Agassi: Drogen, Partys und Triumphe

Eurosport - Mi 28.Okt. 09:17:00 2009

Der frühere US-Tennisprofi Andre Agassi (39) hat Drogenmissbrauch in den 90er Jahren zugegeben. Er habe damals regelmäßig Crystal Meth (Methamphetamin) zu sich genommen, offenbart der Ex-Tennisstar nach Angaben von "People.com" in seinem in Kürze erscheinenden Buch "Open".

Andre Agassi 1990 - 0

Agassi lässt sich auch über seine kurze, turbulente Ehe mit der Schauspielerin Brooke Shields aus und erzählt von seiner Beziehung mit Steffi Graf (40), in die er sich während der French Open 1998 verliebt hatte. Die beiden sind seit 2001 verheiratet. Sie haben inzwischen zwei Kinder, Sohn Jaden Gil (7) und Tochter Jaz Elle (6). Die Familie lebt in Agassis Heimatstadt Las Vegas.

In der "New York Times" wird Agassi mit den Worten zitiert: "Von Sucht kann ich nicht reden, aber viele Menschen würden sagen, wenn man etwas als Flucht benutzt, hat man ein Problem." Agassi hat in seiner Karriere acht Grand Slam-Titel gewonnen und beendete 2006 seine Laufbahn. Seine Autobiografie erscheint am 9. November in den USA.

Angst um die Karriere

Als er von einem positiven Dopingtest erfahren habe, habe er sich zunächst gedacht, "mein Name, meine ganze Karriere, alles steht auf dem Spiel". Ein paar Tage später habe er in einem Brief an die Verantwortlichen der Profitour ATP den Vorfall erklärt und dabei gelogen. "Ich habe gesagt, ich habe vor kurzem aus Versehen einen Drink mit Schuss meines Freundes Slim getrunken und dabei unabsichtlich seine Drogen zu mir genommen", soll Agassi laut "New York Times" geschrieben haben. Er bat um Verständnis und um Gnade. Die ATP untersuchte damals den Fall und entschied sich gegen eine Sperre.

Für eine Stellungnahme waren ATP-Funktionäre am Mittwochmorgen zunächst nicht zu erreichen. Agassi war Ende 1997 in der Weltrangliste auf Position 141 abgestürzt und hatte zweitklassige Challenger-Turniere spielen müssen. 1998 kämpfte er sich unter die ersten Zehn der Weltrangliste zurück, ehe er 1999 die French Open und US Open gewann und die Saison als Nummer eins abschloss.

Agassi kein Einzelfall

Vor Agassi war bereits der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Martina Hingis 2007 nach einer Drittrunden-Niederlage in Wimbledon Kokain-Konsum nachgewiesen worden. Die Schweizerin bestritt die Drogeneinnahme, wurde aber trotzdem für zwei Jahre gesperrt.

TV-Tipp:

Verfolgen Sie das ATP-Turnier von St. Petersburg (ab 31.10.) sowie die WTA Tour Championships aus Doha (ab 27.10.) LIVE im TV bei Eurosport und im Eurosport Player auf eurosport.yahoo.de.

dpa / Eurosport

Kommentare 4 - 23 of 23

Kommentare sortieren: Aktualität | Meist bewertet
  1. Crystal Meth ist nicht geeignet um tennis zu­ spielen,Agassi ist nicht umsonst damals abgerutscht auf­ position 141 .
    Der hat kein drogen genommen um besser­ zu spielen,sondern war für ihm ein
    fluchtweg mal­ abzuschalten und für ein moment alle problemen zu­ vergessen.
    Es gibt nähmlich auch viele drogen die­ überhaupt nix mit sport zu tun haben
    aber immer wird­ angenommen das es was damit zu tun hat.Agassi hat nur­ ganz kurz
    was genommen sonst würde er nicht so ein­ großartige karriere gehabt haben.
    Hat wenigstens davon­ was gelernt und können nicht alle sagen die mit sowas­ zu tun gehabt haben.Und der Agassi darf ruhig Millionen­ verdienen,er ist ein großartiger
    mensch und sehr­ großzuhig gegenüber gute zwecken

    Von Edward, am Di 3.Nov. 21:28
  2. ich glaub der junge agassi hat es einfach so richtig­ krachen lassen. ende

    Von tennschi, am Mi 28.Okt. 21:15
  3. @ Ingo:

    Eswird immer vergessen das Doping eben nicht­ nur Leistungssteigernd ist sondern auch den Körper­ zerstört.
    Bestzes Beispiel Van den Broucke...

