Eurosport - Fr 30.Mai. 22:01:00 2008
Kompromisslos und souverän: Rafael Nadal hat auch in der 3. Runde eindrucksvoll bewiesen, dass der Sieg in Roland Garros nur über ihn führt. Gegen Jarkko Nieminen kam der 21-Jährige zu einem klaren 6:1, 6:3, 6:1-Erfolg und unterstrich damit seine Ambitionen auf den vierten French-Open-Sieg in Folge.
Nadal war von Anfang an voll da und setzte den Skandinavier sofort unter Druck. Im ersten Satz gestattete der Mallorquiner seinem Gegner nur ein Spiel und auch der zweite Durchgang war eine klare Angelegenheit für den Topfavoriten.
Wer geglaubt hatte, Nieminen könnte zumindest im dritten Satz für Spannung sorgen, sah sich getäuscht. Nadal führte schnell mit 4:1 und machte eindeutig klar, dass er nicht gewillt war, gegen die Nummer 26 der Welt den ersten Satz des Turnieres überhaupt abzugeben.
Trotzdem sahen die Zuschauer einige schöne und spektakuläre Ballwechsel, ohne dass Nieminen aber den Hauch einer Chance hatte, dem Spiel noch eine Wendung zu geben. So verwandelte Nadal nach einer Stunde und 58 Minuten den dritten Matchball mit einem kraftvollen Longline-Schlag.
"Batterien wieder aufladen"
"Das war keine Lektion. Das war nur ein gutes Spiel und ein klarer Sieg", fiel die nüchterne Analyse des Spaniers aus. "Es ist gut, dass ich die bisherigen drei Spiele ohne Satzverlust überstanden habe. Morgen werde ich meine Batterien wieder aufladen, um am Sonntag dann 100-prozentig fit zu sein", umriss der 21-Jährige seinen Plan für den weiteren Turnierverlauf.
Im Achtelfinale trifft Nadal, dessen French-Open-Bilanz nun bei makellosen 24:0 Siegen steht, auf Fernando Verdasco. Der an 22 gesetzte Spanier bezwang die Nummer 15 der Setzliste, Michail Juschni aus Russland, mit 7:6 (7:5), 5:7, 7:5, 6:1. Kurios: Mit Bellucci, Devilder, Nieminen und Verdasco bekam Nadal in diesem Turnier bislang ausschließlich Linkshänder als Gegner. Der "Sandplatz-König" selbst spielt ebenfalls mit links, ist ansonsten aber Rechtshänder.
Nadals möglicher Gegner im Halbfinale wusste hingegen nicht zu überzeugen: Novak Djokovic mühte sich zu einem von vielen Fehlern geprägten 7:5, 6:4, 6:2-Sieg gegen Wayne Odesnik (USA). Der Serbe wird sich gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu gehörig steigern müssen, sonst fällt das Duell gegen Nadal vielleicht sogar aus.