Eurosport - Do 28.Mai. 09:21:00 2009
Auf den nur 83 Kilometern der 17. Etappe von Chieti hoch zum Blockhaus schlug der Italiener Franco Pellizotti seinen bekannteren Konkurrenten ein Schnippchen. Im Schlussanstieg über 18 Kilometer setzte er sich von Denis Menchov, der weiterhin Rosa trägt, und den restlichen Favoriten ab.
Kurz nach Beginn der Steigung hinauf auf 1674 Meter machte das Team Liquigas ernst: Der Pole Sylvester Szmyd setzte den ersten Angriff, ehe sich dann Pellizotti aus dem Feld mit Menchov und allen Favoriten löste.
Lance Armstrong war zunächst der Einzige, der versuchte, dem Italiener zu folgen. In gewohnter Manier kurbelte er mit hoher Frequenz hinterher. Bald war aber klar, dass er noch nicht wieder die Form alter Tage besitzt und Sekunde um Sekunde wuchs der Abstand zu Pellizotti. Am Ende landete der US-Amerikaner mit namhafter Gesellschaft und zwei Minuten im Gepäck immerhin auf dem zehnten Rang.
Di Luca mit Kämpferherz
Erfolgreicher war wieder einmal Danilo Di Luca, der wenig später das Heft in die Hand nahm. Aber wie schon auf der letzten Etappe wurde er trotz eines herzhaften Antritts "die Klette" Menchov nicht los, der sich mit Stefano Garzelli und Ivan Basso an sein Hinterrad heftete. Kurz vor dem Ziel versuchte Di Luca, der in den Abruzzen ein Heimspiel hatte, noch einmal seinen rosanen Schatten und die anderen Begleiter loszuwerden. Wirklich nutzen konnte er den Heimvorteil nicht: Der Etappensieg war weg und im Schlussspurt musste er sich dieses Mal Garzelli geschlagen geben.
Während dieser die Führung im Kampf um das grüne Trikot des besten Bergfahrers ausbaute, büßte Menchov ein paar Sekunden in der Gesamtwertung auf Di Luca ein. Der Russe hatte im Finale nichts entgegenzusetzen und verlor sowohl ein paar Meter als auch die letzten Bonussekunden und liegt in der Gesamtwertung nur noch 26 Sekunden vor seinem ärgsten Rivalen.
Carlos Sastre, dessen Team in der Schlussphase vor dem Anstieg die entscheidende Arbeit leistete, konnte den Besten nicht folgen. Lange versuchte noch einmal aufzuschließen, kam am Ende aber mit weiteren Fahren gemeinsam mit Armstrong und Levi Leipheimer ins Ziel. Durch den Rückstand von 1:59 Minuten verlor er seinen dritten Rang in der Gesamtwertung an den Tagessieger Pellizotti, der jetzt genau zwei Minuten hinter dem Führenden liegt. Mit 42 Sekunden Vorsprung überquerte der die Linie als Erster und hat jetzt die besten Karten das Podium in Rom zu vervollständigen. Die ersten beiden Plätze scheinen vergeben, nur die Reihenfolge ist weiterhin offen.
Voeckler: Wieder Mühe ohne Lohn
Ein paar Kilometer nach dem Start initiierte mal wieder der Franzose Thomas Voeckler eine Ausreißergruppe. Zu zehnt versuchte man dem Feld, in dem nach anfänglichem Zögern zuerst LPR und später Cervelo im Stile eines Mannschaftszeitfahrens das Tempo machten, zu entkommen. Der Vorsprung wuchs aber nie über drei Minuten und Félix Cardenas aus Kolumbien wurde nach fast 60 Kilometern an der Spitze als letzter "Flüchtling"gestellt.
Die nächste Etappe ist mit einer Bergwertung (2. Kategorie) gleich zu Beginn und leicht welligem Terrain vielleicht etwas für die Ausreißer. Die darauf folgende, 19. Etappe mit Ziel auf dem Vesuv, ist dann wieder was für die Kletterspezialisten und Aspiranten im Gesamtklassement.
TV-Tipp:
Der Giro d'Italia LIVE bis 31. Mai bei Eurosport-TV, im Eurosport Player und im Ticker bei eurosport.yahoo.de! Den Kampf um das "maglia rosa" mit jeder Menge Topstars präsentieren Ihnen Ulli Jansch und Karsten Migels.
Kommentare 1 - 10 of 10
Doping ist in, yeah!!!
Der Giro ist dieses Jahr so spannend wie schon lange nicht mehr. Ich freue mich schon Morgens auf die Übertragung am Nachmittag - ein großartiger Sport mit überragenden Kämpferherzen.
wenn alle dopen gewinnte ja wieder der beste fahrer :)
Schade für alle diese selsamen Wesen, die es noch auf Legale weise probieren einen Titel zu hollen! Lieber nichts gewinnen als erster und später überführt werden! Schade für den Radsport.
@ alle, die hier nur über Doping schreiben
Warum schaut ihr euch überhaupt noch Radsport an? oder lest ihr nur die Artikel hier, was allerdings auch schon zuviel wäre. Denkt dran, ärgern macht nur Falten, also schaut euch einfach nicht mehr die Übertragungen an, lest die Artikel nicht mehr, dann müsst ihr euch auch nicht mehr aufregen. Jeder Mensch kann doch das machen was er will und einige sind eben immer noch Radsportfans, dass müsst ihr doch respektieren. Ihr dürft hier auch eure Meinng schreiben, nur verstehe ich es nicht, wenn man den Radsport so ätzend findet, dass man sich immer noch damit befasst.
Wenn ihr nur noch über Doping reden wollt,mit Anschuldigungen ohne Beweise,redet woanders u laßt uns hier in Ruhe u über den tollen Sport reden.Pellizotti super stark heute,Lance auch.Rosa wohl an Mentchov aber DiLuca kämpft.Macht echt Spaß zuzuschauen.
Aller die dort vorne mitfuhren sind schon mal mit Doping in Kontakt gekommen.
Der Sport ist nur noch lächerlich.
ruthard W. halts maul
super Pelli!!!!!!!!!!!!!!!!
wenn die Versorgung mit Blutbeuteln gesichert ist geht vieles.....
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