstverständlich einen guten Grund, weshalb er

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  • Elle gebrochen, Ehre gerettet

    Es war das Bild des Tages, trotz des Coups von Sandy Casar und der Gelb-Premiere für Andy Schleck:

    Weinend begrub Cadel Evans seinen Kopf an der Schulter von Teamkollege Mauro Santambrogio - nach nur einem Tag musste er das "maillot jaune" abgeben und alle Hoffnungen auf den Tour-Sieg begraben.

    Dabei schien er nach einen zweiten Plätzen 2007 und 2008 wieder auf Podiumskurs zu sein, vielleicht sogar mit Chancen auf mehr. Doch dann fiel Evans am Col de la Madeleine plötzlich zurück, verwunderte Blicke in der Kommentatorenkabine. Aber wir waren in guter Gesellschaft:

    Selbst die Teamkollegen bei

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  • So nicht, Monsieur Hinault!

    Hallo aus Nantes,

    von wegen Altersmilde: Reaktionsschnell und rüde hat Bernard Hinault bei der Siegerehrung in Nantes deutlich gemacht, dass man weiterhin mit ihm besser keinen Streit anfängt: Als Samuel Dumoulins großer Moment auf dem Podium durch einen Protestierer plötzlich gestört wurde, fackelte der 53-Jährige nicht lange und verpasste dem Störenfried mit Anlauf einen derart kräftigen Stoß, dass dieser ungebremst von der Plattform stürzte.

    Sich mit Demonstrationen bei der Tour die Aufmerksamkeit der Medien gewaltsam zu sichern, ist nicht die feine Art. Auch wenn die Anliegen oftmals

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  • Fairplay? Experten unter sich

    "Skandal" - "ganz normal", "unfair" - "kein Kindergeburtstag": Sofort nach Ende der Übertragung begannen die Diskussionen über den vielleicht entscheidenden Moment dieser Tour.

    Hätte Contador auf Schleck warten sollen, gar müssen? Hatte er überhaupt erfasst, was seinem Rivalen widerfuhr? Wann und wie wurde er informiert? Hätte er die Lücke zu Schleck ohne den Zwischenfall schließen können? Und vor allem: War es sportlich, dann mit Vollgas durchzuziehen?

    Ich kürze die lange und kontroverse Diskussion hier mal ab und öffne lieber das Nähkästchen. Alle Experten, die wir hörten (längst nicht nur

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  • “Alle verrückt nach der Tour”?

    Hmm, die Veranstalter der Tour hatten auch schon mal bessere Mottos parat! Wer sich diesen Slogan ausgedacht hat, dessen Horizont dürfte auch durch den Tellerrand begrenzt sein. Denn die Begeisterung für den Radsport befindet sich eher, auf die Gesamtbevölkerung gesehen, derzeit auf einem Tiefstand.

    Ok, das sieht in Frankreich etwas besser aus, da gibt es ja noch Rennställe und Tour-Etappensieger. Aber dennoch, mitten in einer Affäre um den letzten Sieger scheint mir das mit der Verrücktheit eine gewagte These (oder gar eine ironisch gemeinte Selbstbetrachtung bei der ASO?).

    "Alpe d'Huez"

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Andreas Schulz

Selber seit Ende der 70er ohne Stützräder unterwegs, ist Andreas Schulz durch das packende Finale der Tour 1989 mit dem Radsport-Virus infiziert. Für Eurosport war er erstmals 2001 vor Ort bei der Tour im Einsatz und informiert seitdem auf eurosport.yahoo.de die User über das internationale Renngeschehen. Seit 2007 gehört er auch zum Kommentatoren-Team für die Tour de France, berichtet hier im Juli täglich von der "grande boucle" – und schreibt den Rest der Saison regelmäßig über die Höhepunkte und Tiefschläge aus der Radsportwelt.