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Das Wochenende der Wahrheit Teil Eins

Sa 31.Okt. 08:49:00 2009

Ineinem hart umkämpften Spiel konnten die Adler auch das zweite Derby der Saison für sich entscheiden. Beide Mannschaften zeigten ein gutes, fair geführtes Match, dessen Spielfluss auch die Schiedsrichter nicht stören konnten.

Frankfurt begann relativ defensiv, diese Spielweise liegt ihnen jedoch nicht und so konnten die Adler von Beginn an Druck aufbauen,. Sie zeigten vier, fünf sehenswerte Kombinationen mit dem nötigen Zug zum Tor und brachten Ian Gordon ein ums andere Mal in Bedrängnis.

Ian Gordon, ein Meister seines Fachs, wie er es auch heute wieder unter Beweis stellte, hielt seinen Kasten sauber. In der 10. Minute war er jedoch machtlos, denn die Adler brauchten genau 17 Sekunden im Power Play, bis der wieder genesene Jame Pollock, Gordon mit einem Distanzschuss überwand. Die Lions taten nun sehr viel mehr für die Offensive, machten mächtig Druck und zeigten, was die Adlern das ein oder andere Mal noch vermissen lassen - sie schossen aufs Tor, sobald sich dazu eine Gelegenheit bot und suchten konsequent den Nachschuss. So entstanden einige brisante Situationen vor dem Tor der Adler, die der souveräne Freddy Brathwaite in gewohnter Manier entschärfte.

Das zweite Drittel begann, wie das Erste aufhörte, mit druckvollem Spiel auf beiden Seiten.

Bis etwa zur sechsundzwanzigsten Minute. Etwa ab diesem Zeitpunkt verloren die Adler ohne ersichtlichen Grund etwas den Faden. Die Lions spielten ein gutes Pressing, das schon im Drittel der Adler begann. Man hatte den Eindruck die Adler ließen sich in dieser Phase das Heft aus der Hand nehmen. Das Ergebnis war in der 31. Minute der verdiente Ausgleichstreffer durch den frisch gebackenen Vater Eric Schneider, dem Kapitän der Lions. Er umtanzte mit einer sehenswerten Aktion Freddy Brathwaite und ließ ihm keine Chance der Abwehr. In der Folgezeit fingen sich die Adler wieder und die Zuschauer sahen ein Spiel mit viel Kampf in der neutralen Zone, verbissen geführten Zweikämpfen, rassigen Torraumszenen und hervorragenden Saves der Torhüter. Ein Tor fiel jedoch nicht mehr.

Im letzten Drittel blieb es das aufregende Spiel, dessen Spannung bei weitem nicht nur aus dem knappen Spielstand resultierte. Es war jederzeit offen, wer das bessere Ende für sich verbuchen konnte. Auf beiden Seiten gab es dazu reichlich Gelegenheit.

Frank Mauer war es schließlich, der die Adler und den gewohnt sangesfreudigen Anhang in der SAP Arena in Freudentaumel versetzte. Er hat seine von Doug Mason verordnete Denkpause aus dem letzten Spiel wohl gut verdaut und gab die Antwort auf dem Eis. Mit einem Rückhandschlenzer - Marke, haben wir in Hamburg schon gesehen - schoss er in der 57. Minute seine Mannschaft zum Sieg und die Adler an die Tabellenspitze.

Es war ein klasse Spiel,  Berlin kann kommen.

Tops :

Das Spiel.

Die Unterstützung der Adlerfans für ihre Mannschaft.

Das Tor von Frank Mauer (Foto by City-Press).

Flops :

Der Trailer im Vorspann über den weiblichen Lions, bzw. männlichen Adlerfan.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten, vorausgesetzt es ist etwas davon zu erkennen. In Zeiten, in denen sich viele Sportarten mit Gewalt der Fangruppen beschäftigen müssen, sollte man diese dargestellte Art des Anheizens lassen. Gerade das Eishockey ist doch bekannt für das gemeinsame Feiern der Fans vor und nach dem Spiel - das wäre doch mal einen Trailer wert, oder ?

Gerd Kositzki

(Hockeyweb.de)

 

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