Eurosport - Fr 31.Jul. 11:32:00 2009
Biathlon-Bundestrainer Frank Ullrich sieht nach dem Freispruch durch den Deutschen Skiverband (DSV) die Vorwürfe wegen angeblichen Dopings als beendet an. Falls von der Gegenseite nicht nachgekartet werde, lasse er die Angelegenheit ruhen und spüre auch keine Rachegelüste gegen Jürgen Wirth.
Der ehemaligen Oberhofer Biathlet hatte Ullrich beschuldigt, die Einnahme von Dopingmitteln angewiesen und kontrolliert zu haben. Die vom DSV eingesetzte Kommission hat dagegen festgestellt, dass Ullrich weder die Einnahme von Dopingmitteln angewiesen noch selbst welche an Athleten verabreicht und auch nicht die Einnahme überwacht beziehungsweise kontrolliert hat.
Gegenüber der in seinem Heimatort Suhl erscheinenden Tageszeitung "Freies Wort" sprach Ullrich erstmals darüber, wie stark ihn die Vorwürfe belastet haben. "Sie waren nach dem Tod meiner ersten Frau und meiner Schwester eine der schwersten Situationen in meinem Leben", schilderte der 51 Jahre alte Olympiasieger von 1980. Zudem habe er Angst um seine Familie gehabt. "Mein Vater ist 85 Jahre und meine Mutter wird bald 80. Die Vorwürfe haben sie getroffen wie ein Blitz. Auch meine Frau hat darunter sehr gelitten", sagte Ullrich. Er berichtete aber auch von sehr viel Zuspruch mit unzähligen Anrufen und Mails, für die er sich bedankte.
Er habe versucht, seinen Job durchzuziehen und die Sache nicht an die Mannschaft ranzulassen. "Meine ganze Konzentration gilt jetzt dem Sport. In einem halben Jahr stehen schließlich Olympische Spiele an. Wir wollen in Vancouver unsere Präsenz in der Weltspitze mit Medaillen dokumentieren", erklärte der Bundestrainer. Das werde knochenhart. "Der Siegeszug wie 2006 in Turin, wo wir vier von fünf Goldmedaillen gewinnen konnten, wird einmalig bleiben", relativierte er die Erwartungen.
Kommentare 1 - 8 of 8
Das Erbärmliche an der Debatte um Herrn Ullrich ist doch, daß eine beweislose Anschuldigung in Medien und Öffentlichkeit ein sofortiges Urteil nach sich zieht. "In dubio pro reo" gilt nichts mehr - Beweise unnötig - Urteile von Kommissionen und Gerichte gelten nichts mehr, Beweislasten werden umgekeht. Und die "Experten" sind sich einig - die gesamten Leistungssportler - vor allem die Deutschen - dopen (siehe Nr. 7). Und auch bei diesen Theorien greift die Regel "bloß keine Beweise" - die sind ja auch bei einer guten Theorie überflüssig - sie kommt ja von "Experten" - die kennen sich aus, da braucht man sowas nicht.
Ich würden den "Experten" mal wünschen, daß sie persönlich mal mit so einer Anschuldigung konfrontiert werden und dann auch gleich pauschal ohne Beweise ihr "Urteil" kassieren - dann sprechen wir weiter.......
Es geht doch im Grunde nicht darum, ob Ullrich etwas nachgewiesen werden kann, sondern darum, dass man all die Beteuerungen, Eide, Versprechen und Entlastungen durch andere bereits oft genug gehört hat.
Ich bin überzeugt, dass jeder Doper, jeder Beteiligte und jeder Mitwisser solange die Unschuld beteuert, bis ihm schwarz auf weiss das Gegenteil bewiesen ist. Und selbst dann wird noch nach Verfahrensfehlern gesucht, um trotzdem davon zu kommen.
Im Grunde geht es um etwas ganz anderes: Der Spitzensport hat sich eine Scheinwelt aufgebaut...und das seit Jahrzehnten. Betiligte leben in einer "eigenen Welt", haben eine "eigene Wahrheit" und sind tatsächlich davon überzeugt, nicht Unrechtes zu tun. Deswegen leisten Sie auch voller Überzeugung Meineide und geben ihr Ehrenwort.
Alle bisher überführten Stars, in egal welcher Sportart, bestätigen das doch. Natürlich wird ein Herr Ullrich durch einen Herrn Luck "entlastet"...aber was ist das Wert, wenn man die Hintergründe kennt?
