Eurosport - Sa 31.Mai. 22:16:00 2008
Der Geheimtipp bei den French Open ist schon lange keiner mehr, denn David Ferrer hat sich ins Achtelfinale gespielt. Mit einem 6:2, 3:6, 3:6, 6:3, 6:4-Kraftakt setzte sich der spanische Sandplatzwühler gegen Lleyton Hewitt durch, der 2001 und 2004 immerhin das Viertelfinale erreichte.
Obwohl Hewitt gleich zu Beginn des Matches mit 2:6, 1:3 in Rückstand gegangen war, kämpfte sich das Stehaufmännchen aus Adelaide ins Spiel zurück. Wegen Hüftproblemen hatte der ehemalige Weltranglisten-Erste die ganze Sandsaison verpasst, und die fehlende Spielpraxis wurde am Ende zum entscheidenden Faktor. In der Schlussphase unterliefen dem Australier zu viele vermeidbare Fehler und er musste Ferrer beim Stande von 4:4 im fünften Satz das Break zugestehen. Nach 3:37 Stunden spektakulärem Tennis stand der Weltranglisten-Fünfte als Sieger fest.
"Geheimtipp" Ferrer trifft in der Runde der besten 16 nun auf Radek Stepanek aus der Tschechischen Republik, der Tommy Robredo mit 6:3, 6:2 6:1 vom Platz fegte. Keine leichte, aber eine lösbare Aufgabe für den Spanier. Ebenfalls im Achtelfinale steht Fernando Gonzalez aus Chile. Der 27-Jährige gewann nach fünf Sätzen mit 5:7, 2:6, 6:4, 6:4, 6:4 gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka. Pech für den Eidgenossen, der im dritten Durchgang schon den Sieg vor Augen hatte und mit 3:0 in Führung lag.
Fünf Franzosen im Achtelfinale
Für Furore können in Paris die Franzosen sorgen. Fünf Vertreter der Grand Nation stehen in den Achtelfinals, so viele wie zuletzt 1971. Zu Jeremy Chardy, Michael Llodra und Paul-Henri Mathieu gesellten sich heute mit Julien Benneteau und Gael Monfils zwei weitere Spieler hinzu. Benneteau wehrte im Tie-Break des zweiten Satzes gegen Robin Söderling aus Schweden zwei Satzbälle ab und drehte anschließend das Match zun einem 1:6, 7:6 (8:6), 6:0, 6:1-Erfolg. Gael Monfils kämpfte den Österreicher Jürgen Melzer in fünf Sätzen mit 4:6, 7:5, 4:6, 6:0, 6:2 nieder.