Australian Open - Serena neue "Königin von Melbourne"

Eurosport - Sa 31.Jan. 19:34:00 2009

Serena Williams hat sich in souveräner Manier ihren vierten Titel bei den Australian Open gesichert. Die US-Amerikanerin ließ Dinara Safina aus Russland beim 6:0 und 6:3 nicht den Hauch einer Chance. Das Match dauerte nur 59 Minuten. Williams ist durch den Erfolg die neue Nummer eins der Welt.

TENNIS 2009 Australian Open Serena Williams / Foto: EFE - 0

Es war von Beginn an eine Tennis-Demonstration, die die 15.000 Zuschauer in der Rod Laver Arena erlebten. Williams brachte ihr erstes Service durch und schaffte direkt im Anschluss das Break zum 2:0. Es war weniger diese Führung, die Safina demoralisierte, sondern die Art und Weise, wie die US-Amerikanerin ihr Spiel aufzog.

"Sie war viel zu stark für mich. Ich war heute mehr ein Ballkind für sie", resümierte Safina nach der Partie. Williams freute sich dagegen "über eines der stärksten Matches", dass sie jemals bestritten habe. "Besonders, wenn man bedenkt, dass es ein Grand-Slam-Finale war."

Höchststrafe im ersten Satz

Harte, platzierte Schläge, dazu überragende Aufschläge - Williams ließ die Russin überhaupt nicht ins Match kommen. Einzig, wenn Safina in die Ballwechsel kam, gelangen der 22-Jährigen Punkte aus dem Spiel heraus. Doch Williams war an diesem Tag zu stark und marschierte in 22 Minuten zum 6:0 im ersten Satz.

Als der zweite Durchgang begann, schien Safina zurückzukommen. Der 22-Jährigen gelang das Break zum 1:0 und wirkte nun entschlossener. Doch die Moskauerin schaffte es nicht, ihr Aufschlagspiel zu verbessern. Der erste Service kam zu selten, der zweite war zu schwach, um Williams unter Druck zu setzten. "Das ganze Turnier über habe ich schon Probleme mit meinem Aufschlag - obwohl ich hart daran gearbeitet habe und eigentlich alles gepasst hatte", suchte Safina nach einer Erklärung.

Safina ratlos

Die US-Amerikanerin nutzte unterdessen die Schwäche ihrer Kontrahentin eiskalt und schlug mit dem Re-Break zurück. Auch beim nächsten Aufschlagspiel patzte die Weltranglistendritte und so zog Williams auf 4:1 davon. Das war die Vorentscheidung in Melbourne, denn die 27-Jährige ließ sich ihren zehnten Grand-Slam-Titel nicht mehr nehmen und spielte das Finale sicher nach Hause.

"Ich war ein bisschen nervös. Ich hatte schon Druck, aber ich bin einfach rausgegangen und habe es zu Ende gebracht. Dinara ist eine Kämpferin, sie kommt auch bei einem Matchball wieder zurück. Ich wusste, dass ich die ganze Zeit fokussiert bleiben musste. Vor allem, als der erste Satz so schnell vorbei ging. Aber Dinara spielt unglaublich im Moment und sie steht im Ranking zu Recht so weit oben", lobte Williams ihre Gegnerin trotz der deutlichen Niederlage.

"Stolz, den Meilenstein erreicht zu haben"

Auf der Siegerehrung wirkte Safina dann aber doch ratlos: "Ich kann eigentlich gar nicht viel sagen, denn ich stand ja nur eine knappe Stunde auf dem Platz." Williams, die sich ausführlich bei allen bedankte, wollte dagegen gar nicht mehr aufhören, zu reden. "Am liebsten würde ich jetzt ewig weitersprechen", erklärte die neue Nummer eins der Welt, die bereits 2003, 2005 und 2007 die Australian Open gewonnen hatte, in Richtung Publikum.

Der Triumph auf dem fünften Kontinent bescherte Williams aber nicht nur den vierten Australian-Open-Titel und die Führung in der Weltrangliste, sondern auch die Spitzenposition in Sachen Preisgeld. Die 27-Jährige überholte die schwedische Golferin Annika Sörenstam und ist damit die bestverdienende Sportlerin der Geschichte. "Ich erinnere mich noch an meinen ersten Scheck über 240 Dollar in Quebec im Jahr 1995, erinnerte sich Serena. "Ich bin sehr stolz, diesen Meilenstein nun erreicht zu haben."

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Tobias Laure / Eurosport

Kommentare 1 - 13 of 73

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  1. @w.plett
    Ähm, bei welchem Turnier hattest du zugeschaut? Serena Williams stand 2x am Rande einer Niederlage, und zwar gegen Kuznetsova und ganz besonders gegen Azarenka (letztere hatte sich wohl einen Virus eingefangen und gab wegen Krämpfen in der Sonne auf). Und warum schlug Safina einen Doppelfehler nach dem anderen? Doch selbt wenn man Serena Williams für toll und absolut überlegen hält: Sie könnte nicht einmal mit den besten Jugendspielern bei den Männern mithalten. Und mit einer solch schwachen Leistung bekommt sie dann ein Million Euro. Das ist lachhaft. Beim Fußball ist doch auch jedem klar, dass die Männer was ganz anderes abliefern als die Frauen. Man sollte das hier einmal ganz offen sagen: Wer echten Sport sehen will, der schaut bei den Männern zu. Ich finde auch, dass die zum Teil sogar optisch und insbesondere von der Beweglichkeit her stärker beeindrucken als die Frauen.