Vielleicht kann man Herrn Ullrich nicht beweisen, dass er ein Mittäter war, aber er kommt aus einem System, dass lückenlos gedopt hat. Seltsamerweise - und da sind wir wieder beim Team Telekom - wird einem immer noch versucht zu verkaufen, dass alles nur Einzeltäter waren. Dabei ist vor allem im ehemaligen Vorzeigerennstall längst das Gegenteil nachgewiesen.
Gleiches gilt für ehemalige DDR-Trainer...ob in der Leichtathletik oder in anderen Sportartarten. Nicht umsonst spricht man ja bereits von "Generalamnestien", um einen Strich ziehen zu können.
Die Vorwürfe waren doch wirklich an den Haaren beigezogen. Wenn einer behauptet das Ulrich angeblich vor 22 Jahren anwesend war als Pillen ausgegeben wurden und Ulrich zu der Zeit noch kein Trainer war, kann man ihm nix vorwerfen. Und wenn das einem heute einfällt, dann spricht das nicht grad für eine glaubwürdige Aussage und wenn noch hundert andere sagen, das Ulrich nie irgendwas ausgegeben hat,spricht das für ihn und warum soll man das ganze weiter verfolgen?
Versucht nur mal im Ansatz zu begreifen was ein Leistungssportler trainiert. Ihr würdet euch nach dem Warmmachen schon übergeben. Ich kapier nicht warum man immer nur nach dem Haar in der Suppe suchen muss. Nur weil ihr euch damals vielleicht überall durchgemogelt habt, in der Schule gespickt habt, das Finanzamt bescheisst, auf der Arbeit blau macht weil ihr kein Bock habt, müsst ihr gleich auch anderen unterstellen das sie mogeln und unehrlich sind. Fakt ist das erst dann jemand schuldig ist wenn es bewiesen ist. Und erst dann auf jemand rumhacken wenn man selbst keinen Dreck am Stecken hat
hi an alle die keine ahnung haben und hier schreiben .
ich kenne ein paar aktive persoenlich als sie vor 10 jahren in der jugend waren nur mal zb michael greis der hat seinen hausberg die alpspitz mit seinen skiern jeden tag ofters bestigen ein einen tempo das der lift wie ne schnecke aus sah.
das ist wirklich hartes training was die haben wo hier alle die schreiben nach ner halben std umfallen und kotzen anfangen und betten das das training beendet wird. das manche doppen klar aber das sind schwarze schafe.
ansonsten viel spass noch
Naja, Freispruch ist Freispruch... offenbar kann man nichts beweisen. Und Anschuldigungen ohne Beweise sind nun mal haltlos und somit überflüssig!
Ich finde nicht das das Thema totgeschwiegen werden soll, im Gegenteil... aber man soll auch keine Sünder machen wo offenbar keine sind! Bislang gibt es halt keine nachgewiesenen Dopingfälle bei deutschen Biathleten... sollen wir jetzt alle Sportler unter Generalverdacht stellen die gute Leistungen bringen? Dann müssen wir den Fernseher auslassen... anders kann man dann nicht reagieren.
tja,
der der deutsche skiverband...!
was soll man dazu noch sagen!?
vielleicht: hauptsache medaillien, egal wie, egal mit wem!
Glaubst du der Radfahrer Kohl, der trotz Jahrenlanges Dopen nicht sehr Erfolgreich war.
Bbis zur Tour de France 2008.Hätte seine Doperei Freiwillig gestanden,wenn er Just nach der Tour 2008 nicht Erwischt worden were. Ich glaube das nicht.Und so ganz Freiwillig sind seine Doping Gestandnisse nicht. Da ihm in Österreich einige Jahre Gefängnisstrafe erwarten.Da er Dopingmitteln an andere Hochleistungssportler weiter Gegeben haben soll.Und das ist in Österreich eine Straftat.Und nur deshalb hat er seine Jahrlange Dopingkonsum gestanden,um Pluspunkte zumachen.
Die Deutschen und Doping
Es ist schon komisch das es gerade bei den Deutschen Sportlern in punkto Doping immer so Zufälle gibt. Bei Baumann war es die Zahnpaste, bei Schuhmacher Schlampereien im Labor, bei Pechstein eine Krankkheit, von Ullrich will ich gar nicht erst reden. Es dürfte eine deutsche Tugend sein immer wenn man erwischt wird eine mehr oder wenig gute Ausrede zu suchen. Vielleicht sollten es dt. Sportler wenn sie erwischt werden einfach mit der Wahrheit probieren. Funktioniert bei anderen (z.b.Kohl) auch
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