Eurosport - Sa 31.Jan. 11:15:00 2009
Roger Federer stapelt tief: Mit Blick auf das große Finale in Melbourne gegen Rafael Nadal erklärte der Schweizer: "Er ist die Nummer eins. Also ist er automatisch ein bisschen Favorit." Doch wenig später fügte er an: "Ich weiß, wie man die Australian Open gewinnt. Das spricht vielleicht für mich."
Denn schon 2004, 2006 und 2007 triumphierte er im Melbourne Park. Noch nie allerdings kreuzten sich Federers und Nadals Wege bei den Australian Open. Sechsmal standen sie sich im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers gegenüber: 2006, 2007 und 2008 siegte der Linkshänder aus Mallorca bei den French Open in Paris auf Sand, 2008 setzte er sich auch im Fünf-Satz-Finale von Wimbledon auf Gras durch. 2006 und 2007 hatte Federer noch auf dem "heiligen Rasen" gewonnen.
"Ich würde Federer den 14. Grand-Slam-Sieg gönnen", sagte Nadal, als er um drei Uhr morgens nach dem Halbfinale gegen Verdasco im längsten Match der Turnier-Geschichte Rede und Antwort stand. "Aber ich hoffe, es wird nicht am Sonntag passieren."
Nachtschicht für Nadal
Als Federer zur letzten Pressekonferenz vor dem Gipfeltreffen erschien, dürfte Nadal gerade aufgestanden sein. "Tagsüber werde ich schlafen. Keine Ahnung, wann ich aufstehen werde. Gegen sechs oder sieben werde ich wohl trainieren", hatte der Weltranglisten-Erste aus Spanien nach seinem Halbfinal-Thriller gegen Fernando Verdasco angekündigt. "Ich werde aber alles tun, um fit zu sein", sagte Nadal. Dann kommt es in der Rod Laver Arena von Melbourne zum Duell um die erste Grand-Slam-Krone des Jahres 2009 (ab 9:30 Uhr hier im Live-Ticker).
Nadal und Federer, die Nummern eins und zwei der Welt, stehen sich zum 19. Mal gegenüber - und wollen sich neben dem Siegerscheck von einer Million Euro einen weiteren Eintrag in den Tennis-Geschichtsbüchern sichern.
Der 27 Jahre alte Federer steht vor seinem 14. Grand-Slam-Sieg. So viele hat vor ihm nur Altmeister Pete Sampras aus den USA geschafft. Der fünf Jahre jüngere Nadal strebt seinen ersten Titel bei den Australian Open an. Das ist vor ihm noch keinem Spanier gelungen.
Kurios genug, dass nur wenige Experten ein Finale Nadal/Federer auf dem Zettel hatten. Nun dürfen sich die Fans also doch auf eine weitere Auflage des faszinierenden Serienduells freuen. Wer den "Norman Brookes Challenge Cup" in die australische Abendluft strecken wird? Man könne genauso gut eine "Kristallkugel befragen", sagte Tennis-Legende Rod Laver. "Beide sind große Champions, beide haben alles, was es braucht, um zu gewinnen."
Kommentare 1 - 2 of 22
leider wirds für roger wieder nicht reichen, vom kopf her. gegen jeden anderen würde er nr.14 klar machen, aber einen nadal wird er in einem gs-final nicht mehr schlagen können. hoffe trotzdem er belehrt mich morgen eines besseren...
nadal wird laufen und ackern wie immer! von wegen müde und nachteil... das gleicht sich immer wieder aus.
wozu ein ja sooo müder nadal fähig ist haben wir ja 2008 gesehen, als er nach paris,queens,wimbledon toronto, olympia dominiert hat! sorry, und die grimassen die nadal auf dem platz gezogen hat gestern, und über alles mögliche sich beschweren. da hätte ich doch gerne mal gesehen was der für eine fresse zieht, wenn er auf einem vernünftigen rasen in wimbledon von pistol pete weggeballert worden wäre, oder von einem ivanisevic abserviert worden wäre 8O). das hat nadal gestern nicht wahrhaben wollen, das verdasco ihm die asse mit 225km um die ohren geballert hat und fernando eine BESSERE Vorahnd als er hat 8O)
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