Eurosport - Di 28.Jul. 08:05:00 2009
Während drei Wochen Tour de France sorgten auch deutsche Radstars für goldene Momente. In der Gesamtwertung fuhr nur Andreas Klöden in der Spitze, aber in Erinnerung bleiben andere: Heinrich Haussler mit seinem Husarenritt und Tony Martin, der mit drei begeisternden Wochen Aufsehen erregte.
Das beste Abschneiden in der Gesamtwertung blieb einmal mehr Andreas Klöden vorbehalten. Ein Etappensieg mit dem Team Astana im Mannschaftszeitfahren und reihenweise Zielankünfte in den Top 20 bescherten dem 34-Jährigen den sechsten Rang in der Endabrechung. Auch Christian Henn, Sportlicher Leiter im Team Milram, bescheinigte Klöden im Interview mit eurosport.yahoo.de "wie immer eine konstante Leistung als Helfer."
Martin: Neuentdeckung der Tour
Gerade wegen Klödens Helferaufgaben im Team der Stars bei Astana waren es andere Deutsche, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen: Allen voran Tony Martin. Mit starken Leistungen in den ersten beiden Tour-Wochen avancierte der 24-Jährige schnell zum Co-Kapitän im Team Columbia. Nach zwölf Tagen im Weißen Trikot verließen Martin jedoch die Kräfte und er nahm wieder seinen Platz im Gefüge des Teams ein.
Am Mont Ventoux verpasste der Youngster nur knapp einen krönenden Abschluss der Rundfahrt, verdiente sich nach drei Wochen aber immerhin die Adelung zur Neuentdeckung der Tour durch "L'Equipe". Nicht nur für Henn ist er "einer, der irgendwann hoffentlich ganz vorne für den deutschen Radsport mitfahren kann."
Haussler auf und davon
Ein Etappenhighlight setzte Heinrich Haussler. Der Cervélo-Profi fuhr auf der 13. Etappe im strömenden Regen der Vogesen zu einem überlegenen Tagessieg. Der gebürtige Australier setzte sich in der Abfahrt einer der Mittelgebirgspässe von seinem letzten Begleiter ab, und fuhr nach einem 60-Kilometer-Solo 4:11 Minuten vor dem Zweiten über die Ziellinie dem größten Abstand, der 2009 zwischen Platz eins und zwei gemessen wurde.
Licht und Schatten im Team Milram
Christian Knees wurde im Gesamtklassement 21., noch vor seinem etwas enttäuschenden Kapitän Linus Gerdemann (24.). Wenn man die bloßen Zahlen bei Milram außen vor lässt, ist man im einzigen deutschen Pro-Tour-Team aber gar nicht so unzufrieden. "Es war unser Ziel Aufmerksamkeit zu erregen, aggressiv und offensiv zu fahren, und das hat die Mannschaft toll umgesetzt", sagte Henn. Herauszuheben wäre Johannes Fröhlinger, der wie schon das ganze Jahr sehr konstant unterwegs war. "Mit dem dritten Platz in Andorra war das für ihn ein super Tour-Einstand", ergänzte der Sportliche Leiter. Markus Fothen wurde auf der zwölften Etappe aus einer Fluchtgruppe Vierter.
Die Bilanz im Team Milram weist aber auch einige Makel auf: "Vielleicht eine Etappe zu gewinnen und die Top 15, das haben wir nicht erreicht", sagte Henn mit Blick auf die Leistung von Gerdemann, und fügte hinzu: aber deswegen sind wir auch nicht niedergeschlagen. Der Pechvogel im Team war Fabian Wegmann. "Er erlitt beim Mannschaftszeitfahren eine Muskelzerrung, das hat einige Tage gedauert", verriet Henn, und als ob das nicht schon genug wäre "kamen in der letzten Woche noch Magenprobleme dazu. Es war eine durchwachsene Tour", so das etwas untertriebene Fazit für die Leidenzeit des 29-Jährigen. Und Gerald Ciolek? Ab und zu in den Top Fünf und Platz drei in der Punktewertung gehen in Ordnung. Mehr war einfach nicht drin.
