Relegation - Drei Matchbälle für den Club

Eurosport - Fr 29.Mai. 15:49:00 2009

"Relegation 2009: Die Entscheidung" lautet die offizielle Betitelung für die mit Spannung erwarteten beiden Begegnungen zwischen Energie Cottbus und dem 1. FC Nürnberg. Nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg der "Clubberer" bei Energie ist die Entscheidung nach nur einer Partie wohl schon gefallen.

FOOTBALL 2008-2009 Relegation Cottbus-Nürnberg Boakye MIntal - 0

"Das ist ein enges Stadion, da wird es brennen", hatte Nürnbergs Trainer Michael Oenning im Vorfeld schon etwas mulmig auf das Match im Stadion der Freundschaft geblickt. Und zumindest nach dem Spiel brannte es auch. Erwischt hatte es die Sicherungen von Energies Offensivkraft Stiven Rivic. Der Kroate ließ seinen Frust an einem Pressevertreter in der Mixed Zone aus. Das überlegte und besonnene Auftreten des Journalisten verhinderte eine weitere Cottbuser Peinlichkeit an einem Abend mit ziemlich vielen Aussetzern.

"Man kann jedes Spiel verlieren, aber nicht so, wie wir das heute getan haben. Wir haben uns vor ganz Fußball-Deutschland blamiert", nahm Energie-Präsident Ulrich Lepsch dann auch kein Blatt vor den Mund. Lepsch weiter: "Mich stört vor allem der Leistungsabfall. Gegen Leverkusen waren wir noch so stark, ein paar Tage später kann man dann die Mannschaft nicht mehr wiedererkennen. Einfach unglaublich."

Radeljic fälscht unglücklich ab

Dabei hatte es aus Lausitzer Sicht gar nicht so schlecht angefangen. Das Team von Trainer Bojan Prasnikar begann mit derselben Formation wie gegen Leverkusen. Prasnikar verzichtete zunächst auf den wiedergenesenen Serben Ivica Iliev und brachte erneut Jiayi Shao auf dem linken Flügel. Der chinesische Nationalspieler war es auch, der die zu Beginn forsch aufspielenden Cottbuser nach Vorarbeit von Ervin Skela fast in Führung gebracht hätte, doch Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer parierte glänzend (7.). Sechs Minuten später passierte jedoch das, was Energie-Manager Steffen Heidrich vor der Begegnung mit "Kleinigkeiten, die ein Spiel entscheiden können" gemeint haben dürfte: Club-Stürmer Isaac Boakye zog aus gut 20 Metern ab und traf das Bein von Ivan Radeljic, von wo aus der Ball für die Cottbuser unglücklich und für Torhüter Gerhard Tremmel unhaltbar zum 0:1 ins Tor kullerte.

Es war aber nicht nur diese eine Kleinigkeit, welche das Spiel von Energie zusammenfallen ließ wie ein Kartenhaus. Mindestens genauso bitter wie der Treffer zum 0:1 dürfte sich für den Tabellen-16. der letzten Bundesliga-Saison die verletzungsbedingte Auswechslung von Emil Jula, dem einzig noch verbliebenen Angreifer im Aufgebot der Cottbuser, auf den weiteren Spielverlauf ausgewirkt haben. Prasnikar später: "Das Gegentor war tragisch, genauso wie die Verletzung von Jula. Wir hatten nach seinem Ausscheiden keinen Stürmer mehr."

"Lassen uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen"

Fortan war Energie bemüht, das Spiel zu machen, allein die Mittel fehlten: Shao konnte den verletzten Jula an vorderster Position nicht ersetzen, der eingewechselte Iliev blieb blass. Die Nürnberger dagegen standen kompakt und lauerten auf Konter, von denen einer zehn Minuten nach der Pause die 2:0-Führung einbrachte: Daniel Gygax bediente Christian Eigler, der den Ball über Tremmel hinweg ins Tor lupfte. Mit Boakyes 3:0 in den Schlussminuten scheint das von der DFL mit viel Pomp vermarktete Relegationsduell bereits entschieden.

"Man muss schon sehr viel Optimismus haben, um noch zu glauben, dass wir da noch was reißen können", sagte Lepsch, der nach der Partie bereits auf die nächste Saison blickte. "Wir werden jetzt eher für die zweite als für die erste Liga planen, das ist klar." Beim 1. FC Nürnberg dagegen gehen die Planungen in eine andere Richtung. Dessen Präsident Michael A. Roth war sich jedenfalls recht sicher, "dass wir uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen". Dabei, so Roth weiter, sei man eigentlich schon mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. "So haben wir natürlich einen Matchball." Im Tennis aber stünde es 40:0 und Nürnberg hätte drei Matchbälle.

