Eurosport - Fr 27.Nov. 16:22:00 2009
Beim ersten Team-Wettbewerb der Skisprung-Saison hat Deutschland im finnischen Kuusamo mit Rang zwei einen Start nach Maß erwischt. Bis zum letzten Sprung war für das Team um Martin Schmitt sogar der Sieg drin, dann aber wurde man von Österreich abgefangen. Platz drei ging an Lokalmatador Finnland.
Für die vom österreichischen Skisprung-Experten Andreas Goldberger zuvor als "Außenseiter" bezeichneten Deutschen wäre es der erste Erfolg in einem Team-Wettbewerb seit Januar 2005 gewesen.
"Das war ein optimaler Start in den Winter. Was das Team geleistet hat, war fantastisch. Es war ein toller Auftritt. Martin hat einen kleinen Fehler gemacht. Wir sollten mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Aber ich muss auch sagen: So viele Siegchancen bekommt man in einer Saison nicht", bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster.
Über die gesamte Distanz des Wettkampfes hielten sich Martin Schmitt (Furtwangen), Michael Uhrmann (Rastbüchl), Michael Neumayer (Berchtesgaden) und Pascal Bodmer (Meßstetten) hinter Österreich in Lauerstellung auf Rang zwei, bis ausgerechnet Superstar Gregor Schlierenzauer als vorletzter ÖSV-Springer im zweiten Durchgang patzte.
Bodmer sticht "Schlieri" aus
Der Gesamtweltcup-Sieger der vergangenen Saison hatte mit miserablen Windverhältnissen zu kämpfen und landete auf der Großschanze bereits nach 112 Metern. Weil Deutschlands Nachwuchs-Hoffnung Bodmer wenige Minuten zuvor 135 Meter weit gesprungen war, wechselte plötzlich die Führung.
Doch der 135-Meter-Satz im Finale war noch nicht einmal das Beste, was Bodmer an diesem Tag zu bieten hatte. Bereits im ersten Durchgang sprang der 18-Jährige 138,5 Meter weit. "Das war der beste Sprung in diesem Winter", stellte er fest und fügte an: "Es ist mir in der Vergangenheit nicht immer gelungen, im Wettkampf das zu zeigen, was ich kann. Daher bin ich sehr zufrieden."
Schmitt wackelt in Drucksituation
In der letzten Startgruppe kam es schließlich zum Duell zwischen Thomas Morgenstern und Schmitt. Morgenstern setzte den Furtwanger mit einem 139-Meter-Satz unter Druck und der wackelte bei seinem finalen Sprung im ersten Flug-Drittel leicht. Schmitt setzte bei der 123-Meter-Marke auf dem Landehügel auf und Österreich stand mit 14,4 Punkten Vorsprung als Sieger fest.
"Schade, dass es nicht ganz geklappt hat. Ich freue mich aber über den Podestplatz und die kompakte Teamleistung. Das konnte sich sehen lassen und gibt uns ein gutes Gefühl", meinte Schmitt. "Wir haben gezeigt, dass wir vorne mithalten können und uns vor keinem Team verstecken müssen."
Finnen feiern Ahonen-Comeback
Neben Deutschland sorgte auch das Team aus der Schweiz für eine Überraschung. Simon Ammann, der nach seinen fünf Weltcup-Siegen zu Beginn der vergangenen Saison auch in diesem Jahr wieder eine gute Frühform zu haben scheint, setzte mit 145,5 Metern den weitesten Sprung des Tages und führte seine junge Mannschaft auf den sechsten Rang. Team-Kollege Andreas Küttel freute sich: "Ich glaube, jetzt müssen wir die Frage, ob wir einen guten Nachwuchs haben, nicht mehr beantworten."
Schlechter als gedacht startete Norwegen in die Saison. Die Skandinavier belegten in Kuusamo nur den enttäuschenden siebten Platz. Weder Anders Jacobsen noch Björn Einar Romoeren, Kenneth Gangnes oder Johan Remen Evensen konnten überzeugen. Ganz anders Janne Ahonen. Der finnische Volksheld sprang bei seinem Comeback im zweiten Durchgang auf 140 Meter und wurde von der Menge gefeiert wie eh und je.
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Kommentare 1 - 11 of 11
@ConTiki:
Ja, also Curling reisst mich auch immer unwahrscheinlich mit.........
Da naht der Herzkasper......
biathlon wie willstn das manipulieren?^^.....
naja die russen lassen sich beim dopen noch erwischen.....und naja höchstens dass mal wiede rbehaupttet wird eien hätte ne abkürzung genommen und keine kamera hats gesehen^^
der milka hat wie so oft die nerven eines vorschulkindes gezeigt.
@ nehcbes
wenns dir nicht passt schalt halt hab. Eurosport mutet einem zu mindest ständig nicht diese dummen fragen-dröge antworten interviews zu wo nie was bei rum kommt und man den springern schon ansieht wie begeistert sie sind wenn ihnen direkt nach dem sprung ein mikro unter die nase gedrueckt wird.
Ich fand Pascal Bodmers Leistung auch recht fulminant ;)
Vielleicht mal wieder ein Lichtblick auf jemanden der in ein paar Jahren ganz vorne mitspringen kann!
"Fulminant" ist vielleicht die sehr hohe Leistung von Wiedereinsteiger Ahonen!
ja also dieses jahr kann deutschland angreifen jede manschaft ausser Österreich haben nur 2 topspringer wo unter den 1. 10-15 der weld mitspringen können dieses jahr hat deutschland 3 gute topspringer
Absolut, leider steht mir für Dezember noch ein bisschen die Uni im Wege, um wirklich gemütliche Sonntage zu haben. Gerade Biathlon und Alpin sind meine absouten Favoriten und dann auch noch Olympia, Wintersportherz, was willste mehr ;)
Und die Wettmafia hat es glaub ich sehr schwer im Wintersport, es sein denn sie kauft sämtliche Richter beim Skispringen oder Eiskunstlaufen ;)
@ ConTiki,
ich hab gehört im Hallenjojo soll es auch illegale Wettmethoden geben, hast Du etwas darüber gehört???
Kuusamo - Fulminanter Start für DSV-Springer, bleibt mal auf dem Teppich Eurosport. Das war der erste Wettkampf, sobald es dann wieder etwas schlechter läuft, spring der Siggi H. doch sowieso wieder aus der Hose.
Ziiiiieh Duffi, ziiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieh!
Ach Leute,ich freue mich einfach auf gemütliche verkaterte Sonntage,schön abhängen auf der Couch,Biathlon,Curling und Skispringen gucken,dabei etwas leckeres futtern... herrlich. Oder hat sich etwa die Wettmafia den Wintersport ausgesucht,um dort ihr Unwesen weiter zu treiben? Gerade im Biathlon wäre es ja ein Leichtes,an Ergebnissen herum zu manipulieren.
Was meint ihr?
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