Bundesliga - Müder VfB mit Glück zum Remis

Eurosport - Sa 29.Aug. 18:00:00 2009

Der VfB Stuttgart ist in seinem Heimspiel gegen den noch sieglosen 1.FC Nürnberg nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus gekommen. Vor 43.000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena hatten die Gäste aus Franken insgesamt sogar die besseren Chancen. Stuttgart enttäuschte auf ganzer Linie.

FOOTBALL 2009-2010 Bundesliga VfB Stuttgart VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg Maroh Pogrebnyak - 0

"Wir haben heute taktisch ein sehr gutes Spiel gemacht. Wenn der Ball dann mal vom Pfosten reinspringt, kann man hier auch gewinnen", gab ein trotzdem zufriedener Michael Oenning zu Protokoll. Sein Gegenüber Markus Babbel sah das Spiel anders: "Wir hatten heute einfach nicht die geistige Frische, um das Spiel für uns zu entscheiden. Das sind wohl schon die ersten zeichen der englischen Wochen. Aber daran müssen wir uns gewöhnen."

1. Halbzeit:

VfB-Trainer markus Babbel musste auf seinen Star Alexander Hleb verzichten, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Dafür rückte Jan Simak in die Startformation. In der Innenverteidigung durfte nach seinem Tor in der letzten Woche erneut Georg Niedermeier ran.

Beide Mannschaften begannen das Spiel bedächtig und ohne großen Schwung. Die Gastgeber hatten deutliche Probleme, die tiefstehenden Nürnberger aus der Reserve zu locken. Besonders in der Schaltzentrale war das Fehlen von Hleb deutlich zu spüren. Aus der gut strukturierten Defensive heraus trauten sich die Gäste nach rund zehn Minuten öfter nach vorne. Besonders der starke Marcel Risse machte Arthur Boka auf der linken Defensivbahn des VfB das Leben schwer. So konnte die Leihgabe aus Leverkusen die ersten beiden Chancen des Spiels einleiten. Einer schönen Hereingabe auf Dario Vidosic, der an Jens Lehmann scheiterte (12.), ließ Risse nur drei Minuten später einen Fernschuss folgen. Auch dieser fand aber nicht den Weg ins Netz.

Stuttgart kam in der ersten Halbzeit gänzlich ohne eigene Torchance aus. Die beste Gelegenheit für die Schwaben hatte Nürnbergs Verteidiger Javier Pinola (21.), der seinen eigenen Keeper per Kopfball prüfte. Abgesehen von diesen wenigen Highlights bekämpften sich beide Teams auf absolut überschaubarem Niveau. Mit dem folgerichtigen 0:0 ging es dann auch in die Kabinen

2. Halbzeit:

Der VfB kam zwar deutlich schwungvoller aus der Kabine, konnte sich aber trotzdem keine klaren Torchancen erspielen. Einziger Aufreger war ein Kopfball von Timo Gebhart, der allerdings über den Kasten segelte (47.). Gefährlicher blieb weiterhin der Club. Allein Vidosic (58./61.) hätte für die Führung sorgen können, scheiterte aber an Lehmann. Besser machte es sein Kollege Risse, der jedoch am Pfosten scheiterte (65.).

Markus Babbel reagierte auf den blutleeren Auftritt seiner Mannschaft und schickte nach gut einer Stunde doch noch Hleb auf den Platz. Die Einwechslung des Stars gab dem VfB das vermisste Überraschungsmoment. Die Gastgeber konnten den Club, der deutlich an Kraft verloren, nun immer öfter in der eigenen Hälfte festnageln. So kam Neueinkauf Pawel Pogrebnjak nach 75 Minuten zu einer guten Möglichkeit, die der starke Gästekeeper Rafael Schäfer allerdings vereiteln konnte.

Auf eine Schlussoffensive des eigenen Teams mussten die VfB-Fans vergeblich warten. Im Gegenteil: Die Spieler von Babbel ergaben sich in ihr Schicksal, das in diesem Falle 0:0-Unentschieden lautete. Nürnberg hatte nichts dagegen und nahm den Punkt aus Schwaben gerne mit, bleibt aber weiterhin sieglos.

Spieler des Spiels: Marcel Risse

Die Leihgabe aus Leverkusen machte ein klasse Spiel. Sorgte ständig für Gefahr, hatte große Chancen und scheiterte nach 65 Minuten nur am Pfosten des VfB-Gehäuses.

Tobias Hlusiak / Eurosport

Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. Man hat es nochmals gesehen, wie die LINKE Seite von­ VfB wackelt (ganz schlecht ob mit Magnin oder mit­ Boka), und das dringend ein guter Stürmer gebraucht­ wird. Ich zweifle ob das H. Heldt das auch so gesehen­ hat.

    Von sollner, am Sa 29.Aug. 20:17
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