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Beach-Duo Reckermann/Urbatzka Zweite in Stavanger

So 29 Jun, 17:31 Uhr


Stavanger (dpa) - Die deutschen Beachvolleyballer haben auch ohne Turniersieg mit den Plätzen zwei und drei beim Grand Slam im norwegischen Stavanger Medaillenhoffnungen für die Olympischen Spiele in Peking geschürt.

Das Duo Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka verpasste im Finale gegen die Weltmeister Todd Rogers/Phil Dalhausser (USA) zwar den ersten gemeinsamen Sieg, doch konnten sie neben 29 500 Dollar Preisgeld vor allem 720 Weltranglistenpunkte für die Peking- Qualifikation hinzugewinnen und mit insgesamt 3670 Punkten 400 Zähler auf die Zweiten David Klemperer/Eric Koreng (Hildesheim/Essen/4080) aufholen, die sich mit Rang neun begnügen mussten.

Die Spitzenreiter und Barcelona-Sieger Julius Brink/Christoph Dieckmann (Berlin/4480) haben ihre Führung drei Turniere vor Ende des Qualifikationszeitraums am 20. Juli um 220 Zähler aufgestockt. Die an zwei gesetzten Berliner belegten in der Endabrechnung nach einem 2:0 (21:16, 21:11) über Emiel Boersma/Bram Ronnes (Niederlande) den dritten Platz und kassierten 23 500 Dollar. Sie standen zum fünften Mal in diesem Jahr im Halbfinale, verpassten aber die vierte Endspiel-Teilnahme durch ein 1:2 (18:21, 21:15, 11:15) im deutschen Duell gegen Reckermann/Urbatzka. Bis dahin waren die Berliner in fünf Spielen erfolgreich gewesen.

Das Kölner Duo muss nach dem dritten gemeinsamen Endspiel weiter auf den ersten Sieg warten. Reckermann hatte mit seinem früheren und nicht mehr aktiven Partner Markus Dieckmann 2004 in Berlin und Rio de Janeiro Welttour-Turniere gewonnen. Gegen die erfahrenen Weltmeister reichte es nicht zur Revanche für die in Berlin im Viertelfinale erlittene 1:2-Niederlage. Ein 18:14-Vorsprung konnte im ersten Satz nicht behauptet werden, erst nach acht abgewehrten Satzbällen war der Durchgang beendet. Danach hatte das US-Duo leichteres Spiel und kassierte wie schon beim Sieg vor einer Woche in Paris 43 500 Dollar.

Bei den Frauen waren Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) wie in Berlin auf Platz fünf mit 13 200 Dollar Preisgeld sowie 480 Weltranglistenpunkten das beste deutsche Duo. Sie festigten in der Olympia-Qualifikation mit 3370 Punkten ihren zweiten Rang hinter Sara Goller/Laura Ludwig (Berlin/3710) und haben nun 370 Zähler Vorsprung vor Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich (Münster).

Ihre Ausnahmestellung bewiesen die dreimaligen Weltmeister und Athen-Olympiasieger Kerri Walsh/Misty May-Treanor (USA), die sich im Finale mit 2:0 (21:13, 21:14) gegen Karadassiou/Arvaniti (Griechenland) behaupteten. Nach Berlin und Paris gewannen die Amerikanerinnen damit alle drei bisherigen Grand Slams des Olympia-Jahres und feierten den insgesamt 34. Welttour-Erfolg. Inzwischen hat die WM-Dritte Juliana Felisberta Silva (Brasilien) angekündigt, trotz ihres Kreuzbandrisses von Paris an den Olympischen Spielen teilnehmen zu wollen. Sie verzichtet auf eine Operation und lässt sich nur konservativ behandeln.

 

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