Bundesliga - Nun buhlt auch der BVB um Reus
Der FC Bayern will ihn, die Gladbacher wollen ihn behalten und nun ist auch Borussia Dortmund in den Transferpoker um Marco Reus eingestiegen - und der Meister soll dabei gute Karten haben. Laut Meldung der "WAZ" habe es bereits ein Treffen zwischen Reus und Dortmunder Verantwortlichen gegeben.
Von Petra Philippsen
Momentan kommt Marco Reus selbst in seinem Urlaub kaum zur Ruhe. Den hatte er sich nach der üblen Attacke von Schalkes Jermaine Jones eigentlich redlich verdient, doch nun geht auch noch das Transfer-Gezerre um das Gladbacher Juwel in die nächste Dimension.
"Tendiert mehr zu Dortmund"
Erst wurde Reus nur vom FC Bayern heftigst umworben, jetzt soll auch Borussia Dortmund beim Vertragspoker mitmischen – und offenbar sehr gute Karten haben. Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtet, soll es ein Treffen zwischen Reus und Vertretern des BVB gegeben haben. Die Zeitung zitiert eine nicht namentlich genannte Quelle mit der Aussage: "Der Spieler tendiert mehr zu Dortmund als zu Bayern."
Was spricht für einen Wechsel zum deutschen Meister? Reus ist in Dortmund geboren, spielte beim BVB bereits bis zur B-Jugend und seine Familie wie auch die Freundin leben nach wie vor in der Stadt. Reus hat die freie Auswahl und will sich nun im Urlaub wohl Gedanken über seine Zukunft machen. Der 22-Jährige ist zwar bis zum Sommer 2015 vertraglich an Borussia Mönchengladbach gebunden, doch für eine festgeschriebene Ablösesumme dürfte Reus jeweils zum Saisonende den Verein verlassen. Momentan wird diese Summe auf 18 Millionen Euro geschätzt.
Dortmund bestätigt noch nichts
In dieser Dimension wollte man bei den Dortmundern seit den Finanzschwierigkeiten vor sechs Jahren eigentlich nicht mehr investieren, doch man will sich scheinbar rüsten für die Zeit, wenn ihre eigenen Juwele wie Mario Götze nicht mehr zu halten sind. Gibt der BVB selbst ein bis zwei Spieler ab, wäre genügend Kapital für Reus vorhanden. Doch offiziell wollen sich die Dortmunder bisher nicht festlegen. "Ich äußere mich grundsätzlich nicht über Spieler, die nicht bei Borussia Dortmund unter Vertrag stehen", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke der "WAZ".
Auch von Reus selbst war bisher niemals deutlich von seinen definitiven Wechselabsichten die Rede. Möglich ist daher auch, dass er in der nächsten Saison noch bei den "Fohlen" bleibt. Sehr wahrscheinlich ist es aber wohl nicht. Stößt der BVB das Transferkarussell im Winter tatsächlich an, wird es eine Kettenreaktion auslösen. Der Bundesliga stehen ein paar heiße Wochen bevor.
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