212 Millionen? Als Anzahlung ok
Im heutigen Turbo-Kapitalismus ist nichts und niemand mehr vor den Tentakeln globaler Vermarktungskraken sicher.
Natürlich gibt es auch genügend Prominenz, die sich nur allzu bereitwillig selbst verramscht. Oder zumindest irgendeinen Teil von sich.
Brasiliens Frisuren-Modell Neymar hat jetzt jedenfalls seine Bildrechte abgegeben - und zwar lebenslänglich. Wenn die Freundin also ihrem süßen Neymi als Polaroid im Gucci-Täschen einen Ehrenplatz freiräumen will, muss sie erst mal fett an Senhor Eike Batista abdrücken.
Noch seltsamere Wege geht da das größte Basketball-Talent der USA: Anthony Davis ist 19 und hat in seiner sportlichen Karriere eigentlich noch nicht sonderlich viel erreicht, außer Aufmerksamkeit. Auch für seine Augenbrauen. Deshalb hat er sich jetzt die Rechte an dem Gesichtsfilz gesichert.
Also Vorsicht Leute!
Ich weiß wie schwer es ist, aber bitte vermeidet zukünftig den allseits geläufigen Ausruf: "Fürchte die Braue!" Könnte nämlich verdammt teuer werden, denn auch der wirre Spruch gehört jetzt Davis. Kein Witz!
Bei solchen Deals wird der eigentliche Beruf als Profi-Sportler doch irgendwie zum Nebenjob...
Dabei sind diese Vermarktungsstrategien ja noch lange nicht der Gipfel des Durchgeknallten. Man denke nur an die ganzen aberwitzigen Versicherungen!
Aber klug mitnehmen ist eben immer noch besser als dumm liegen lassen. Das hatte sich schon Jennifer Lopez vor Jahren gedacht als sie sich ihren Hintern für 27 Millionen Dollar versichern ließ. Allerdings hält sich da bei mir bis heute hartnäckig die Frage, was mit dem Ding denn schon groß passieren soll? Ok, in amerikanischen Küchenwaschbecken gibt's Schredder - aber in Toiletten?!
Naja, wir warten eben einfach mal auf die Schlagzeile: "Versicherung am Boden: J-Los Po am Ar….!"
In den "Roaring Twenties" soll der US-Komiker Ben Turpin übrigens sein Schielen versichert haben. Ihr wisst schon, Markenzeichen und so. Für den Fall, dass er eines Morgens aufgewacht wäre und sich die Blinker durch eine Laune der Natur spontan wieder parallel zueinander ausgerichtet hätten. Passierte nicht. Turpin trat schielend vor seinen Schöpfer, ohne sich für 15.000 Dollar die Wolke vergolden lassen zu können.
Jetzt wird's echt haarig...
Bei Troy Polamalu wird's dagegen Gaga auf höchstem Niveau. Der Footballer hat dermaßen die Haare schön, dass er sich die wilde Keratin-Mütze für eine Million Dollar versichern ließ.
Die Versicherung käme dabei zweifellos günstiger weg, wenn sich Polamalus Matte bei Bedarf auf die Brust von Tom Jones implantieren ließ. Dem Tiger sind seine Brusthaare nämlich heilig. Vollkommen nachvollziehbar, dass er sich die Italo-Kresse für 5,3 Millionen Dollar schützen lassen musste.
Bei Cristiano Ronaldo kann man ja verstehen, dass sich Real Madrid gegen seine Berufsunfähigkeit absichert. Bauch, Haare, Po - auch alles Mega-OléOlé beim Portugiesen. Teuer wird's aber ein Stockwerk tiefer. Ronaldos Beine sind Reals Kapital. Geht hier was irreparabel zu Bruch, kassiert Madrid 212 Millionen Euro. Die Schmerzen darf Crissy in dem Fall aber natürlich behalten.
212 Millionen. Damit kann man dann schon was anfangen. Für den CR7-Klon aus einer chinesischen Petrischale wird's zwar immer noch nicht reichen. Aber der FC Barcelona könnte sich vielleicht mal lockermachen, wenn Florentino Pérez mit Herrn Messi schick zum Essen geht.
Ich überlege mir jetzt einfach auch mal, was ich bei mir versichern lassen kann. Vielleicht meinen rechten Fuß, wenn's beim Vollspann hässlich knirscht. Das würde dann eigentlich auch ganz gut zu J-Los Kickmich-Hintern passen - wie die Faust aufs Auge quasi.
Nur so'n paar Gedanken aus dem Sommerloch...
Und Servus,
Michael
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