"Dead Man's Hand"

Eurosport - Fr 28.Mrz. 14:39:00 2008

Heutzutage ist Poker eine Freizeitbeschäftigung für Jedermann. Und zum Glück ist jedem möglich seine Runde mit netten Leuten im Netz oder Live zu wählen und in einer sicheren und freundlichen Umgebung zu spielen. Das war nicht immer so.

POKER 1 - 0

Das Spiel ist leicht zu erlernen und bietet in jeder Phase neue Herausforderungen. Die Vielschichtigkeit des Spiels verlangt strategisches Denken, taktisches Vorgehen, Menschenkenntnis und eine geschärfte Auffassungsgabe. Der Spieler kann und muss auf vielen Ebenen agieren und seine Erfahrungen machen.

Der Spieler kann und muss auf vielen Ebenen agieren und seine Erfahrungen machen.

Und zum Glück ist jedem möglich seine Runde mit netten Leuten im Netz oder Live zu wählen und in einer sicheren und freundlichen Umgebung zu spielen. Das war jedoch nicht immer so, wie uns eine bestimmte Pokerhand vor Augen führt: Die "Dead Man's Hand".

Diese legendäre Pokerhand ist untrennbar mit einer Westernlegende verbunden: Wild Bill Hickok.

James Butler Hickok wurde 1837 in Try Grove geboren und erwarb sich seinen Spitznamen Wild Bill als er 1861 drei Mitglieder der McCanles-Bande erschoss.

Wie bei vielen bekannten Revolvermännern war auch Bills Zugehörigkeit zur Gruppe der Gesetzlosen oder Gesetzeshütern nicht eindeutig festzulegen. Viele Städte heuerten einfach den skrupellosesten Killer als Sheriff an, um die anderen Mörder und Gangster abzuschrecken.

Wild Bill Hickok war dafür bekannt, dass er zuerst schoss und dann nach einem Grund fragte. So manche Stadt war bereit dieses Verhalten solange zu tolerieren, bis sich das Gemetzel als schlecht fürs Geschäft herausstellte und der Stadt die Kundschaft ausging.

So erging es Hickok auch in Abilene. Die Rinderstadt engagierte ihn als Marschall, und Wild Bill sorgte mit seiner harten Linie für Ruhe unteren den Cowboys, die riesige Herden in die Stadt brachten. Den Rest seiner Zeit verbrachte er im Saloon beim Kartenspiel. Eines Tages erschoss Bill im Streit den Besitzer des Saloons und dann auch noch den eigenen Hilfssheriff, der gerade zur Tür herein kam. Bis jetzt ist nicht eindeutig geklärt, wie es zu diesem Unfall kommen konnte. Es wird allerdings vermutet, dass Hickok bereits zu diesem Zeitpunkt aufgrund einer Augenerkrankung schlecht sah. Auf jeden Fall kam es zu Protesten der Geschäftsleute in Abilene und der nunmehr berüchtigte Revolverheld musste sich eine neue Stelle suchen.

Nach einigen Pokergewinnen versuchte er sich als Veranstalter einer Wildwestshow und markierte damit das untere Ende der Showunterhaltung zur damaligen Zeit. Seine Showbüffel verwüsteten das Gelände der Veranstaltung und machten Jagd auf die Zuschauer. Die Tiere mussten geschlachtet werden.

Mit Buffalo Bill kam eine andere Westernlegende Hickok zur Hilfe und bot ihm eine Rolle in seiner eigenen Zirkusshow an.

Wild Bill Hickoks letzte Station sollte Deadwood sein. Hier wollte der alternde Revolvermann, der inzwischen fast blind war, keine Bösewichter mehr erschießen oder Zuschauer belustigen, sondern nur noch Karten spielen und heftig trinken.

Am 12. August 1876 wurde er beim Pokern in einem Saloon von Jack McCall hinterrücks erschossen.

Seine letzten Handkarten bestanden aus jeweils einem Paar Assen und Achten.

Eine Hand die seither die Dead Man's Hand genannt wird. Die fünfte Handkarte ist nicht bekannt.

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