Eurosport - Mo 29.Jun. 16:01:00 2009
22 deutsche Schwimmer sind bei den Weltmeisterschaften in Rom Ende Juli in den Becken-Wettbewerben dabei. Das kleinste deutsche Aufgebot seit Jahren wird angeführt von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen (Neukölln) und Europarekordler Paul Biedermann (Halle/Saale).
Neben den 16 Schwimmern, die bei den deutschen Meisterschaften in Berlin die strengen Norm-Zeiten unterboten hatten, gehen auch vier Staffeln an den Start, teilte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) mit. Youngster Yannick Lebherz (Darmstadt) wurde auch ohne Normerfüllung wegen seiner guten Perspektive nominiert.
In Rom rechnet der DSV mit jeweils vier Medaillen im Becken und Freiwasser. Neben Biedermann und Steffen haben auch die Rücken- Weltrekordlerin Daniela Samulski (Essen), beide Lagen-Staffeln sowie die 4 x 100-Meter-Freistil-Staffel der Frauen gute Chancen. Die Männer-Staffel über 4 x 200 Meter soll für eine der insgesamt zwölf avisierten Endlauf-Teilnahmen sorgen. Grund zum Optimismus lieferte die Meisterschaft in Berlin, wo es auch dank der High-Tech-Anzüge drei Weltrekorde, drei Europarekorde und 13 nationale Bestmarken gab.
Gegen den Abwärtstrend
Das Team für die WM vom 17. Juli bis 2. August steht auch für einen Generationenwechsel. Gerade noch einmal neun Athleten sind dabei, die die deutschen Farben 2008 bei den Olympischen Spielen vertraten. In Peking waren die DSV-Schwimmer bis auf Steffens Doppel-Gold und Biedermanns Platz fünf über 200 Meter Freistil in keinem Endlauf vertreten. Bereits bei der WM in Melbourne 2007 hatte sich der Abwärtstrend mit lediglich drei Silbermedaillen und einer Bronzemedaille in den Becken-Wettbewerben bereits angekündigt.
Sportdirektor Lutz Buschkow und Bundestrainer Dirk Lange hatten daher die WM-Normen heraufgesetzt und angekündigt, nur Schwimmer mit erfüllten Normzeiten zwischen Platz acht und zwölf der Weltrangliste mitzunehmen. Einzige Ausnahme ist nun Lebherz, der über die 400 Meter Lagen trotz deutschen Rekords die WM-Norm knapp verpasst hatte. "Wir wollen damit ein Signal an die Jugend setzen, die Olympischen Spiele in London im Auge zu behalten und vor allem auf den längeren Strecken wieder in die internationale Spitze vorzudringen", sagte Lange.
Das deutsche Aufgebot:
Frauen (9):
Britta Steffen (Neukölln) Daniela Samulski (Essen) Kerstin Vogel (Köln) Sarah Poewe (Wuppertal/Uerdingen/Dormagen) Caroline Ruhnau (Essen) Daniela Schreiber (Halle/Saale) Petra Dallmann (Heidelberg) Isabelle Härle (Heidelberg) Annika Mehlhorn (Baunatal).
Männer (13):
Paul Biedermann (Halle/Saale) Helge Meeuw (Frankfurt) Thomas Rupprath (Rostock) Hendrik Feldwehr (Essen) Johannes Neumann (Riesa) Johannes Dietrich (Wiesbaden) Jan Wolfgarten (Würzburg) Felix Wolf (Potsdam) Marco Koch (Darmstadt) Clemens Rapp (Bad Saulgau) Steffen Deibler (Hamburg) Benjamin Starke (Berlin) Yannick Lebherz (Darmstadt).
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