Glen Chorny gewinnt das EPT-Finale

Eurosport - Di 29.Apr. 15:09:00 2008

Glen Chorny gewann das Finale der European Poker-Tour in Monte Carlo und setzte sich hierbei aus einem 842 Pokerspieler umfassenden Teilnehmerfeld durch.

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Die European Poker Tour gehört im vierten Jahr ihres Bestehens zu den weltweit führenden Turnierserien. 2004 startete die vom TV-Produzent John Duthie aus der Taufe gehobene Serie in Anlehnung an die in den USA sehr erfolgreiche WPT (World Poker Tour).

Schon bald konnte die ständig wachsende Turnierserie durch große Preisgelder internationale Stars für sich gewinnen. Im vierten Jahr machte die EPT in Barcelona, London, Baden, Dublin, Prag, in der Karibik, Dortmund, Kopenhagen, Warschau und San Remo halt.

Showdown in Monte Carlo

Das große Finale fand 2008 wieder in Monte Carlo statt. Hier kam es mit 842 Teilnehmern zu einer Rekordbeteiligung der Pokerbegeisterten. Es wurden internationale Stars wie Greg Raymer, Barry Greenstein, Chris Moneymaker, Gus Hansen, Tony G, Joe Hachem, Daniel Negreanu, Marcel Luske, Vanessa Rousso, Lee Nelson, Humberto Brenes, Isabelle Mercier, Roland de Wolfe, Liz Lieu, Annette Obrestad, Patrik Antonius und Jeff Lisandro gesichtet. Der Gewinner des Vorjahres Gavin Griffin meldete sich ebenfalls zurück.

Gespielt wurden die für EPT üblichen zwei Starttage. Das Teilnehmerfeld wurde am zweiten Turniertag zusammengeführt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch 382 Spieler im Rennen.

Viel Pokerprominenz musste bereits vor Tag zwei das Turnier verlassen. So ärgerte sich auch die deutsche Pokerlady und Bracelet-Gewinnerin Katja Thater über ihr vorzeitiges Ausscheiden. Ähnlich erging es Chris Moneymaker, ElkY Grospellier und Michael Keiner.

Als Chipleader startete der Franzose Cyril Bensoussan mit 128.000 Chips in den zweiten Tag.

Bester Deutscher war zu diesem Zeitpunkt Thomas Boekhoff mit 83.000 Chips. WSOP-Sieger Joe Hachem hatte noch 41.000 und Pokerstar Daniel Negreanu hielt noch 26.000.

Erst am dritten Tag des Turniers waren von den 842 Startern nur noch 80 Spieler übrig, die alle die Geldpreisränge erreicht hatten.

Der vierte Tag des Turniers sollte bis auf die letzten acht Finalisten herunter gespielt werden. Noch 40 Spieler waren zu diesem Zeitpunkt im Turnier. Im Fokus der Aufmerksamkeit standen Joe Hachem und Antonio Esfandiari, der das Feld mit mehr als einer Millionen Chips anführte.

Es sollte eine lange Nacht für die Pokerspieler werden. Die Gruppe der letzten Spieler wollte sich einfach nicht weiter dezimieren lassen und Turnierdirektor Thomas Kremser musste den Spieltag mit zehn verbleibenden Spielern beenden. Ganz hart kam es für den Weltmeister Joe Hachem aus Australien. Er verlor die letzte Hand des Tages gegen Isaac Baron und musste das Turnier auf Platz 11 verlassen. Hachem erhielt für seine Leistung 101.000 Euro.

Die letzten verbleibenden Spieler des Wettbewerbs waren:

Glen Chorny Kanada 3.370.000

Isaac Baron USA 2.365.000

Michael Martin USA 1.579.000

Maxime Villemure Kanada 1.220.000

Denes Kalo Ungarn 957.000

Antonio Esfandiari USA 735.000

Luca Pagano Italien 705.000

Valeriy Ilikyan Russland 650.000

Stig Top-Rasmussen Dänemark 590.000

Henrik Gwinner Dänemark 466.000

Am letzten Tag des Turniers musste zunächst der Final-Table ermittelt werden. Die beiden Dänen Gwinner und Rasmussen schieden auf den Plätzen neun und zehn aus.

Den Final Table verließ unerwartet der bisherige Favorit Antonio Esfandiari zuerst. Er schied gegen Luca Pagano aus Italien aus. Der Italiener hatte bis vor kurzem noch zusammen mit seinem Vater, der auf Platz 22 ausgeschieden ist, das Turnier bestritten.

Schon bald gelang es dem späteren Sieger Glen Chorny die Führung am Tisch zu übernehmen. Der 22-jährige Online-Qualifikant aus Kanada entschied das Turnier für sich und gewann 2 Millionen Euro. Am Ende der Partie war der junge Spieler seinem Gegner aus Ungarn fast 10 zu 1 an Chips überlegen. Glen Chorny brauchte nur zwei Hände um Denes Kalo auf Platz 2 aus dem Turnier zu befördern und sich den Titel zu sichern.

Glen ist Online-Pro und lebt in Ontario/Kanada. Er hat bereits einige große Live-Turnierturniere gespielt. Allein im Januar konnte er zwei Turnier mit jeweils über 80.000$ Gewinn bestreiten. Online spielt er eher Cashgames.

Chornys Sieg markiert das Ende einer großartigen Turnier-Saison. Die EPT kehrt erwartungsgemäß nach dem Sommer zurück und wird erneut den Mittelpunkt des europäischen Turnierpokers bilden.

Top 10 in Monte Carlo:

1. Glen Chorny Kanada 2.020.000

2. Denes Kalo Ungarn 1.179.000

3. Maxime Villemure Kanada 715.000

4. Isaac Baron USA 589.000

5. Michael Martin USA 421.000

6. Luca Pagano Italien 337.000

7. Valeriy Ilikyan Russland 253.000

8. Antonio Esfandiari USA 168.000

9. Henrik Gwinner Dänemark 126.000

10. Stig Top Rasmussen Dänemark 126.000

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