Roland-Garros - "Glamour Girl" ganz ohne Glanz

Eurosport - Do 31.Mai. 01:52:00 2007

Roland-Garros - Maria Scharapowa hat sich mit viel Mühe in die zweite Runde der French Open gekämpft. Die an Nummer zwei gesetzte Russin musste beim 6:3, 7:6 (7:4)-Erfolg gegen Lokalmatadorin Emilie Loit hart arbeiten. Keine Blöße gaben sich hingegen die Mitfavoritinnen Swetlana Kusnezowa und Ana Ivanovic.

TENNIS; Maria Sharapova, French Open, May 2007 - 0

Maria Scharapowa fand bei kühlen Tempereaturen und feuchtem Wetter von Beginn an selten zu ihrem Spiel. Zwar drückte die Nummer zwei der Welt aufs Tempo, "schoss" dabei aber im wahrsten Sinne des Wortes häufig über das Ziel hinaus. Etliche Bälle landeten im Netz oder hinter der Grundlinie. Emilie Loit brauchte vor heimischem Publikum oft nur auf die Fehler ihrer Kontrahentin warten.

Allein das erste Aufschlagspiel der Französin dauerte neun Minuten, das Loit zu ihren Gunsten entschied. Nach einer Verletzungspause aufgrund von Rückenproblemen verlor die Außenseiterin aber etwas den Faden, ohne dass Scharapowa wirklich überzeugen konnte. Nach dem Verlust des ersten Satzes machte Loit sogar noch das Spiel, setzte aber einige gute Konter, die noch mehr Selbstvertrauen brachten. Scharapowa musste zwei Mal ihr Service abgeben, welches sie sich mit Mühe jeweils zurückholte. Im Tiebreak wurde die US Open-Siegerin dann den entscheidenden Tick stabiler und siegte schließlich verdient, aber glanzlos.

"Serbisch-russischer Eilzug"

Wesentlich kürzer hielten sich Ana Ivanovic und Swetlana Kusnezowa auf dem Platz auf. Die an Nummer sieben gesetzte Serbin bekundete mit der oft unangenehmen Schwedin Sofia Arvidsson nur zu Beginn etwas Mühe, hatte dann aber nach nur 46 Minuten und 6:2, 6:0 ihren Arbeitstag beendet. Runde zehn Minuten länger verbrachte Kusnezowa auf dem Court 2. Die Russin verpasste ihrer Landsfrau im ersten Durchgang in nur 21 Minuten die Höchststrafe, nahm dann etwas das Tempo heraus und siegte aber schließlich locker und leicht mit 6:0, 6:3.

Auch Patty Schnyder steht nach ihrem Erfolg gegen Martina Sucha in der nächsten Runde. Die Schweizerin hatte Probleme ins Spiel zu finden und gab den ersten Durchgang klar mit 2:6 ab. Danach setzte sich allerdings ihre Klasse durch. Sucha hatte keine Chance mehr und Schnyder gewann nach knapp eineinhalb Stunden die folgenden Sätze mit 6:1 und 6:2. Ebenfalls in der zweiten Runde steht Amelie Mauresmo. Die Französin konnte ihre Nervosität in Paris ablegen und gewann souverän mit 6:0 und 7:5 gegen Laura Granville.

Durch ihren 6:1 und 7:6-Erfolg gegen Ashley Harkleroad zog Venus Williams in Runde drei ein. Die 25-Jährige hatte im ersten Satz keine Probleme und schien auch durch den zweiten Durchgang zu marschieren. Williams führte bereits mit 5:1, ließ allerdings vier Matchbälle aus und so kam ihre Gegnerin wieder heran. "Ich war mir einfach zu sicher. Ich dachte, dass ich nicht mehr verlieren kann und auf einmal stand es 5:5", sagte die Amerikanerin. Harkleroad erspielte sich im Tie-Break sogar fünf Satzbälle, schaffte es aber nicht, ihre Chancen zu nutzen. Die an 26 gesetzte Williams behielt die Nerven und gewann den Tie-Break mit 10:8 und somit auch das Match.

Ein besonderes Highlight präsentierte die 27-Jährige auch noch: Im zweiten Satz gelang ihr mit 206 km/h ein neuer Aufschlagweltrekord. "Ich war so aufgeregt, dass ich meinen Rekord gebrochen hab. Vielleicht habe ich da ein bißchen den Fokus verloren", berichtet Willams.

Favoritinnen siegen

Mehr Mühe als erwartet hatte Justine Henin bei ihrer Zweitrunden-Partie. Die Belgierin gewann gegen Tamira Paszek mit 7:5 und 6:1. Im ersten Durchgang wehrte sich die Österreicherin nach Kräften und schaffte trotz 0:5-Rückstand noch das 5:5. Doch im Anschluss schaffte sie es nicht, ihren Aufschlag zu halten und verlor den Satz mit 7:5. Im zweiten Durchgang dominierte die Weltranglisten-Erste dann klar das Geschehen. Auch von einer Regenpause ließ sich die dreimalige French-Open-Siegerin nicht beirren und entschied das Match klar für sich. In der nächsten Runde wartet nun Mara Santangelo, die gegen Tamarine Tanasugarn beim 6:3, 6:2 keine Mühe hatte.

Mit Jelena Jankovic ist auch die nächste Favoritin weiter. Die Serbin hatte gegen Catalina Castano keine Probleme und siegte locker mit 6:3 und 6:3.

Eurosport - Martina Tesche und Andreas Günthner

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