Bundesliga - Tore satt bei Wolfsburg gegen Mainz

Eurosport - Sa 31.Okt. 17:35:00 2009

Der VfL Wolfsburg tritt weiter auf der Stelle. Der deutsche Meister kam trotz zweimaliger Führung gegen Aufsteiger den FSV Mainz 05 nicht über ein enttäuschendes 3:3 (2:2) hinaus und droht vorerst den Anschluss an die Bundesliga-Spitzengruppe zu verlieren.

Wolfsburg Mainz Amri - 0

"Wir sind maßlos enttäuscht", konstatierte Wolfsburgs Trainer Armin Veh nach der Partie. Der Meister steht nach elf Spieltagen mit 18 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Gäste aus Mainz, die bisher ebenso viele Zähler sammelten sind Siebter, damit und mit dem heutigen Ergebnis aber um einiges zufriedener als der Meister: "Die Art und Weise, wie mein Team aufgetreten ist, macht mich stolz", meinte Thomas Tuchel nach dem Punktgewinn.

1. Halbzeit:

Von Abtasten konnte man bei dem Duell des Meisters gegen den Aufsteiger nun wirklich nicht sprechen. Bereits in der 2. Minute prüfte Zvjezdan Misimovic mit einem statten Distanzschuss aus gut 16 Metern Mainz´ Keeper Heinz Müller. Doch die knapp 28.000 Zuschauer in der Volkswagen Arena hatten nicht viel Zeit, sich über die vergebene Torchance zu ärgern. Denn in der 7. Minute war es Obafemi Martins, der den Meister jubeln ließ. Nach einer butterweichen Flanke von Regisseur Misimovic kam der Nigerianer aus etwa sieben Metern frei zum Kopfball und verwandelte das Leder souverän ins linke Eck.

Danach machten die "Wölfe" weiter Druck und schnürten Mainz in deren Hälfte ein. Doch nach einem Konter der Gäste war das Leder plötzlich im Tor. Doch Schiedrichter Marco Fritz erkannte den Treffer wegen einer Abseitsposition von Tim Hoogland zurecht nicht an. Dann waren es wieder die Wolfsburger, die jubelten. Nach einem traumhaften Steilpass von Dzeko auf Martins, der an die Genialität der Meister-Saison erinnerte, umkurvte dieser den herauseilenden Müller und schob zur 2:0-Führung ein.

Doch wer danach dachte, die Partie sei entschieden, der irrte sich. Mainz gelang durch eine feine Einzelleistung des Algeriers Chadli Amri der Anschlusstreffer (35.Minute). Nach einer Flanke von Andreas Ivanschitz nahm der Stürmer den Ball wunderschön an und verwandelte trocken ins kurze Eck.

Danach war die Wolfsburger Drangphase vorerst beendet. Und so erzielte der erneut starke Ivanschitz in der 41. Minute mit einem klasse Freistoßtreffer, Marke "Tor des Monats" den 2:2-Ausgleich. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.

2. Halbzeit:

Den zweiten Durchgang begannen die beiden Teams nicht so forsch wie die ersten 45 Minuten. Wobei die Mainzer gefestigter wirkten. Doch wie aus dem Nichts fiel in der 64. Minute die erneute Führung der Gastgeber. Müller unterlief eine Flanke von Marcel Schäfer, so dass der am langen Pfosten stehende Christian Gentner mit dem Kopf auf Misimovic ablegte. Der Bosnier fackelte nicht lange und drosch den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen.

Mainz gab jedoch nicht auf und wurde für seinen Einsatz belohnt. In der 85. Minute markierte der ehemalige Wolfsburger Hoogland das 3:3. Wieder war es Ivanschitz, der das Tor mit einer Flanke einleitete. Hoogland machte sich ganz lang und verwandelte den Ball gegen die Laufrichtung von Diego Benaglio ins lange Eck.

Die Niedersachsen hatte in den letzten fünf Spielminuten dann nicht mehr die zündenden Ideen, um das Spiel noch für sich zu entscheiden. Wolfsburg ist durch das enttäuschende 3:3-Unentschieden weiter auf der Suche nach der "meisterlichen" Souveränität der vergangenen Spielzeit. Veh und sein Team sollten diese schnellstmöglich wieder finden, will man Pfiffe der Fans, wie nach dem heutigen Spiel in Zukunft vermeiden.

Spieler des Spiels: Andreas Ivanschitz

Der Mittelfeldspier war der überragende Akteur der Mainzer. Er bereitete zwei Tore vor und erzielte den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich mit einem herrlichen Freistoß selbst.

TV-Tipp:

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dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 2 of 2

Kommentare sortieren: Aktualität | Meist bewertet
  1. Das 3:3 wurde von Bancé vorbereitet, nicht von­ Ivanschitz.
    Trotzdem war Ivanschitz eindeutig Man of­ the Match, unglaublich was der derzeit abzieht. Seit er­ von Rapid weggegangen ist, ist für ihn nicht mehr viel­ zusammengelaufen, aber jetzt kann er endlich wieder­ zeigen was er kann. Zurück ins österreichische­ Nationalteam mit ihm!

    Von franz.str77, am Sa 31.Okt. 20:22
  2. einfach nur mal hut ab und alle achtung an die mainzer

    Von Anton, am Sa 31.Okt. 18:27
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