Eurosport - Di 27.Okt. 17:22:00 2009
Was er Jungstar Thomas Müller geflüstert hat, warum er einem Angebot des Hamburger SV nicht nachtrauert und sich auf das DFB-Pokalachtelfinale gegen Bayern München sowie Mario Gomez freut, verriet der 28-jährige Eintracht-Verteidiger Maik Franz unserem Reporter Jürgen Heide.
Herr Franz, haben Sie die Niederlage in München schon verdaut?
Maik Franz: Sie war extrem ärgerlich, auch weil nach unserer 1:0-Führung Schiedsrichter Drees Alex Meier auf dem Weg zum 2:0 zurückgepfiffen hat, obwohl das weit und breit kein Abseits war. Aber insgesamt war Bayern besser und hat verdient gewonnen. Wenn wir 2:0 gewonnen hätten, wären wir überglücklich gewesen und bei Bayern hätte richtig der Baum gebrannt, was nicht so schlecht gewesen wäre.
Sie persönlich haben bis zum 2:1-Siegtor von Daniel van Buyten sehr gut gespielt.
Franz: Ja, da stand ich von ihm einen Schritt zu weit weg.
Waren Sie auf seinen von Bayern-Trainer Louis van Gaal angewiesenen Vorstoß vorbereitet?
Franz: Ja, dass hat uns nicht überrascht, aber du kannst dich gegen Bayern nicht nur auf ihn konzentrieren, weil sie noch einige andere Spieler haben, die die entscheidende Situation fahren können. Unser Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat das gut gesagt, dass überall über van Gaal gesprochen wird und wie toll er das gemacht hat, aber kein Wort wird darüber verloren, dass der Schiri bei Meier die entscheidende Situation falsch gesehen hat. Obwohl wir die schlechtere Mannschaft waren, hätten wir in München gewinnen können und dann hätte keiner gesagt, super van Gaal, sondern alle super Frankfurt.
Sie sind mit Bayern-Jungstar Thomas Müller aneinandergeraten.
Franz: Ich habe ihm gesagt, dass er seine Schwalben lassen soll. Einmal ist es ja okay, aber nicht mehrmals. Der Schiri hat mir gesagt, ich gebe dir kein Gelb, weil du ihn nicht berührt hast. Da habe ich gesagt, dass müssen sie aber in die andere Richtung pfeifen, aber das hat er nicht gemacht. Vielleicht wird wegen dem Namen Bayern München so ein Ding nicht gepfiffen, was nicht so toll ist, wenn man der Gegner ist. Müller ist ein Superspieler und hat eine große Zukunft vor sich, aber da hat er eine Seite gezeigt, die er nicht nötig hat.
Sie sind auch kein Unschuldslamm und haben sich vor 18 Monaten im Karlsruher Trikot nacheinander mit dem damaligen Stuttgarter Mario Gomez und Ioannis Amanatidis gezofft. Mit Letzterem, der nun Ihr Mitspieler ist, haben Sie sich ausgesprochen. Mit Gomez, der Sie wegen ihres harten Einsteigens vor der Kamera als Arschloch titulierte, auch?
Franz: Nein, er ignoriert mich, ich ignoriere ihn. Das ist auch okay. Ich habe mir da nichts vorzuwerfen. Der Einzige, der was dazu hätte sagen können, wäre er gewesen. Das hat er nicht, was mir aber egal ist. Das ist abgehakt. Er ist ein sehr guter Stürmer.
...auf den Sie morgen direkt treffen könnten, weil Sie wohl wieder in der Innenverteidigung spielen, statt wie in München rechts zu verteidigen.
Franz: Ja, dass kann passieren und ich würde mich darauf freuen, weil es schön ist, wenn man sich mit guten Spielern messen kann. Ich würde mich auch freuen, in die Innenverteidigung zu rücken, weil das meine Stammposition ist. Gegen Gomez zu spielen, wäre ein schönes Duell, bei dem es bestimmt auch schön zur Sache gehen wird.
Hat Ihnen die Geschichte mit Gomez geschadet?
Franz: Diese wurde damals hochgespielt. Das war schon extrem. Weniger für mich, als für mein Umfeld. So bekam meine Mutter, die Lehrerin ist, in der Schule gesagt, sie solle erst mal ihren Sohn erziehen. Ich habe durch die Geschichte meinen Namen und mein Image weg. Mittlerweile finde ich das gar nicht so verkehrt. Durch so eine Situation kann man reifen, weil man lernt, mit anderen Situationen besser umzugehen. Es hat mich als Fußballer weitergebracht, auch wenn es damals sehr hart war.
Sie kokettieren auch mit Ihrem Image als Raubein und sind auf Ihrer Homepage unter
Franz: Ich finde das ganz witzig. Wenn man in so eine Richtung gedrängt wird, kann man das ja auch für sich nutzen. Das versuche ich und das wird von den Fans auch gut angenommen. Ich bin stolz, dass ich schon neun Jahre Profi bin. Es gibt die Zauberer und Schönspieler, aber auch die Kämpfer wie Bayern-Kapitän Mark van Bommel. Der führt die Mannschaft und hat eine ganz andere Ausstrahlung. Es ist für Mannschaften wichtig, solche Spieler zu haben.
Wie würden Sie ihre Spielweise beschreiben?