Ein Einziger Ausfall und viele Arbeiter
Für Jens Voigt endete die Tour mit einer mittelgroßen Katastrophe: Ein Sturz auf der 16. Etappe beendete seinen Traum von der zehnten Zielankunft in Paris bei der zwölften Teilnahme. Der Helm und Glück verhinderten das Schlimmste, und vielleicht sehen wir ihn nächstes Jahr doch noch einmal in Frankreich: "So kann ich ja schlecht aufhören. Ich will auf jeden Fall im nächsten Jahr die Tour fahren", gab sich der Berliner kämpferisch. An seiner sportlichen Leistung gab es nichts auszusetzen. Er hatte Pech, als er zwei Tage vor seinem Ausfall durch eine Panne aus der erfolgreichen Ausreißergruppe zurück fiel. Ansonten arbeitete er tadellos für Saxo Bank.
Bert Grabsch war eines der Zugpferde im Columbia-Express, konnte in den Einzelzeitfahren von Monaco und Annecy aber nichts ausrichten. Allerdings kamen die Strecken seinen Qualitäten nicht zu Gute. Für Andreas Klier (Cervélo), Sebastian Lang (Silence-Lotto) und Grischa Niermann (Rabobank) gilt das Prädikat "besonders wertvoll". Ihre Helferdienste brachten sie nicht ins Rampenlicht, aber in den Teams dankt man es ihnen und sie genießen das Vertrauen ihrer Kapitäne. Der 15. Deutsche, der die Tour in Angriff nahm, war Simon Geschke. Bei seiner ersten Teilnahme lautete die Devise: Erfahrungen sammeln. Der 23-Jährige hat sich als Ausreißer präsentiert und ist in Paris angekommen Soll erfüllt.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie die Vuelta a España ab dem 29. August hautnah mit allen 21 Etappen von Assen in den Niederlanden nach Madrid, durch Regen und Hitze in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de.
Kommentare 2 - 21 of 21
keiner der deutschen fahrer, hat den nötigen biss, sie suchen schon am anfang des jahres einen neuen verein für das nächste jahr, und zeigen sich nicht bei der tour, es gibt keine deutsche kampfschweine mehr
Also, man sieht, dass die saemtlichen deutschen Rennfahrer nur aus Dreck gekommen sind und in den Dreck wieder verschwunden. Ohne Dopingmittel geht es halt nicht, gel?
Wo sind die Super Deutschen Fahrer? Ohne EPO gehts anscheinend auch nicht so gut. Der Supersprinter ist immer weg,der Bergstar immer abgehängt. Irgend etwas fehlt den Fahrern anscheinend.
Und wer immer noch glaubt diese Tour sei sauber der ist entweder naiv oder dumm.Ist schon komisch..genau die Leute die hier die "Doper" so anhimmeln sind die ersten die bei den Bankenmanager von Betrug reden
Der Simon Geschke wird mal ein Großer
Da bin ich mir ganz sicher
@8 + 9, das ist ja wohl mehr als unter der Gürtellinie. Dafür gehörst Du eigentlich ausgeschlossen. Ich möchte mal sehen,- nein eigentlich möchte ich es nicht - was jeder von Euch tun würde, wenn es um seinen Job gehen würde. Und es geht hier um Jobs, die bezahlt werden, wenn die Leistung gut ist. Und es geht um Rauswürfe, wenn die Leistung nicht gut ist. Ich denke, jeder von Euch würde alles daran setzten, einen gut dotierten Job zu bekommen und dann auch zu halten.
Ich glaube nicht, dass wir, die von der Couch aus immer mehr Leistung erwarten mit "schneller weiter höher" darüber urteilen können, was das wirklich abgeht.
Armstong kann froh über seinen Krebs sein (Hinsichtlich des Sports), so erkennt man seine Dopingmittel nicht als solche an.
Klingt hart, ist aber so.
so,die tour ist vorbei und jetzt heisst es wieder abwarten welche der herren in den apothekenkasten gegriffen haben,die regel zeigt ja das es einige tage dauert bis wir dann die richtigen tourergebnisse haben.
die tour war ok ,erstaunlich ,nicht ein positiv getesteter,nicht ein skandal...
zu eurosport kann ich nur sagen berichterstattung gut,nur dieses permanente gerede um armstrong ging mir persoenlich tierisch auf den sack ,fuer mich ist dieser mann eine schande fuer den radsport,unehrlich,arrogant
egoman und gleich zu setzen mit dem wort doping.man kann nur hoffen das er uns allen einen gafallen tut und naechste jahr in texas bleibt und schweine huetet.