    Von Peter R, am Sa 31.Jan. 11:50
  2. den miserablen gesamteindruck der finalbegegnung hat doch ausschließlich dinara safina zu verantworten, weil sie eben ihrer kontrahentin in jeder hinsicht nicht das wasser reichen konnte, welche ja zudem auch ausreichend gut bzw. heute einwandfrei gespielt hat. außerdem gab es eine herausragende partie der damen im laufe dieses turniers schon zu sehen, nämlich die von dokic und kleybanova. für mich, ohne zweifel, was die spielerische qualität anbelangt, das weibliche pendant zum nadal vs. verdasco-match.

    Von jgasde, am Sa 31.Jan. 11:44
  3. w.plett80, JA Justin war die beste. Ich vermisse Sie auch sehr. Aber leider wird Sie nie zurück kommen.

    Von Rafael Nadal is the best, am Sa 31.Jan. 11:40
  4. Also was ich hier lese ist schon lächerlich Leute!
    Das hat nix mit schlechtem Niveu der damen zu tun, oder dass, das Damentennis zur Zeit schlecht sei, das Problem ist dass williams einfach um klassen, ich wiederhol gerne, KLASSEN besser war in diesem turnier als andere spielerinen, in allen bereichen!!!
    ist doch dann kein wunder, dass die matches so glatt ablaufen!
    Also ich bedaure immen noch sehr , dass Henin nicht mehr dabei ist, sie war für mich die einzige, die willams-schwestern schlagen konnte, auch wenn die in Top-Form waren! Bitte Justin Henin komm wieder, ich liebe dein Tennis!!!

    Von Vlado4Ever, am Sa 31.Jan. 11:35
  5. 6:0 , 6:3 - netmal n Stündchen.. lol. Trauriges Damentennis, habe es ja schon vor paar Tagen angesprochen, als Safina sich gegen Dokic durchgesetzt hatte, mit insgesamt 100000 Fehlern.

    Von machodijai, am Sa 31.Jan. 11:34
  6. Congrat Serena. Sehr gute Spiel. Ich bin ein bisschen von Safina enttauscht. Sarena hat gestern gespiet(Double mit Venus gewonnen) und trotzdem hat es Safina nicht gereicht um Serena zu gefährden. Falls Safina nicht dieses Jahr ihre Grand Slam gewinn, fürchte ich dass sie es nie schaffen wird. Ich denke allerdings dass der niveau bei der Frau nächste wieder an der niveau von 2003 herankommen wird.

    Von Roger M, am Sa 31.Jan. 11:19
  7. @tennisfan_i
    Bin ganz deiner Meinung. Hier sollte ein Umdenken stattfinden. Es kann nicht sein, dass die Siegerin die gleiche Gewinnsumme kassiert, wie der Sieger bei den Männern, zumal deren Matche i.d.R. auch viel länger dauern, es also auch viel mehr Werbung geschaltet werden kann. Was die beiden Finalistinnen gezeigt haben, war einfach nur erbärmlich. Wenn man das Spiel mit Nadal gegen Verdasco vergleicht, dann war das heute Kinderkram. Eurosport sollte sich mehr auf echten Sport konzentrieren und den gibt es bei den Männerturnieren zu sehen.

    Von Peter R, am Sa 31.Jan. 11:07
  8. Wirklich eine Frechheit das Frauentennis zuweilen. Kassieren dasselbe Preisgeld und bieten eine sowas von langweilige Show, das war mit Sicherheit das insgesamt schlechteste Frauenturnier was ich je gesehen habe, da war kein einziges hochkarätiges Match dabei, einfach nur schlechtes Tennis in Perfektion. Das muss man sich mal vostellen, Safina macht bei 15 Aufschlägen (über den zweiten) 13 mal den Doppelfehler, einfach grottig sowas.

    Von ferwoehner, am Sa 31.Jan. 11:04
  9. Ich finde es auch schade das Safina keine Chancen hatte gegen Willams. Aber Sie ist ja erst 22 Jahre alt die gewinnt noch so einiges wenn Sie so weiter macht. Da bin ich mir sicher.

    Von Rafael Nadal is the best, am Sa 31.Jan. 11:00
  10. Wenn man das mit Nadal-Verdasco vergleicht, muß man ganz sachlich und nüchtern betrachtet sagen, Frauen gehören in die Küche. Ich muss mich tennisfan_i anschliessen, wirklich erbärmliches Niveau.

    Von , am Sa 31.Jan. 10:59
  11. erbämlich, das niveau bei den frauen. eurosport sollte da dringend umdenken und über das jahr mehr männerturniere der masters serie zeigen. damit tuen sie sich und uns einen großen gefallen. ach ja... herzlichen glückwunsch, serena williams;-)

    Von tennisfan_i, am Sa 31.Jan. 10:53
  12. kein schlechter Stundenlohn für beide

    Von Tut Nichts Z, am Sa 31.Jan. 10:51
  13. schade safina, aber auch wirklich gar keine chance gehabt...kopf hoch, wird schon noch...

    Von christoph.seifert1, am Sa 31.Jan. 10:50
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