WM in Berlin - Nerius wird "Champion des Jahres"

Eurosport - Mo 28.Sep. 14:29:00 2009

Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius darf auch nach Abschluss ihrer Karriere noch einmal jubeln. Die 37-Jährige wurde von den deutschen Spitzensportlern zum "Champion des Jahres" gewählt. Sie hatte bei der WM in Berlin, ihrem letzten großen Wettkampf, die Goldmedaille gewonnen.

Steffani Nerius Germany - 0

"Ich bin sehr stolz, gerade bei einer Wahl durch Athleten gewonnen zu haben. Hier sind die Besten der Besten des deutschen Sports, alle sind große Champions und jeder könnte hier oben stehen", sagte Nerius in einer Presseerklärung der Stiftung Deutscher Sporthilfe vom Montag.

Nerius hat bei der Abstimmung unter 66 Kollegen beim gemeinsamen Urlaub in Dalaman/Türkei die meisten Stimmen erhalten. Die Leichtathletin wurde am Sonntagabend von den anderen Sportlern bei der Ehrung begeistert gefeiert. Nerius erhielt einen Smart und darf sich einen Reisewunsch erfüllen. "Ich wollte schon immer mal den skandinavischen Winter erleben, mit Schlittenhunden durch den Schnee fahren und in einem Eishotel übernachten."

Alle von der Sporthilfe geförderten Athleten hatten per Internet eine Vorauswahl getroffen und neben Nerius vier weitere Kandidaten für die Endabstimmung nominiert: Schwimmer Paul Biedermann, Beachvolleyballer Julius Brink, Kanute Max Hoff und Siebenkämpferin Jennifer Oeser (Leichtathletik/Siebenkampf). Nerius ist bei der 10. Wahl Nachfolgerin von Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno.

Die Diplom-Sportlehrerin hatte zum Abschluss ihrer 20 Jahre langen Karriere einen großen Coup gelandet: Am 18. August schleuderte sie bei der WM gleich im ersten Versuch den Speer auf 67,30 Meter hinaus und schockte damit ihre Konkurrentinnen, die diese Weite nicht mehr überbieten konnten. Weltrekordlerin und Olympiasiegerin Barbora Spotakova aus Tschechien gewann nur Silber, die Russin Maria Abakumowa Bronze. Nerius' langjährige deutsche Rivalin Christina Obergföll ging gar leer aus.

Es war Nerius' siebte Medaille bei einer internationalen Meisterschaft - und ihr größter Erfolg. 35 000 Zuschauer im Olympiastadion feierten an jenem Abend die sympathische Sportlerin. Trotz der Goldmedaille blieb die Olympia-Zweite von Athen 2004 bei ihrem Entschluss, ihre Karriere nach dieser Saison zu beenden. Ihren letzten Wettkampf hat sie am 12. September mit einem dritten Platz beim Leichtathletik-Weltfinale in Thessaloniki bestritten. Am 1. Oktober fängt die auf Rügen geborene Athletin einen Fulltime-Job in der Behindertensportabteilung von Bayer Leverkusen an.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. Wir haben halt keinen Usain Bolt oder `nen­ (eingemeindeten) äthiopischen Wunderläufer.
    Nerius ist­ gut und sympathisch- das wiegt manches auf.Daher zu­ Recht die Auszeichnung.

    Von nimms_leicht, am Di 29.Sep. 11:12
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