Aus Cottbus berichtet Martin Einsiedler / Eurosport

Kommentare 1 - 18 of 18

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  1. Der Abstieg tut Cottbus mal wieder gut. Es muss sich­ mal wieder auf das wesentliche (Lust und Freude am­ Fußball-Spielen) konzentriert werden.
    Die Mannschaft­ hatte keinen Kampfgeist mehr, was sie eigentlich mal­ ausgezeichnet hat.

    Außerdem, immer positiv denken: Ich­ kann jetzt, wenn so geplant, die Spiele Montags auf DSF­ anschauen.

    Ein Cottbuser!!

    Von Anja H, am Sa 30.Mai. 0:32
  2. Die Ossiklubs sollen eine eigene Liga haben wo sie sich­ die Köpfe einschlagen können oder am besten zur­ russischen Liga wechseln Genossen.

    Von BaaderEnsslin, am Fr 29.Mai. 15:14
  3. Ich bin froh das es wieder Deutsche Fussball Bundesliga­ heist.

    Von BaaderEnsslin, am Fr 29.Mai. 15:12
  4. schade dass hier mehr über ost und west und so einen­ müll geschrieben wird, als einfach darüber dass­ nürnberg einfach die bessere mannschaft war und eine­ grandiose leistung gebracht hat..............
    club­ zurück in liga 1 und dass ist auch gut­ so.........

    trotzdem schade für cottbus weil sie im­ saison endspurt eine tolle leistung gezeigt haben und­ sie irgendwie doch fehlen in liga 1.......aber die­ kommen auch bald­ wieder........

    cluuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuub

    Von wir_sind_der_club, am Fr 29.Mai. 14:41
  5. Berlin liegt zwar im Osten, aber Hertha ist immer ein­ Westberliner Verein gewesen, insofern haben wir - wenn­ Cottbus nicht noch ein Wunder vollbringt - keinen­ Ost-Verein mehr in der Bundesliga. Bedauerlich für die­ Menschen im Osten, aber vielleicht schafft es ja in der­ übernächsten Saison ein Ostverein, einen russischen­ Milliardär als Sponsor zu finden und mit diesem­ finanziellen Rückhalt den Aufstieg anzustreben.

    Von Innenministerium Bayern, am Fr 29.Mai. 14:39
  6. Ich finde es zwar schade, wenn kein Club vom Osten oder­ ehemalige Ossis dabei sind.
    Aber geographisch liegt­ Berlin natürlich im Osten.

    Von daher ist im Osten doch­ noch ein Verein.

    Wenn man noch das denken von alten­ Begriffen von Ossis und Wessis hat - dann sollen diese­ Leute ruhig recht haben mit der Aussage, es ist kein­ Ossiverein mehr in der Bundesliga.

    Von Gerd Müller, am Fr 29.Mai. 13:56
  7. England - Schottland - Wales - Nord-Irland. Alle­ vereint unter der Krone. Aber 4­ selbstständige
    Fußballverbände. Auch wir hätten zwei­ Verbände im Fußball nebeneinander haben­ können.
    DDR-Liga und Bundesliga. ( Politisch natürlich­ gemeinsam unter der Krone von Angela M. ) Dadurch­ hätten aber Vereine wie Dresden, Magdeburg, Rostock­ usw.
    immer die Chancen auf den internationalen­ Wettbewerb gehabt. Siehe Schottland !! Automatisch­ würden viele Talente aus dem Westen auch in den Osten­ wechseln, um im Uefa-Cup usw. zu spielen. Warum wurde­ das
    nicht gemacht ? In absehbarer Zeit wird - stand­ heute - nie wieder ein Ostverein international spielen­ können.
    Das macht den Osten fußballerisch für Talente­ nicht gerade interessant.
    Statt Barca, Milan oder­ Real werden die Fußball-Fans im Osten nur Vereine wie ­ Sandhausen, Ahlen ect. zu sehen bekommen. Oder glaubt­ irgend jemand ernsthaft, dass ein Ostverein einmal­ unter die Top 5 der Bundesliga kommt ?? Zwei­ Profiligen nebeneinander würde auch bedeuten : weniger­ mittelmäßige
    Ausländer = mehr Platz für eigene Talente­ = bessere Qualität der Auswahlmannschaften.
    Schade­ drumm.

    Von reinhold p, am Fr 29.Mai. 13:43
  8. @ Olaf K.
    Hertha hat in der Bundesliga gespielt, also­ ist es kein Ostverein du Depp!
    Musst dich mal schlau­ machen.
    Ist man bei Eurosport eig nur von Idioten­ umgeben?

