Eurosport - Do 28.Mai. 18:15:00 2009
Das niederländische Team Rabobank hat sich vor seinen Kapitän Denis Menchov gestellt, der beim Giro beste Siegchancen hat. Die Affäre um die Wiener Blutspende-Klinik Humanplasma, zu deren Kunden auch Rabobank-Profis gezählt haben sollen, ist aus Sicht der Team-Verantwortlichen weit weg.
"Das ist doch eine ganz alte Geschichte. Sie stammt aus dem vergangenen Jahr. Wir konzentrieren uns hier darauf, den Giro zu gewinnen", sagte der sportliche Leiter Erik Breukink.
Ob einzelne Fahrer seines Rennstalls - einschließlich Menchov - von der Wiener Doping-Soko bereits befragt wurden, wollte Ex-Profi Breukink am Donnerstag nicht sagen. Er bekräftigte aber noch einmal, dass er und seine Teammitglieder auf Verlangen als Zeugen aussagen würden. Er selbst hätte in seiner aktiven Zeit niemals etwas von Humanplasma gehört, sagte der vierfache Etappensieger bei der Tour de France. Ähnlich hatte sich zuvor Menchov geäußert, der den Behörden angeboten hat, bei Bedarf gesprächsbereit zu sein.
Distanz zu Kohl
Breukink ging auf Distanz zu Bernhard Kohl. Der Österreicher hatte Doping von seinem 19. Lebensjahr an zugegeben. Als er 20 Jahre alt war, ist Kohl in die Nachwuchs-Abteilung von Rabobank gekommen. "Wir waren nie in einem Team. Aus dem Nachwuchsteam nehmen wir traditionell nur die besten holländischen Fahrer. Kohl hat in unseren Überlegungen keine Rolle gespielt", sagte Breukink.
Der inzwischen zurückgetretene Kohl hatte in seiner Beichte nahegelegt, dass Topleistungen im Radsport, insbesondere bei dreiwöchigen Länder-Rundfahrten, ohne Doping nicht zu erbringen seien. Nach Platz drei im Vorjahr bei der Tour und der Erringung des Bergtrikots war der ehemalige Profi des Gerolsteiner-Teams der Manipulation mit dem Blutdoping-Mittel CERA überführt und für zwei Jahre gesperrt worden. Er legte ein umfassendes Geständnis ab.
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Kommentare 1 - 2 of 2
Ich glaube persönlich, dass Kohl recht hat, wenn er sagt, dass im Radsport systematisch gedopt wurde und noch immer wird.
Allerdings tun es damit wiederum alle, wodurch wieder Chancengleichheit herrscht- ob dies so wünschenswert ist oder nicht mag ertsmal dahingestellt sein. Allerdings stellt sich dann auch dieFrage, warum alle immer nur neue Bestlesitungen sehen wollen, obwohl eigentlich klar sein müsste, dass eben diese Lesitungen nurmehr durch illegale Mittel zu erreichen sind- noch "perverser" wird es dann aber, wenn eben nur noch Sportler gefördert werden, die diese Leistungen erbringen.
Der Helmut Kohl hat auch einmal blühende Landschaften versprochen
2 Birnen, eben
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