DRV hofft auf fette WM-Beute
Malerische Kulisse, frühlingshafte Temperaturen, exzellente Form - die deutschen Ruderer starten mit reichlich Rückenwind in die WM. Auf dem idyllischen Lake Karapiro im fernen Neuseeland wollen sie den seit der historischen Olympia-Pleite von Peking eingeschlagenen Erfolgskurs beibehalten.
Vor allem der Deutschland-Achter wird bei den Titelkämpfen vom 31. Oktober bis 7. November hoch gehandelt.
Seit zwei Jahren ungeschlagen
Es zeugt von gewachsenem Selbstvertrauen, dass die Welt- und Europameister mit der Favoritenbürde gut leben können. "Wir haben uns auf hohem Niveau stabilisiert und wollen gewinnen", sagte Trainer Ralf Holtmeyer. Die Zuversicht kommt nicht von ungefähr. Nach der Havarie von Peking hat sich die Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) prächtig entwickelt. Auf der klassischen 2000-Meter-Distanz ist sie seit zwei Jahren ungeschlagen. Holtmeyer hofft, dass sich das dreiwöchige Trainingslager in Sacramento/USA bezahlt macht.
Die WM im neuseeländischen Frühling ist für den Verband nicht nur eine sportliche, sondern auch eine logistische und finanzielle Herausforderung. Um die Umstellung schnell zu meistern, reiste das gesamte DRV-Team bereits eine Woche vor dem ersten WM-Vorlauf am vergangenen Sonntag aus dem Trainingslager in Kalifornien an. "Der zweiteilige Transfer über die USA hat sich als vollkommen richtig erwiesen. Alle Athleten sind gesund und haben die Zeitumstellung gut überstanden", sagte DRV-Chefcoach Hartmut Buschbacher.
"Alles ist dem Ziel London 2012 untergeordnet"
Neben dem Achter werden dem Doppelzweier und Doppelvierer der Frauen sowie dem Doppelvierer, beiden Doppelzweiern und beiden ungesteuerten Vierern der Männer Medaillenchancen eingeräumt. Das WM- Ergebnis von 2009 in Posen mit dreimal Gold und zweimal Bronze erklärte Buschbacher zum Maßstab: "Alles ist dem Ziel London 2012 untergeordnet. Aber wir wollen die guten Leistungen aus dem Vorjahr stabilisieren."
Illusorisch wäre es, an eine ähnlich fette Ausbeute wie bei der EM zu glauben. Nur weil die Überseenationen und die momentan in Europa dominierenden Engländer fehlten, stellten die Deutschen Mitte September in Portugal mit fünf Siegen in den 14 olympischen Bootsklassen die mit Abstand stärkste Nation. Buschbacher rechnet wegen des ungewöhnlich langen Saisonverlaufs in Neuseeland ohnehin "mit vielen Überraschungen".
Erstmals werden die Finalrennen nicht nur an den letzten beiden Regattatagen ausgetragen. Damit soll der Rudersport für Zuschauer und Medien attraktiver werden. Auf dem Lake Karapiro finden deshalb schon am kommenden Freitag fünf Endläufe statt. Krönender Abschluss der Titelkämpfe aber bleibt das Achter-Rennen. Der "Showdown" steigt am 7. November.



Kommentare 1 - 1 of 1
der tennisexperte shotmaker hat bei eurosport heute seine bestenliste veröffentlicht. bei seiner studie werden den spielern bei jeder niederlage gegen affenähnliche kreaturen besonders viele punkte abgezogen.
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