Eurosport - So 30.Mrz. 19:49:00 2008
Energie Cottbus verlässt nach dem Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin vor 20.746 die Abstiegsränge und kann auf den Verbleib in der Bundesliga hoffen. Nach der Berliner Führung durch Mineiro in der 21. Minute brachten zwei Tore von Ervin Skela (41./63.,FE) den verdienten Sieg der Lausitzer.
Mit dem Sieg gegen Hertha BSC Berlin verlässt Energie Cottbus für eine Woche die Abstiegsränge. Ein Aufreger: Zum dritten Mal in dieser Saison wurde den Lausitzern durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns ein Tor nicht gegeben. "Vielleicht haben wir ein Assistentenproblem. Es läuft schon wieder ein bisschen unglücklich für uns", gab Energie-Vorsitzende Ulrich Lepsch zu bedenken. Doch durch eine tolle kämpferische Leistung gelang es Energie erstmals in der Spielzeit, einen Rückstand zu drehen. Berlin verpasst durch die Niederlage die Gelegenheit, mit Hannover gleichzuziehen.
1. Halbzeit
Cottbus begann die Partie überraschend offensiv und hatte gerade in der Anfangsphase einige schöne Aktionen. Bei einem Freistoß in der 18. Minute brachte Skela den Ball in den Sechzehner. Christian Bassila verlängerte auf Branko Jelic, der den Ball in die Maschen köpfte. Doch der Schiedsrichter-Assistent entschied fehlerhaft auf Abseits.
Nur drei Minuten später konnte Gerhard Tremmel einen Schuss von Steve von Bergen nur abklatschen. Das Leder kam dann über Marko Pantelic zu Raffael. Der Brasilianer verlängerte auf Mineiro, der zum 1:0 für Berlin "einnetzte".
Cottbus brauchte bis zur 41. Minute, um sich von dem Rückschlag zu erholen. Nach einem Foul von Rudolf Skacel an Stiven Rivic entschied Markus Merk auf Freistoß. Skela führte direkt aus und zwirbelte den Ball unhaltbar über die Mauer ins rechte Eck.
2. Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel dauerte es, bis beide Mannschaften wieder in die Partie fanden. Berlin war spielbestimmend, kam aber nur selten gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Die Crew von Coach Bojan Prasnikar lauerte auf Konter. Ein Elfmeter in der 62. Minute sorgte für das 2:1: Der bis dahin gute Lukasz Piszczek hatte Daniel Ziebig im Sechzehner gefoult. Skela führte den Strafstoß aus, verlud Jaroslav Drobny und schob den Ball ins linke Eck.
Dem Tor von Cottbus folgten spektakuläre zehn Minuten. Zuerst scheiterten Mineiro (64.) und Raffael (65.) an der Latte, dann stand Mineiro nur drei Minuten später bei seinem Tor nach Pass von Marko Pantelic im Abseits. Im weiteren Spielverlauf stand Cottbus kompakt hinten drin und ließ kaum noch Chancen für die Hertha zu. Letztendlich blieb es beim 2:1 für die aufopferungsvoll kämpfenden Cottbuser.
Spieler der Partie: Ervin Skela
Nicht nur die beiden Tore des Stürmers, auch sein Einsatzwillen und seine Laufbereitschaft trugen zum Sieg der Lausitzer bei. Er sorgte für Gefahr im Berliner Strafraum und gab einige tolle Vorlagen für seine Teamkollegen.
Anne Janssen / Eurosport