    Von skapiert, am Mi 28.Okt. 20:08
  4. @ingo:
    immer wieder gerne gefordert aber m.E. zu kurz­ gedacht.
    wer will schon lauter gedopte zombies­ sehen.
    lieber die kontrollen verschärfen und­ aufklärungsarbeit leisten.

    Von tomfde, am Mi 28.Okt. 18:39
  5. So leicht lassen die Herren vom Tennisverband sich­ IMMER überzeugen.
    Jede Ausrede wird akzeptiert, und man­ hat kein Dopingproblem.
    Ist nur peinlich.

    Beste­ Lösung:
    GEBT DOPING FREI

    dann hört die­ Beschaffungskriminatilät und das Lügen auf.
    Prohibition­ hat das Problem nicht in den Griff gekriegt.

    Von Ingo, am Mi 28.Okt. 17:39
  6. ganz egal !!!!!!!!!!! das war vor ca.15 jahren . für­ mich ist agassi einer der grössten tennisspieler aller­ zeiten . haben wir früher nicht alle mal .......... mit­ steffi an seiner seite kümmert er sich um kinder aller­ armen länder . warum erwähnt ihr das nicht ..??? AGASSI­ FOR EVER !!!

    Von othmaruntermarzoner, am Mi 28.Okt. 17:14
  7. Marketing und Jugendsünde hin- oder her. Den­ Verkaufszahlen des Buches schadet das sicher nicht und­ damit Letztenendes der Stiftung von Graf-Agassi sicher­ auch nicht. So hätte etwas Schlechtes am Ende noch­ etwas Gutes zur Folge. Darin stimme ich tennschi (nr.­ 7) zu.

    Von jabba_do_huth, am Mi 28.Okt. 16:17
  8. Habe gerade gelesen: das Mittel, daß Agassi nahm,­ steigert u.a. das Mitteilungsbedürfnis...Er nimmt das­ Mittelchen wohl noch immer!

    Von kailash_ya, am Mi 28.Okt. 15:26
  9. Der Typ war nicht drogensüchtig, sondern hat schlich­ und einfach gedopt! Und das wohl während seiner­ gesamten Karriere.
    Amphetamine waren das klassische­ Doping der 70er und 80er Jahre. Wurde dann aber in der­ Leichtathletik und im Radsport fast nicht mehr­ verwendet, da man es hervorragend nachweisen­ konnte.
    Wieder ein Beweis mehr, daß es im Tennissport­ keine Kontrollen gibt.
    Nadal stand ja auch auf der­ Fuentes-Liste!
    Die Radsportler werden an die Wand­ geklatscht, wenn sie einmal was nehmen, aber beim­ Tennis sagt kein Mensch was.
    Ach übrigens: bis vor­ wenigen Jahren gab es beim Tennis keine sog.­ Dopingliste, es war also alles erlaubt!

    Von kailash_ya, am Mi 28.Okt. 15:24
  10. Es braucht Mut,sich als ehemaligen Drogenkonsumenten zu­ "outen". Mir ist es ehrlich gesagt­ lieber,dass Agassi das selbst getan hat.Sicher gibt es­ einige,frühere "Weggenossen" von Andre,die­ von seinem damaligen Drogenkonsum wissen.Die­ Gefahr,dass jemand aus diesem Wissen Kapital schlagen­ könnte,bestand also seit längerer Zeit.
    Für mich bleibt­ Agassi trotzdem ein charismatischer Typ.der sein Leben­ inzwischen mehr als nur im Griff hat.Manchmal ist es­ auch nicht verkehrt,zu seinen­ "Jugendsünden"zu stehen.........im­ Gegenteil.Gerade Kinder reagieren erstaunlich gut,wenn­ sie sehen,dass auch die Erwachsenen ihre Fehler gemacht­ und eingesehen haben.

