Eurosport - Di 29.Jan. 14:35:00 2008
Das deutsche Daviscup-Team wird mit Philipp Kohlschreiber an der Spitze die Erstrunden-Partie gegen Südkorea (8. bis 10. Februar) angehen. Nicolas Kiefer hingegen wurde von Kapitän Patrik Kühnen nicht berücksichtigt, Michael Berrer feiert seine Premiere im DTB-Team.
Fehlen werden auch die verletzten Doppelspieler Alexander Waske und Michael Kohlmann. Berrer steht hingegen zum ersten Mal im Aufgebot des Deutschen Tennis-Bundes. Komplettieren werden das Team Florian Mayer und Philipp Petzschner
Dass der verletzte Tommy Haas auf Kühnens Liste fehlt, ist keine Überraschung. Die Tatsache, dass Kiefer nicht dabei ist, schon eher. Die deutschen Fans rechneten fest mit der Nominierung des Hannoveraners nach dessen langer Verletzungspause "Sein Comeback war sensationell, keine Frage. Aber hier ist mir das Risiko zu groß", begründete Kühnen seine Entscheidung gegen Kiefer. "Kiwi gehört natürlich zum erweiterten Kreis des Teams, wird aber leider immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen." Der 30-Jährige laborierte zuletzt an einer Fußverletzung. Bei den Australian Open scheiterte Kiefer bereits in der ersten Runde.
Kohlschreibers Auftrag: Die Führungsrolle übernehmen
Kohlschreiber empfahl sich mit seinem Sieg beim Vorbereitungsturnier in Auckland und dem darauffolgenden starken Auftritt in Melbourne für höhere Aufgaben. Eine davon heißt: Die Führungsrolle übernehmen. "Philipp hat im vergangenen Jahr einen großen Schritt in Richtung Weltspitze gemacht und in den ersten Wochen des Jahres seinen erfolgreichen Weg weiter fortgesetzt", so Kühnen. Mit dem formstarken Augsburger an der Spitze will das DTB-Team die Aufsteiger aus Asien um Top-Spieler Hyung-Taik Lee stoppen.
Für Berrer geht mit der Nominierung ein Traum in Erfüllung. "Es ist für mich eine Ehre, für Deutschland zu spielen. Ich freue mich auf meine erste Daviscup-Woche. Da werde ich einiges lernen können", kommentierte der 100-Kilo-Mann seine Berufung gegenüber Eurosport, betonte aber sogleich, dass natürlich der Erfolg des Teams im Vordergrund stehe: "Das Wichtigste ist, dass wir Südkorea schlagen. Auf dem Papier sieht das nach einer klaren Sache aus, aber wir müssen voll konzentriert zu Werke gehen."
Der 27-Jährige überzeugte Kühnen mit einer couragierten Leistung bei den Australian Open. Aber schon davor geriet der Stuttgarter immer mehr in den Fokus des Kapitäns. "Michael hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich in der Weltrangliste nach oben gearbeitet und ist auf dem Sprung in die Top 50", sagt Kühnen über den an Position 65 geführten Berrer.
Stefan Zürn / Eurosport