Hoffenheim souverän - hoffen auf Heimspiel

Do 29.Okt. 12:52:25 2009

Sinsheim (dpa) - Für 1899 Hoffenheim könnte der kürzeste Weg in einen internationalen Wettbewerb über den DFB-Pokal führen. Doch Trainer Ralf Rangnick und seine Spieler wollen davon vorerst nichts wissen.

«Die Gedanken an den Pokal sind erst einmal bis zum Februar nächsten Jahres zurückgestellt. Jetzt zählt nur die Liga, darauf müssen wir uns konzentrieren», sagte Rangnick nach dem standesgemäßen 4:0 (0:0) im Pokal-Achtelfinale gegen den Zweitligisten TuS Koblenz.

Dennoch werden die Hoffenheimer gespannt einen Blick auf die Auslosung des Viertelfinales werfen. «Ein Heimspiel wäre schön, am besten gegen einen unterklassigen Gegner», meinte Rangnick. Allerdings hatte sich der Favorit gegen die «Betonmischer» aus Koblenz eine Halbzeit lang äußerst schwer getan. Erst nach dem Wechsel drehten die Hausherren auf und schraubten das Ergebnis durch die Treffer von Sejad Salihovic (50. Minute), Vedad Ibisevic (67.), Maicosuel (71.) und Marvin Compper (90.) in die erwartete Höhe.

Torjäger Ibisevic störte der zähe Beginn gegen die mit Mann und Maus verteidigenden Koblenzer nicht. «Wenn wir am Ende immer 4:0 gewinnen, ist mir das ganz egal», sagte der Bosnier. Und Rangnick lobte seine eigene taktische Maßnahme zur Halbzeit: «Die Hereinnahme eines weiteren Offensivspielers hat sich gelohnt.»

Ein Wermutstropfen fiel jedoch in den Pokal-Becher. Chinedu Obasi, der wegen gerade auskurierter Muskelprobleme zunächst nur auf der Bank saß, verletzte sich bei seinem Kurzeinsatz in der zweiten Hälfte erneut. «Jetzt wird er wohl am Sonntag beim SC Freiburg fehlen. So langsam gehen uns die Stürmer aus», jammerte Rangnick. In Demba Ba steht momentan ein weiterer Torgarant verletzungsbedingt im Abseits.

Die in der 2. Liga abstiegsbedrohten Koblenzer, die zuletzt mit einem 2:1 beim Stuttgart-Bezwinger Greuther Fürth aufhorchen ließen, fügten sich in ihr Schicksal. «Wenn der erste Treffer fällt, war klar, dass wir keine Chance haben. Nach dem 2:0 war es eine Vorführung», meinte Trainer Uwe Rapolder, der im nahen Heilbronn aufwuchs. «Die Qualität der Hoffenheimer haben wir schon gespürt», erklärte Manuel Hartmann.

Dass die TuS im gesamten Spiel nicht eine einzige Torchance erarbeiten konnte, passte Rapolder indes gar nicht. So war das Erlebnis Pokal schnell abgehakt. «Wir haben gutes Geld verdient und können uns ganz auf die Liga konzentrieren. Das Spiel gegen den MSV Duisburg ist für uns wichtiger», meinte der 51-Jährige.

 

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