Außenseiter holt deutschen Titel

Eurosport - So 28.Jun. 21:10:00 2009

Die deutsche Straßenmeisterschaft der Radelite endete in Cottbus nach 239,5 Kilometern mit einem Überraschung-Sieg durch Martin Reimer vom Schweizer Cervélo-Team. Der 22-Jährige Lokalmatador bezwang Dominik Klemme im Schlusssprint. Dritter wurde Roger Kluge, der Reimer im Wind in Position fuhr.

CYCLING 2009 Klemme, Reimer, Kluge - 0

Die drei Ersten von Cottbus sind beim Saison-Höhepunkt Tour de France nur Zuschauer. Der deutsche Überraschungs-Meister ("Heute Abend ist Party") darf sein Trikot jetzt auf der Österreich-Rundfahrt präsentieren, danach ist er Kandidat für die Dänemark-Tour und hofft auf Spanien.

"Ich hoffe, der Titel eröffnet mir die Chance zur Vuelta im September", sagte Reimer, der im U23-Bereich größte deutsche Hoffnung für die WM in Mendrisio in der Schweiz ist, bei einer Klausur zum Industrie-Kaufmann am Montag aber erst einmal ganz andere Qualitäten zeigen muss.

Fabian Wegmann aus Freiburg, der deutsche Meister der vergangenen beiden Jahre, musste mit Rang fünf zufrieden sein und ärgerte sich über die fehlgeschlagene Taktik, aus der größten Mannschaftsstärke (16 Starter) keinen Profit geschlagen zu haben. Nur 20 von 114 gestarteten Fahrern kamen ins Ziel.

Die Spitzengruppe hatte sich schon nach 20 Kilometern abgesetzt. Das Verfolgerfeld wurde 30 Kilometer vor dem Ziel zu Beginn der fünf Finalrunden auf dem Cottbuser Stadtring aus dem Rennen genommen, um einen Zusammenschluss zu verhindern. Die Verfolger hatten keine Chance mehr, aufzuschließen - der Abstand von über sechs Minuten auf die Spitzengruppe im Finale war zu groß. Ihr Maximal-Vorsprung betrug 8:40 Minuten.

Teutenberg eine Klasse für sich

Vor dem Reimer-Coup hatte sich mit Ina Yoko-Teutenberg die Favoritin den Titel bei den Frauen nach 124 Kilometern gesichert. Beim Zeitfahren zum Auftakt der Titelkämpfe am Freitag hatte es durch Weltmeister Bert Grabsch und Tony Martin einen Columbia-Doppelsieg gegeben.

Die starke Ausreißergruppe, in der auch Tour-Etappengewinner Marcus Burghardt fuhr, hatte bis zu 8:40 Minuten Vorsprung, so dass schon früh die Vorentscheidung gefallen war. Anders als im Frauen-Rennen lief es nicht auf einen Massensprint des Feldes hinaus. Ina Yoko-Teutenberg hatte Marlen Jöhrend und Ex- Weltmeisterin Regina Schleicher von der Equipe Nürnberger Versicherung auf die Plätze zwei und drei verwiesen.

Die 34 Jahre alte Meisterin, am Freitag Dritte im Zeitfahren, feierte am Sonntag ihren 19. Saisonerfolg. Im Zielbereich vor der Messehalle in Cottbus boten rund 5000 Zuschauer eine etwas dürftige Kulisse.

Ergebnisse:

Männer: Straßenrennen (239,5 km): 1. Martin Reimer (Cottbus) - Cervélo 5:25:47 Std.; 2. Dominic Klemme (Bielefeld) - Saxo Bank gleiche Zeit; 3. Roger Kluge (Cottbus) - LKT Brandenburg + 5 Sek.; 4. Marcel Sieberg (Hürth) - Columbia + 7 Sek.; 5. Fabian Wegmann (Freiburg) - Milram + 23; 6. Michael Schweizer (Aachen) - SC Wiedenbrück + 26.

Frauen: Straßenrennen (124 km): 1. Ina Yoko-Teutenberg (Mettmann) - Columbia 3:11:14 Std.; 2. Marlen Jöhrend (Bad Doberan) - Nürnberger Vers.; 3. Regina Schleicher (Camaiore/Italien) - Nürnberger Vers.; 4. Charlotte Becker (Waltrop) - Nürnberger Vers.; 5. Sarah Düster (Niederwangen) - Cervelo; 6. Angela Hennig (Cottbus) - DSB Bank alle gleiche Zeit.

TV-Tipp:

Der Kampf ums Gelbe Trikot täglich Live: Verfolgen Sie die Tour de France hautnah mit allen 21 Etappen von Monaco nach Paris, über Pyrenäen und Alpen, durch Regen und Hitze in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de!

