Eurosport - Sa 29.Sep. 11:50:00 2007
Der Radsport-Weltverband UCI will Schritte einleiten, um von der Stadt Stuttgart zurückgehaltene Gelder zu erhalten. "Vertraglich ist uns eine große Summe zugesichert, die die Stadt nicht mehr bereit ist, zu zahlen. Nach der WM werden wir die nötigen Schritte einleiten", sagte Präsident Pat McQuaid.
Die Sportbürgermeisterin und WM-OK-Chefin Susanne Eisenmann hatte am Vortag angekündigt, 600.000 Euro an die UCI und 75.000 Euro an den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zurückzuhalten. "Wir geben keine Steuergelder an Verbände, die Doping nicht konsequent bekämpfen", hatte Oberbürgermeister Wolfgang Schuster erklärt.
Schäuble stellt sich hinter Eisenmann
Laut McQuaid wäre es möglich gewesen, die Vergabe der Weltmeisterschaften Stuttgart noch zu entziehen. "Wir hätten sie über Nacht in das Radsport begeisterte Italien vergeben können", sagte der UCI-Chef, der sich vom Ausrichter in der baden-württembergischen Landeshauptstadt nicht unbedingt willkommen fühlt.
Nach einem Gespräch mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Berlin im August habe er es aber als "unfair" empfunden, Stuttgart die Titelkämpfe wieder weg zu nehmen, erklärte McQuaid in der schwäbischen Landeshauptstadt. Schäuble stellte sich bei dem Streit zwischen den Verbands-Funktionären und der Stadt Stuttgart hinter Eisenmann und fror die zugesagte Zahlung an den BDR in Höhe von 150.000 Euro ein.
DPA