Schade...das wird nix mit sauberen Radsport die nächsten Jahre. Man wird mittlereweile sogar als Hobbysportler dumm von der Seite angemacht. Zum Kotzen.
@ eurosportsuxx
Genau. So wird das nichts. Macht endlich D. Heinz Löbl zum deutschen Teamarzt, dann kommen die Erfolge auch wieder angeflogen. Jawoll.
VON EINIGEN WAR ICH ENTTÄUSCHT;ABER OHNE DOPE LÄUFT BEI MANCHEN NICHT MEHR VIEL;MAN SEHE SASTRE!!!
GUTE TOUR;NAJA BIS JETZT!!!
Mich kotzt Lance Armstrong richtig an
kann der nicht einfach zurück nach Texas gehen mit seinem Dopinglabor
Ein Jan Ullrich wurde hier in der Luft zerrissen und was ist mit Armstrong?
Er wird gefeiert obwohl ich meine Hand dafür ins Feuer legen würde das er mindestens genauso gedopt ist und war bei jedem seiner Toursieger
Hoffentlich fällt er irgendwann tod um wegen seiner hausaportheke
Mich kotzt Lance Armstrong richtig an
kann der nicht einfach zurück nach Texas gehen mit seinem Dopinglabor
Ein Jan Ullrich wurde hier in der Luft zerrissen und was ist mit Armstrong?
Er wird gefeiert obwohl ich meine Hand dafür ins Feuer legen würde das er mindestens genauso gedopt ist und war bei jedem seiner Toursieger
Hoffentlich fällt er irgendwann tod um wegen seiner hausaportheke
Eigentlich gibts bei den Deutschen - wie auch bei den Franzosen - keine Flops. Da diese beiden Nationen als einzige die Dopingprävention sowie die Verfolgung der Sünder halbwegs ernst nehmen, überraschen die Leistungen keinesfalls. Man muss einfach davon ausgehen, dass die Fahrer dieser beiden Nationen ohne Beschleunigung fahren und dafür wars ganz recht. Vor allen Dingen Toni Martin könnte, mit der Erfahrung dieses Jahres, die Top 20 einmal schaffen. Linus hatte eine ganz verkorkste Saison, da wäre ein Erfolg bei der Tour nur auffällig gewesen. Sowas gibts im Sport, er sollte den Kopf nicht hängen lassen. Alle anderen saubere Arbeit, Häussler mit Wut und Geschick sogar eine Etappe, bravo. Jens wird wohl wiederkommen, so will er sicher nicht abtreten.
Mein Tipp 2010:
1. Fuentes
2. Schmid
3. Heinrich
ach, sind die chemielaboranten schon fertig mit dem neuesten dopingtest ???
Ist die Tour de Dope schon vorbei ?
Das mit Voigtes Sturz hat mich wirklich sehr geschockt und ich hätte ihm natürlich gewünscht, dass er in Paris ankommt. War wie immer ein toller Helfer für sein Team.
Klöden wieder gut dabei - in der Helferrolle, in der sich wohler zu fühlen scheint als als Kapitän.
Auf Martins weitere Entwicklung darf man gespannt sein und schöner Etappensieg von Haussler.
Gerdemann ist für mich DIE Enttäuschung unter den deutschen Fahrern - das wäre anders gewesen, wenn er nicht nach dem eher schlechten MZF von Milram so rumgemault hätte, das Team hätte ihm seine gute Position verpasst. Ich meine also nicht sein Ergebnis an sich, sondern was das Spucken von großen Tönen hätte erwarten lassen sollen
gerdemann ist als kapitäin seines teams "nur" 24. geworden, aber sollte er diese leistung ehrlich erfahren haben gebührt ihm der respekt. die tatsächlichen leistungen werden wir erst in 5-10 jahren einschätzen können, wenn alle heute angewandten präperate nachweisbar sind.
wir haben eine tolle und spannende tour gestehen mit spannenden duellen. ich habe sie genossen und freue mich aufs nächste jahr - mal sehen wer dann alles nicht starten darf...
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