In flagranti erwischt: Kriminelle bei erschreckender Gewalttat
Ok: Ironie an.
Endlich! - Das Motto steht: "Schluss mit Kuschelkurs!"
Es war auch wirklich an der Zeit, dass sich die Politik mal einmischt und auf die Liga ordentlich Druck ausübt. Die blutigen Gewaltexzesse schwerstkrimineller Banden in Bundesliga-Stadien sind einfach nicht mehr zu ertragen.
Ganz Europa schaut seit Jahren entsetzt auf den deutschen Fußball, wo zum Wochenende beinahe bundesweit das Kriegsrecht ausgerufen werden muss. Wegen Fußball, das stelle man sich mal vor! Dabei hatte man doch gerade erst bei der EURO gesehen, wie schön es ist, wenn bunt bemalte Menschen im Stadion selbst nach der Niederlage ihres Teams noch grinsend in die Kamera winken.
Vielleicht also sollte man sich einfach die polnische, ukrainische oder russische Liga als Vorbild nehmen. Dort kann man sicherlich am Wochenende mit der ganzen Familie schön Fußball gucken gehen. Aber Deutschland? Deutschland ist Horror!
Italienische Dings... äh, Verhältnisse!
Die Fakten sind einfach verstörend, die Wahrheit schockiert: Im Fan-Block, wo Schulkinder, schwangere Frauen, Rollstuhlfahrer und gebrechliche Rentner in aller Ruhe ein Fußballspiel verfolgen wollen, herrscht aufgrund einiger "Chaoten" Mord und Totschlag.
Ja, wirklich, man muss um sein Leben fürchten, wenn man den großen FC Bayern siegen sehen will. Schlimm ist das. Italienische Verhältnisse sind das. Weiß der Geier, was das heißen soll, gut klingen tut's allemal.
Und die Innenminister wissen schließlich, wovon sie reden.
Regelmäßig sehen viele von ihnen Fußballspiele. Auf Sky. Manchmal sogar live. Es gibt unter ihnen auch Hardcore-Supporter, die sich ein Bundesligaspiel schon mal aus der VIP-Loge angeschaut haben. In einem echten Stadion nämlich. Die "credibility" ist also durchaus vorhanden, liebe Fan-Basis.
Und dabei hatte man diesem destruktiven Lynch-Mob doch alle Freiheiten gelassen! Sie dürfen stehen, obwohl sie einem dadurch das bezahlte Recht auf freie Sicht nehmen, wenn man sich zum Mails-checken mal schnell setzen muss.
Kein Dank, unfassbar!
Der Plebs darf sogar laut rumbrüllen, obwohl man dadurch beim Telefonieren nicht mal den eigenen Broker versteht. Und der Hauptsponsor schenkt ihnen sogar lustige Klatschpappen, damit die Hände auf Dauer nicht so wehtun.
Auch die Polizei tut alles, um Druck und Spannungen abzubauen. So ließen Beamte die Auswärtsfans nach langen Zugfahrten schon mal in die eigene Trinkflasche urinieren, bevor es in die eigene Hose gehen musste. Oder man kesselte die Fans stundenlang vorsorglich ein, um ihnen mit gutem Willen den unnötigen Stress einer nervtötenden ersten Halbzeit zu ersparen.
Und? Wurden so viel Nächstenliebe und Zuneigung etwa gedankt? Nein! Verdammter Kuschelkurs. Man reicht ihnen den kleinen Finger und sie zünden Dynamitstangen in der Hand!
So brennen diese marodierenden Horden unsere hübschen Stadien nieder. Jedes Wochenende, bis auf die Grundmauern. Sie lassen Züge entgleisen, teeren und federn haufenweise Familienväter mit Kindern, sprengen friedfertige Polizeibeamte, brandschatzen und vergewaltigen unseren lieben traditionellen Fußball.
Fußball-Expertin hat Recht
Fußball-Expertin Sandra Maischberger bezeichnete diese Kurven-Hunnen schon ganz richtig als "Taliban der Fans".
Angeblich engagieren sie sich zwar auch für soziale Projekte, organisieren Spenden für karitative Einrichtungen, setzen sich für Minderheiten ein, bekennen Farbe gegen Homophobie, vermitteln jungen Fans Werte und Verantwortungsbewusstsein, beziehen Stellung gegen rechtes Gedankengut und so weiter.
Aber wer soll das bei diesen bürgerkriegsähnlichen Zuständen am Wochenende schon erkennen? Mal ehrlich Leute, recht(s) unauffällig ist doch irgendwie eh angenehmer als ultra aufmüpfig, nicht wahr?
Von wegen also Differenzierung, von wegen Schwarze Schafe, die selbstdarstellerisch das angeblich Positive dieser "Szene" öffentlichkeitswirksam torpedieren. Von wegen ehrlicher Dialog, statt falscher Versprechen. Wisst ihr was? Mitgehangen, mitgefangen - so schaut's nämlich aus, Droogs. Nun denn, ab in den Sack und Knüppel drüber - trifft bei euch schon keinen Falschen.
Deshalb ist es gut, dass in Berlin heute über diese Gesellschaftsfeinde geurteilt wird. Ohne ihre Anwesenheit. Denn sie könnten ja auf die asoziale Idee kommen, sich verteidigen zu wollen.
Demokratie? - Wär' ja noch schöner...!
So: Ironie aus.
Bis denne...
Michael
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