    Von jeanninelauterburg, am Mi 28.Okt. 14:07
  11. echt schade, das hätte er wirklich für sich behalten­ sollen reden ist silber, schweigen ist gold. damit hat­ einer der größten tennisspieler aller zeiten seinen ruf­ ruiniert. ich kann mir nicht vorstellen, dass es heute­ noch möglich ist ihm wirklich titel abzuerkennen. falls­ wirklich positive proben aus den 90ern vorliegen, wird­ hier schon die verjährungsfrist greifen. und ich glaube­ nicht, dass auch positive proben aus den letzten jahren­ seiner karriere vorliegen. auf die stellungnahme der­ atp bin ich wirklich gepannt. ich kann mir nciht­ vorstellen, dass es sich bei agassi um einen einzelfall­ handelt. wahrscheinlich gibt es noch deutlich mehr­ positive proben, die aber nicht veröffentlicht wurden,­ um den ruf des weißen sports zu wahren.

    Von Daniel, am Mi 28.Okt. 13:03
  12. crystal meth ist leistungssteigernd ?

    Von hertha19, am Mi 28.Okt. 12:04
  13. hm..hätte er vielleicht mal lieber für sich­ behalten...warum nach 20 Jahren auspacken?

    Von tasi06, am Mi 28.Okt. 11:32
  14. Brooke Shileds konnte man nur mit Drogen ertragen -­ Andre ist entschuldigt

    Von Freibier für alle!!!, am Mi 28.Okt. 11:29
  15. Fatale Wirkung auf Jugendliche. Denn Kinder schauen zu­ erfolgreichen Erwachsenen auf. Sie brauchen Vorbilder!

    Von aufschlagwunder, am Mi 28.Okt. 11:18
  16. Riesensauerei: Doping in Reinform! Und die ATP macht­ beide Augen zu! Es hat auch nichts mit­ "Flucht" zu tun. Es handelt sich schließlich­ um keine normale Droge sondern ein extrem­ leistungssteigerndes Mittel, das von Agassi zweifellos­ zum Betrug verwendet wurde. Ich würde Agassi alle Titel­ aberkennen und die Geschichtsbücher umschreiben!

    Die­ ATP sollte eine Klage wegen des Imageschadens an Agassi­ richten!!!

    Soll man seinen Kindern unter diesen­ verheerenden Zuständen etwa raten, sich für Sport zu­ interessieren???

    Von aufschlagwunder, am Mi 28.Okt. 11:14
  17. ich war früher nie freund von dem, weder­ tennischtechnisch noch menschlich gesehen. so ähnlich­ habe ich ihn damals immer eingeschätzt. ist mir aber­ egal, ich finde er hat nach seinem tiefen fall den­ aufstieg zu einem "normalen" und jetzt auch­ relativ sympatischen menschen gemacht. alle ehre. jeder­ hat eine zweite chance verdient und dieser agassi hat­ sie auch genutzt. und nur keine neid wegen der paar $­ die er mit dem buch verdient. die agassi's haben­ ein herz für kinder und werden schon ein paar scheine­ spenden.

    Von tennschi, am Mi 28.Okt. 11:06
  18. Da scheint es wohl an geld zu mangeln im hause­ Agassi/Graf!! Anscheinend haben die es nötig für­ Negativ-Schlagzeilen zu sorgen, um das Buch besser­ verkaufen zu können....ich finde das total daneben..der­ sollte doch mal mehr an seine Kinder denken. Er hat das­ jetzt 20 jahre für sich behalten können, warum muss er­ das jetzt noch rausposaunen? Für mich kommt da echt nur­ der Faktor Geld als Erklärung in Frage:-( Schade­ eigentlich, denn viele ehemalige Fans werden jetzt­ bestimmt enttäuscht von ihm sein

    Von srynio, am Mi 28.Okt. 11:01
  19. @dbdb_85

    Jeder hat seine Leichen im Keller das stimmt,­ aber auch so viele Jahre später wird das seinem Image­ schaden, wenn er jetzt damit rausrückt. Im Normalfall­ wäre seine Karriere damit gelaufen gewesen, das­ Geheimnis hätte er lieber mit ins Grab nehmen sollen,­ damit schadet er sich nur nachträglich, schade­ eigentlich.

    Von ferwoehner, am Mi 28.Okt. 10:53
  20. war halt damals so. Er ist trotzdem ein super Typ und­ war ein klasse Tennisspieler!!

    Von bvon_malek, am Mi 28.Okt. 10:26
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