Eurosport - Mo 31.Aug. 18:58:00 2009
Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise ist die Bundesliga, angeführt vom FC Bayern, einem ungekannten Kaufrausch verfallen. Kurz vor Ende der Wechselfrist gaben die Clubs insgesamt 221,75 Millionen Euro für 172 neue Spieler aus. Damit schraubte die Liga ihre Investitionen erstmals über 200 Millionen.
Bisher stammte der Höchstwert aus dem Jahr 2007 (194,38). An Einnahmen verbuchten die Vereine für 138 Spieler 111,66 Millionen Euro.
Das hohe Transferdefizit ist für Liga-Präsident Reinhard Rauball kein Grund zur Sorge. "Ich glaube, dass die Liga die entsprechenden Erlöse generiert, um sich so etwas leisten zu können. Das ist das Ergebnis jahrelangen soliden Wirtschaftens und eines recht strengen Lizenzierungsverfahrens", sagte er.
VfB und Hertha schlagen zu
Der VfB Stuttgart investierte acht Millionen Euro der Rekord-Einnahme für Mario Gomez in den "Last-Minute-Transfer" des serbischen Nationalspielers Zdravko Kuzmanovic vom AC Florenz. Damit reagierten die Schwaben auf den Ausfall von Martin Lanig (Kreuzbandriss).
Auch Hertha BSC nutzte wie in der vergangenen Saison die letzten Stunden für eine dringend benötigte Einkaufstour. Nach drei Liganiederlagen hintereinander waren bei den Berlinern Florian Kringe von Borussia Dortmund, der Brasilianer Cesar und Adrian Ramos aus Kolumbien im Gespräch. Vor einem Jahr hatte der Hauptstadtclub in der "Nachspielzeit" Andrej Woronin an die Spree gelockt.
Kein Nachschlag bei Bayern
Kurz vor Transferschluss stellten die Bayern mit dem 24 Millionen teuren Überraschungscoup um Arjen Robben bereits einen Vereinsrekord auf. Zwei Jahre nach den Verpflichtungen von Luca Toni und Franck Ribéry gab der Branchenkrösus mit 74,7 Millionen Euro noch mehr Geld aus als vor der Saison 2007/08 (72,2).
"Geld schießt doch Tore, vor allem, wenn das Geld vom Festgeldkonto kommt, nicht, wie irrtümlich behauptet, von der Kreditabteilung", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach der ersten Gala des Duos "Robbéry" beim 3:0 gegen den VfL Wolfsburg. Für Gomez zahlten die Bayern mit etwa 30 Millionen Euro die bundesligainterne Rekord-Ablöse.
Sparkurs macht sich breit
Auch andere Vereine greifen entweder zum Luxusmodell oder suchen in der Schnäppchen-Abteilung: Während 22 Profis mehr als vier Millionen Euro kosteten, wechselten 70 Prozent ohne Ablöse. "Ich beobachte den Trend, dass die Vereine verstärkt auf ein ausgewogenes Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben achten. Wenn ein Spieler zum Beispiel nur noch ein Jahr Vertrag hat, wartet man zunehmend noch das eine Jahr ab, um ihn ablösefrei zu holen", sagte Rauball.
Nicht nur auf dem Spielermarkt, auch unter den Vereinen gibt es eine Mehr-Klassen-Gesellschaft. Neben Bayern investierten auch der Hamburger SV (28,4), VfL Wolfsburg (20,6), Stuttgart (16,96), 1899 Hoffenheim (16,1), Werder Bremen (15) und der 1. FC Köln (11) mehr als zehn Millionen Euro. Doch gleich sieben Clubs fuhren einen strikten Sparkurs und gaben weniger als zwei Millionen Euro aus.
Der 1. FC Nürnberg setzte sogar ausschließlich auf Profis zum Nulltarif. "Das ist kein Zeichen für Armut, sondern für vorsichtiges Wirtschaften mit Blick auf die Zukunft. Man weiß nicht, ob die Krise in Teilen wieder auflebt", vermutete Rauball. Auch deshalb wird sich die Spirale nach Ansicht des Präsidenten von Borussia Dortmund nicht ewig nach oben weiterdrehen. "Ich glaube nicht, dass es eine Gesetzmäßigkeit gibt, nach der es jedes Jahr einen neuen Rekord in Bezug auf das gesamte Transfervolumen gibt", sagte Rauball.
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Kommentare 1 - 6 of 6
kann mal einer posten was die transfersummen von seria A / premier league und primera Division 2009/2010 sind ?
Alleine real Madrid gab mehr geld aus als die Bundesligateams zusammen xD
Ich glaube, die Bundesliga wird in den nächsten Jahren wieder eine dominierende Rolle in Europa spielen.
Die Italiener sind am absteigenden Ast.
Die Engländer werden ihre Dominanz abgeben.
Die Spanier sind nur mit 2 Mannschaften von Bedeutung.
Die Bundesliga hat schon 8-10 Mannschaften auf europäischem Niveau.
ich finde die bundesliga wird immer attraktiver mit spielern wie robben, hleb, martins,.. weiter so!!!
Alles zusammengekaufte Söldnertruppen. Austauschbar. Langweilig. Belanglos. Wen es denn noch interessiert.
warum nich gleich 2 mille ?
naja könnten trotzdem mal ne millionen mehr werden
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