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 8 of 8

Kommentare sortieren: Aktualität
  1. Modifikationen des EPO-Moleküls

    * 2001 generierte­­ Amgen unter dem Handelsnamen Aranesp (Darbepoetin­­ α) ein gentechnisch verändertes­ Erythropoetin.­ Dieses enthält durch den Austausch von­ fünf Aminosäuren­ weitere Zuckerseitenketten, wodurch­ sich der Anteil­ endständiger Sialinsäuren und­ hierdurch die­ Serumhalbwertszeit um etwa den Faktor­ drei erhöht.­ Unter den EPO-Präparaten der nächsten­ Generation ist es­ das erste therapeutisch zugelassene.­ Lizenznehmer für­ Amgens Darbepoetin α in­ Italien ist die Firma­ Dompe Biotec, die das Produkt­ unter dem Namen Nespo­ vertreibt. Darbepoetin­ α wird in CHO-Zellen­ produziert. 2004­ startete Amgen eine Phase-I-Studie zur­ Anwendung eines­ hyperglykoslylierten Aranesp-Analogon­ mit der Kennung­ „AMG114“ bei der Behandlung von­­ chemotherapie-induzierter Anämie. Im Juni 2006 stellte­­ ein internationales Forscherteam auf dem 43-sten­­ Kongress der American Society of Clinical Oncology­­ (ASCO) Ergebnisse einer Phase-III-Multicenterstudie­­ vor, nach denen „AMG114“ bei einer Serumhalbwertszeit­­ von 131 Stunden geeignet erscheint, um zeitgleich zur­­ Chemotherapie unterschiedlicher Tumorformen­­ (Brustkrebs, Darmkrebs, Non-Hodgkin-Lymphom)­ angewendet­ zu werden. Weiterführende Untersuchungen­ haben jedoch­ gezeigt, dass das Molekül eine zu geringe­ Affinität zum­ EPO-Rezeptor hat. Daher wurden alle­ klinischen Studien­ mit „AMG114“ beendet[36].
    * Unter­ dem Aspekt einer­ längeren Wirkungsdauer wurde von­ Hoffmann-La Roche das­ EPO-Derivat CERA (Continuous­ Erythropoiesis Receptor­ Activator, interne­ Roche-Kennung: Ro 50-3821)­ entwickelt, bei dem das­ EPO-Molekül (das aus dem­ Präparat NeoRecormon bekannte­ Epoetin β) am­ N-terminalen Alanin (ALA 1)­ oder an einem der­ Lysinreste (LYS 45 oder LYS 52) mit­ einem­ Methoxypolyethylenglycolpolymer verknüpft ist­ (so­ genannte PEGylierung). Durch die­ Polymerverknüpfung hat­ CERA eine Molekülmasse von 66­ kDa und ist damit fast­ doppelt so groß wie natives­ EPO. Die Serumhalbwertszeit­ nach intravenöser Gabe­ liegt gemäß Un

    Von schleck_dein_handy, am Mo 29.Jun. 22:54
  2. ist doch das üblichste von der Welt das Feld auf einem­ Rundkurs abspurten zu lassen, damit das Ergebnis in der­ Spitze nicht verfälscht wird (Wenn die nämlich ins Feld­ reinfahren würde). Wer hier am motzen ist, zeigt nur,­ das er vom Radsport keine Ahnung hat!

    Von Martin, am Mo 29.Jun. 21:47
  3. danke an eurosport, dass ihr diese qatsche dm nicht­ gezeigt habt. MERCI EUROSPORT!

    Von bock.roger, am Mo 29.Jun. 13:41
  4. Sicher war der Sieger der Glücklichste!
    Aber wer hat­ denn an dem Debakel die Schuld? Der Veranstalter, also­ der Verband!
    Wie kann man nur 20 Fahrer ins Ziel rollen­ lassen? Der Fan wird doch verarscht, und die Fahrer die­ rausgenommen wurden erst Recht. Schade für die­ weitangeseisten Fans.

    Von Jens S, am Mo 29.Jun. 11:04
  5. Es ist echt traurig was zum teil aus dem Radsport­ geworden ist! Jahrelang war ich Fan ich war beeindruckt­ vor dem was die Fahrer da leisten das bin ich auch­ heute noch trotz aller dopingskandle denn die berge­ rauf und runter kommen sie nicht nur durch Doping! Das­ soll nicht heißen das ich das befürworte oder so etwas­ ganz und garnicht dennoch! Was in Deutschland momentan­ im Radsport passiert ist echt traurig und die Tatsache­ das der Sieger der Tour höchswahrscheinlich auch­ betrügt macht die sache nicht besser! Naja anschauen­ werd ich es mir vermutlich dennoch bin ja jedes jahr­ gleich naiv und hoffe das beste um am ende wieder­ enttäuscht zu werden!

    Von Daniel B, am Mo 29.Jun. 3:11
  6. LÄCHERLICH !!! Diesen Wort trifft es einfach am besten­ !! 20 von 114 gestarteten Fahrern kamen ins Ziel! Mein­ Gott wie PEINLICH für Deutschland! Wie sehr wünsche ich­ mir da die Zeiten von Ulle zurück! Das waren noch­ Rennen! ...heute kann man das einfach nicht mehr so­ nennen.

    Von verzaubern, am Mo 29.Jun. 1:35
  7. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    aber doch nicht in Deutschland, Floyd

    Von Doko555, am So 28.Jun. 21:28
  8. Alles asso gedopt! CERA, Mothobileon, ACytheonburantil,­ Voliutrunium-retard(Chomsk),Keteratryclozitin,­ Klogolinasesestrol, benzohydrologammol, metatraqualifum­ und Petrium-q-ilmum.
    Ich kenn mich da aus....

    Von floyd.landis, am So 28.Jun. 21:23
Kommentare sortieren: Aktualität

Kein Yahoo! User? Kostenlos .