    @franzb08

    Hast vollkommen Recht, dass Berlin­ geographisch im Osten liegt, die Hertha aber nicht
    Also­ wenn Cottbus weg ist dann gibt es keine Ostvereine mehr­ in der Bundesliga!

    Von ratingen89, am Fr 29.Mai. 13:15
  9. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    nürnberg steigt eh wieder ab.hoffentlich. noch so ein­ mist wie gladbach

    Von leo, am Fr 29.Mai. 12:38
  10. Wenn diese Kommentare hier das Gedankengut der "­ Fans" sind, dann bin ich aber froh das ich kein­ Fussballfan bin!
    Denkt mal drüber nach!!

    Von Uwe, am Fr 29.Mai. 11:54
  11. Ich stimme Erwin S. zu - Fußball, bzw. der Sport IST­ NICHT DIE FORTSETZUNG DER GESELLSCHAFTSPOLITIK mit­ anderen Mitteln - wo sind wir denn hier?

    Von Thomas F, am Fr 29.Mai. 11:38
  12. Hurra, hurra, der Club der is jetzt wieder da, hurra,­ hurra, der FCN ist da.... Für die Cottbus - Fans: Ihr­ macht jetzt das durch, was wir letztes jahr durchmachen­ mussten. Sucht euch doch schon mal in Franken eine­ schöne Bleibe für das Spiel in FÜRTH nächstes Jahr.­ Sing: "Cottbusfans, Cottbusfans, nehmt euch Montag­ frei - denn da kommt im DSF in die Bundesliga 2"­ !!

    Von Thomas F, am Fr 29.Mai. 11:34
  13. Hallo Leute,
    geht's noch? was ist den hier los?­ Hab' gedacht es geht nur um Fußball.
    Klar ist es­ für die Leute im Osten traurig wenn keine Mannschaft­ mehr in der 1. Bundesliga spielt.
    Aber gestern war doch­ der Club eindeutig die bessere Mannschaft und hätte­ leicht ein oder zwei Tore mehr
    schiessen können.
    Kopf­ hoch Cottbuser. Es geht immer irgendwie weiter und es­ kommen auch für euch wieder bessere Zeiten.
    Ein­ "Cluberer".

    Von Erwin S, am Fr 29.Mai. 11:30
  14. Alles Hirnlose hier.Ales ist Deutsch ob Ost oder­ West.Und das nur weil der Club die eindeutig bessere­ Mannschaft war.Aber alle hier reden nur von Ost und­ West,was seid ihr nur für jämmerliche Gestalten.

    Ein­ treuer Cluberer

    Von Eisi, am Fr 29.Mai. 10:51
  15. ja stimmt olaf k,
    ossi vereine und spieler waren, sind­ , und werden gut sein. ich bin ausländer hier aber ich­ weis das berlin im osten der republik liegt, oder irre­ ich mich? klärt mich bitte auf wenn ich falsch liege ,­ weil ich denke das franzb08 bestimmt nicht aus europa­ kommt.
    ahaahahhahahhaaha

    Von Paul, am Fr 29.Mai. 10:48
  16. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Ossifrei jetzt auch in der Ersten liga! Pleiten,Pech­ und Pannen dieser Sozialschmarotzer Gesellschaft­ !
    Jetzt hats auch den Fussball erwischt!
    Es zieht sich­ wie ein roter Faden durch den Arbeiter und Bauern­ Staat,
    mit Miliarden vollgepumt,aber ohne Ergebnis,ein­ Fass ohne Boden!
    Am besten,den Zaun wieder aufbauen und­ einen Freizeitpark draus machen !!!
    HB/

    Von jh.braun, am Fr 29.Mai. 10:48
  17. Ja die Cottbuser haben sich nach den Erfolg gg­ Leverkusen selbst groß überschätzt.Wär das nicht­ gesehen hat das Leverkusen mit einem o.gar keinem Bein­ gespielt hat ,tut mir Aufrichtig Leid.Mit der­ Relegation da habe ich meine eigene Meinung darüber.Ist­ schon richtig so das die Nürnberger oben'd auf­ sind.
    Einer der im Ossiland lebt

    Von günter, am Fr 29.Mai. 10:43
  18. @ olaf k, reg dich nicht auf, im ehemaligen­ "Westen" gibt es neidende Idioten die es­ selber zu nichts gebracht haben und im ehemaligen­ "Osten" immer noch ein paar rote Socken die­ der Vergangenheit nachtrauern. In absehbarer Zeit sind­ beide ausgestorben, das Gleiche passierte schon den­ Dinosauriern, zu massiver Körper, zu kleines Hirn und­ deshalb nicht mehr zeitgemäss ;-)

    Von Sven S, am Fr 29.Mai. 10:39
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