FCA will Woche krönen - Kurz' Rückkehr zu 1860

Do 29.Okt. 13:29:05 2009

München (dpa) - Vier Zweitliga-Clubs mussten im DFB-Pokal die Segel streichen, nur der FC Augsburg und die SpVgg Greuther Fürth konnten den Cup-Begegnungen unter der Woche Positives abgewinnen. Die Erfolgserlebnisse sollen nun Kräfte für den Alltag freisetzen.

«Wir wollen die Woche krönen», sagte Augsburgs Kapitän Uwe Möhrle vor dem Spiel gegen Alemannia Aachen am 11. Spieltag der 2. Fußball- Bundesliga. Fürth bekommt nach dem Sieg über den VfB Stuttgart mit anschließendem Feier-Marathon in Ahlen wieder Bodenkontakt. Während Lauterns Trainer Marco Kurz mit den Pfälzern auf seinen Ex-Club 1860 München trifft, strebt Spitzenreiter Arminia Bielefeld gegen Energie Cottbus den achten Sieg in Serie an.

Der größte Pokal-Erfolg in der Vereins-Geschichte gab den Augsburgern Anlass, ein wenig ins Reich der Superlative abzudriften. Trainer Jos Luhukay schwärmte nach dem 5:0 über den MSV Duisburg (am Sonntag bei der TuS Koblenz) gar über den «fast perfekten Fußball». Die Bilanz ist in der Tat beeindruckend: Seit dem 9. August ist Luhukays Team ohne Niederlage. «Man muss den Trainer loben, die Mannschaft entwickelt sich sehr gut», sagte Manager Andreas Rettig. Warnende Töne gab es von Mittelfeldspieler Marcel Ndjeng: «Liga ist eine ganz andere Art und Weise zu spielen. Aachen wird gewarnt sein und zusehen, dass wir nicht ins Rollen kommen.»

Einen ähnlich couragierten Auftritt wie gegen den VfB Stuttgart (1:0) benötigt auch Greuther Fürth, um beim Tabellenletzten Rot-Weiss Ahlen keine kostbaren Zähler liegenzulassen. «Wenn man gegen so einen Gegner wie Stuttgart besteht, wieso soll man dann in der Liga nicht genauso auftreten?», fragte Stürmer Bernd Nehrig. Ahlens Coach Christian Hock wartet derweil weiter auf den ersten Sieg. Vor allem das Zweikampfverhalten seiner Spieler behagte ihm zuletzt so gar nicht: «Wir müssen am Samstag von Beginn an das Ziel haben, kleine Siege zu erringen - dann kann am Ende auch ein großer Sieg stehen.»

Nichts zu melden hatte Kaiserslautern gegen Werder Bremen - nach der jüngsten Pleite gegen Fortuna Düsseldorf deutet sich gar ein kleiner Negativtrend an. «Wir haben dazugelernt und werden das in München gleich umsetzen», sagte Trainer Kurz, der die Sechziger von März 2007 bis Februar 2009 betreut hatte . Derweil ist Rot-Weiß Oberhausen gegen den SC Paderborn gefordert, muss aber gleich auf acht verletzte oder erkrankte Spieler verzichten.

Durchaus mit Genugtuung hat der FC St. Pauli zur Kenntnis genommen, in dieser Saison endlich einmal zum Kreis der Aufstiegs- Anwärter zu zählen. Eine negative Begleiterscheinung ist allerdings, «dass die Gegner kaum mehr gewillt sind, mitzuspielen», sagte Trainer Holger Stanislawski. Am Montag erwartet Hansa Rostock die «Kiez- Kicker». Bereits am Freitag ist der Tabellenvierte Union Berlin gegen den Tabellenvorletzten FSV Frankfurt zum Punkten verdammt.

 

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