Eurosport - Fr 29.Feb. 15:53:00 2008
Eric Frenzel hat erst auf der Zielgeraden seinen zweiten Weltcupsieg bei den Nordischen Kombinierern verpasst. Ein Sturz auf den letzten Metern verhinderte den Triumph des 20-Jährigen im Einzelwettkampf in Lahti. Von Frenzels Pech profitierte der Norweger Petter Tande. Dritter wurde Ronny Ackermann.
"Im Eifer des Gefechts habe ich mir die Stöcke zwischen die Ski gesteckt, so kam es zum Sturz", sagte Frenzel, der trotz den Missgeschicks mit seinem Wettkampf zufrieden war: "Es war ein geiles Rennen."
Schon im Springen kam der Oberwiesenthaler gut zurecht und lag vor dem 15km-Langlauf nur zehn Sekunden hinter dem führenden Österreicher David Zauner. Schon nach knapp zweieinhalb Kilometern hatte Frenzel die Lücke geschlossen und sich schnell die Führung erobert. Dabei erfüllte er genau die Vorgaben von Bundestrainer Hermann Weinbuch. "Er hat gesagt, ich soll mein Rennen laufen und sofern einer kommt, soll ich dran bleiben."
Ackermann vor Gesamtweltcup-Sieg
Das tat der 20-Jährige, als sich Tande - Fünfter nach dem Springen - nach gut sechs Kilometern an ihm vorbeischob. Von da an liefen die beiden im Duett über die schwierigen Strecken in den südfinnischen Wäldern. Gefahr von hinten musste das Duo nicht fürchten, einzig der Führende im Gesamtweltcup, Ronny Ackermann, setzte den Spitzenreitern nach, kam jedoch nie in Schlagdistanz. "Ich habe versucht, ein engagiertes Rennen zu laufen. Das hat ja auch ganz gut geklappt", freute sich Ackermann, der von Platz acht noch die dritte Postion nach vorne lief und damit seine Führung im Gesamt-Klassement ausbauen konnte (1100 Punkte). Da sein ärgster Kontrahent im Kampf um die große Kristallkugel, Bill Demong (863), nur Zwölfter wurde, kann Ackermann beim anstehenden Sprint seinen dritten Gesamtweltcup-Sieg bereits perfekt machen.
Björn Kircheisen auf Rang fünf rundete das gute deutsche Mannschaftsergebnis ab. "Ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs", lobte Bundestrainer Weinbuch und schloss dabei wohl auch Sebastian Haseney (27.), Georg Hettich (28.), Tom Beetz (29.) und Matthias Menz (32.) mit ein, obwohl sie nicht ganz vorne mit dabei waren.
Der viermalige Gesamtweltcup-Sieger Hannu Manninen, der in dieser Saison noch nicht so recht in Tritt gekommen war, ließ beim Heimspiel seine läuferische Klasse aufblitzen. Von Position 30 nach dem Springen arbeitete sich der Finne stetig nach vorne und erfreute die Zuschauer in Lahti mit einem vierten Platz.
Fabian Kunze / Eurosport