Int. Fußball - WM-Fernsehrechte für einen Dollar

Fr 30.Dez. 10:27:00 2011

Der frühere FIFA-Vizepräsident Jack Warner hat neue Vorwürfe gegen Fußball-Weltverbandschef Joseph Blatter erhoben. Im Gegenzug für Wahlkampfhilfe für den umstrittenen Schweizer seien ihm WM-Fernsehrechte für Minimalbeträge verkauft worden, teilte Warner in einer Erklärung mit.

FOOTBALL 2006 Sepp Blatter Jack Warner FIFA - 0

Er habe die TV-Rechte für Trinidad und Tobago dann gewinnbringend weiterverkaufen können und das Geld "hauptsächlich für die Entwicklung des Fußballs" in seiner Heimat verwenden können, fügte der ehemalige Spitzenfunktionär hinzu.

Die FIFA teilte mit, sie werde Warners Angaben prüfen und sei vorerst nicht zu weiteren Kommentaren bereit. Warner war im Juni nach Korruptionsvorwürfen von allen Ämtern im Fußball zurückgetreten.

TV-Rechte für lau

Er soll beim Treffen der Karibischen Fußball-Union Anfang Mai versucht haben, gemeinsam mit dem Katarer Mohamed bin Hammam Stimmen für die Präsidentenwahl am 1. Juni zu kaufen. Warner hatte die Vorwürfe stets bestritten und einen "Fußball-Tsunami" aus belastendem Material gegen Blatter angekündigt. Bislang war er jedoch Beweise für Fehlverhalten des Schweizer FIFA-Chefs schuldig geblieben.

Nun berichtete Warner, er habe die TV-Rechte für die WM 1998 für einen Dollar erhalten - wohl als Dank für seine Hilfe bei Blatters Wahlsieg gegen den Schweden Lennart Johansson. Später habe er auch die Fernsehrechte für die Turniere von 2002 bis 2014 für geringe Beträge erhalten. Ähnliche Deals für 2018 und 2022 habe die FIFA in Aussicht gestellt, später aber zurückgezogen. Blatter hatte wegen der anhaltenden Korruptionsvorwürfe zuletzt Aufklärung und mehr Transparenz versprochen.

Video: Best of "Bad Boys" 2011

Best of "Bad Boys" 2011

TV-Tipp:

Die schönsten Tore, die heißesten Duelle sowie Einschätzungen von Trainern und Spielern. Eurosport berichtet immer montags ab 17:30 Uhr in EUROGOALS über die aktuellsten Entwicklungen im Europapokal und den europäischen Top-Ligen.

Christian Hollmann / dpa

Bemerkung

Kommentarfunktion ist für diesen Artikel nicht verfügbar.