Franz: Aggressiv, denn ich bin Verteidiger, das ist mein Job, aber keiner, der einen umhaut. Außer Per Mertesacker und Serdar Tasci sowie früher Franz Beckenbauer, gibt es in Deutschland keine Verteidiger, die alles spielerisch lösen. Mir kommt es manchmal so vor, dass man sich für seine aggressive Spielweise rechtfertigen muss. Ich versuche zudem, auch durch Emotionen aufzurütteln. Wegen dieser Spielweise hat mich Frankfurt verpflichtet. Auch der HSV, Köln und Hannover waren sehr an mir interessiert.
Trauern Sie einem Engagement beim Zweiten aus Hamburg nicht nach?
Franz: Nein, ich bin rundum zufrieden, nachdem meine Freundin jetzt auch hier wohnt. Wer weiß, vielleicht hätte ich in Hamburg nur auf der Bank gehockt. Ex-HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer sagte mir damals, dass ich mit einem Wechsel noch warten solle, bis der neue HSV-Trainer feststeht. Aber mein Berater Jörg Neubauer und ich hatten mit Herrn Bruchhagen schon final verhandelt. Frankfurt hatte sich schon unter Ex-Coach Friedhelm Funkel sehr um mich bemüht. Ich fand das cool, weil ich zu einem Traditionsverein wollte, nachdem ich in Karlsruhe gemerkt hatte, wie schön es sein kann, wenn in der Stadt Fußball gelebt wird, was zuvor in Wolfsburg nicht der Fall war, weil dort die Fanlandschaft fehlte.
Wie groß sind die Chancen, die Bayern zu schlagen?
Franz: Ich habe das Gefühl, dass da was gehen kann. Die Partie wird auf jeden Fall ein heißes Spiel. Wir wollen unbedingt weiterkommen. Das Stadion ist ausverkauft, es ist ein Flutlichtspiel. Für einen Fußballer gibt es kaum etwas Schöneres. Bayern ist zwar Favorit, aber wenn es bei uns etwas besser läuft, werden wir definitiv eine Chance haben, für eine Überraschung zu sorgen. Wir müssen uns nicht kleiner machen, als wir sind. Wir sind definitiv eine gute Mannschaft. Das wird kein Spaziergang für die Bayern werden. Dass sie zu schlagen sind, haben Mainz, der HSV und Bordeaux schon gezeigt.
Tipp:
Verfolgen Sie das zweite Aufeinandertreffen zwischen Eintracht Frankfurt und Bayern München im DFB-Pokalachtelfinale am Mittwoch ab 20:30 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de.
Kommentare 17 - 36 of 36
Dieser Franz ist ein Großmaul wie es besser nicht mehr geht.
Schießt einen Bock nach dem anderen.
Gegen die Truppe hätte Scholls Ersatzmannschaft ausgereicht.
Bei der Eintracht ist "irgendwie/irgendwo" der Wurm drin. Nicht nur Schuld der Trainer
Franz hat Recht behalten. Es war für den FCB tatsächlich kein Spaziergang - war auch gar nicht nötig. Angesichts der Eintracht-Leistung hätten sich die Bayern-Spieler genau so gut in die Hängematte legen können!
Verbal ist der Franz bestimmt gut, glaubt er.
Aber sich mit Luca anlegen das ist Übermut.
0 : 4 steht auf der Quittung!
angekündigte Wunder finden selten statt ...trotzdem bin ich überrascht von der
harmlosigkeit und fehleranfälligkeit auf eigenem Platz ... eine ganz andere
Mannschaft als zuletzt
mlg
Gerade ist es für Bayern ein Spaziergang, schon 4:0
Immer diese arroganten Frankfurter Würtschen...
Der Sieg ist unser!
bayern spieler sind verwöhnte pussies.
hoffe das heute abend
die erste schlappe für die weiss würschte gibt
klarer sieg für bayern!!!
Mal ein spontanes Interview und nicht von der Sorte Bayern Spieler, die festgelegte Aussagen im Vorfeld haben und somit immer nur das gleiche wiederholen (ausser Gomez, der heult lieber :D)
Er ist schon das was Gomez zu ihm gesagt hat. Aber auf der anderen Seite zeigt er durch die Art wie er damit umgeht, daß ein reifer Profi in ihm steckt.
Den Appelsaft Trinker zeigen wir mal was Fußball ist.
Nicht nur hinten rein stellen und abwarten.
Let's go FCB
Den Appelsaft Trinker zeigen wir mal was Fußball ist.
Nicht nur hinten rein stellen und abwarten.
Let's go FCB
müller wird jetzt dann untergehen wie toni kroos der war ja auch mal ein jahrhundertalent das gleiche wird müller auch werden, nur müller ist noch ein stück unfairer als kroos.
Wenn Äppelwoin und Weisswurst auf einander treffen,
dann wird das ein Spiel nach Hausmacherart.
So richtig derb und deftig.
frankfurt kommt sowieso weiter,denn wir gewinnen 2:1 gegen den FCB:-)
SGE FOREVER:-)
Müller? Wer ist denn Müller? Ach ja - 9 Einsätze in der Liga. Schwalben und eine rote Karte. Passt voll in die Nationalmannschaft.
Viel Glück Franz. Gomez ist ein Weichei. Der soll sich ausheulen und Fussball spielen.
Mein Tipp: 3:1 für Frankfurt.
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