Giro d'Italia - Vollgas am Vulkan: Menchov rettet Rosa

Eurosport - Sa 30.Mai. 09:09:00 2009

An den Flanken des Vesuv lieferten sich die Giro-Stars einen dramatischen Schlagabtausch um die Spitzenplätze. Als Solist holte sich dabei Tour-Sieger Carlos Sastre den Tagessieg auf der 19. Giro-Etappe. Spitzenreiter Denis Menchov verteidigte die Führung, verlor aber an Boden gegen Danilo di Luca.

CYCLING 2009 Giro Di Luca Menchov - 0

Immer wieder versuchte der Italiener, seinen russischen Rivalen auf dem Weg zur letzten Bergankunft abzuschütteln, doch dieser ließ sich nie vom Hinterrad abschütteln. Im Zielsprint auf 1000 Metern Höhe holte sich di Luca zumindest Rang drei und damit acht Sekunden Zeitgutschrift. Zwei Tage vor dem großen Finale in Rom liegt er damit noch 18 Sekunden hinter dem Träger des Rosa Trikots.

"Ich habe auf jede erdenkliche Art versucht, ihn abzuhängen", meinte di Luca nach dem Rennen, "aber es war nichts zu machen". Menchov aber hielt sich mit verfrühtem Jubel zurück: "Noch ist nichts entschieden, aber natürlich ist es besser, vorne zu liegen als Rückstand zu haben."

Eine halbe Minute vor seinen Verfolgern hatte Sastre jubelnd die Ziellinie überquert: Mit einem seiner eindrucksvollen Kletter-Solos war der Cervelo-Kapitän zu seinem zweiten Tagessieg bei dieser Italien-Rundfahrt gestürmt. Dabei machte er zu Beginn des 13 Kilometer langen Schlussanstiegs nicht den besten Eindruck. Nachdem aber Ivan Basso mit einer frühen Attacke das Duell der Anwärter auf die Podiumsplätze in Rom eröffnet hatte, zeigte der 34-Jährige seine Klasse.

Top-Trio Klasse für sich

Schnell holte er den Italiener ein, ließ ihn wenig später stehen und kurbelte seinem nächsten Triumph entgegen. Dahinter attackierten immer wieder di Luca und Franco Pellizotti, doch stets hielt Menchov mit. Alle anderen Topfahrer aber konnten diesem Trio bei seinen "Zwischensprints" nie folgen. Mehrfach neutralisierten sich die Top drei der Gesamtwertung mit diesen Aktionen, nach denen stets das Tempo wieder kurzzeitig verschleppt wurde.

Erst auf den steilsten anderthalb Kilometern zum Ziel löste sich Pellizotti, während vor ihm sein Liquigas-Teamkollege Basso auf ihn wartete. Als Duo kämpften sie einige Meter weit um jede Sekunde, bis Pellizotti alleine davonzog. Im Ziel lag er 21 Sekunden hinter Sastre und verkürzte seinen Rückstand zum "maglia rosa" auf 1:39 Minute. Der erträumte Coup vom erfolgreichen Angriff auf das Trikot gelang ihm aber nicht.

Er verteidigte aber nach diesen 164 Kilometern seinen dritten Gesamtrang gegen Sastre, der sich an Basso vorbei auf Platz vier schob (+2:40 Minuten).

Armstrong bleibt Zwölfter

Beste Karten auf den Triumph beim Jubiläums-Giro hat aber weiterhin Menchov: Dem zweifachen Sieger der Spanien-Rundfahrt kommt das abschließende Zeitfahren in Rom über 14,4 Kilometer entgegen. Dort dürfte der Rabobank-Profi seinen Konkurrenten einige Sekunden abknüpfen. Damit bleibt di Luca und seinem LPR-Team nur noch die vorletzte Etappe mit ihrem kurzen Anstieg über 2,7 Kilometer zum Ziel, um das Blatt noch zu wenden.

Lance Armstrong wurde am Vesuv 16. mit 1:42 Rückstand, nachdem er zuvor auf der Küstenstraße einen Sturz ohne größere Blessuren überstanden hatte. Milram-Profi Thomas Rohregger aus Österreich kam als 36. ins Ziel (+4:29). Bester Deutscher war Thomas Fothen (77./+13:09).

TV-Tipp:

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Andreas Schulz / Eurosport

Kommentare 1 - 4 of 24

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  1. menchov wird in rosa bis zu ende bleiben! Weiter so,­ denis!!!

    Von lexej81, am Fr 29.Mai. 18:53
  2. naja fahren beide nicht so richtig intelligent würds­ peli gönnen =)

    Von Thomas, am Fr 29.Mai. 18:40
  3. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Es wäre ihm zu gönnen, obwohl er nicht sehr­ intellligent fährt.

    Von armin.amstad, am Fr 29.Mai. 18:03
  4. di luca solls machen!!!!

    Von petrismichele, am Fr 29.Mai. 15:59
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