Bundesliga - Bayern müht sich zum Befreiungsschlag
Der FC Bayern München hat einen 2:0 (0:0)-Arbeitssieg über den VfL Wolfsburg gefeiert und damit die Tabellenführung gegen den ärgsten Rivalen aus Dortmund behauptet. Mario Gomez sorgte nach einer Stunde für die Führung (60. Minute), Arjen Robben stellte in der Nachspielzeit den Endstand her (90.+2).
Die Lehren:
Der FC Bayern hat nach der Winterpause noch nicht an die Form des Herbstes anknüpfen können. Wie schon gegen Gladbach rannte der Rekordmeister lange Zeit uninspiriert und kopflos an gegen einen defensiven und auf Konter ausgerichteten Gegner. Zwar brachte das Comeback von Franck Ribéry ein Überraschungsmoment ins Spiel, ohne jedoch zählbaren Erfolg zu bringen. So musste eine Standardsituation weit in der zweiten Hälfte als "Dosenöffner" herhalten, doch auch danach wirkten die Münchener nicht souverän.
Der VfL Wolfsburg hingegen musste nach einer Mini-Siegesserie mit zwei 1:0-Siegen wieder eine Niederlage hinnehmen. Felix Magath verzichtete lange auf den Matchwinner der letzten beiden Spiele, Joker Sebastian Polter, und vertraute dem wiedergenesenen Mario Mandzukic. Die Niederlage wird dem Trainer jedoch wenig Kopfzerbrechen bereiten, stand sein Team doch in der Defensive lange Zeit gut und kann sich wenig vorwerfen.
Die Stimmen:
Jupp Heynckes (Trainer FC Bayern München): "Es war ein schweres Spiel nach der Niederlage in Gladbach. In der ersten Halbzeit hatten wir viele Chancen, die wir nicht genutzt haben, doch am Ende war der Sieg hochverdient. Wir haben ein riesiges spielerisches Potential und der Sieg wird uns Sicherheit für die nächsten Wochen geben."
Arjen Robben (FC Bayern München): "Vielleicht war der Ball schon hinter der Linie, vielleicht war er noch davor. Ich finde es war "Ivis" Tor (Ivica Olic d.Red.), denn er hat sich das wirklich verdient."
Die Höhepunkte:
7. Tor für Bayern, doch es zählt nicht. Gomez erkämpft sich den Ball gegen Hasebe, Ribéry kommt zum Schuss und Benaglio wehrt den Ball direkt auf den Kopf von Gomez ab, der zur vermeintlichen Führung einnetzt. Beim Schuss von Ribéry stand der Nationalstürmer jedoch klar im Abseits.
11. Freistoß aus dem Halbfeld für Wolfsburg. Lahm versucht den Ball zum Keeper zurück zu köpfen, wird jedoch viel zu kurz, sodass Dejagah dazwischen spritzt und den Fehler des Bayern-Kapitäns um ein Haar bestraft.
19. Eine Szene für jeden Jahresrückblick: Schweinsteiger hebt den Ball butterweich zu Gomez, der allein vor Benaglio auftaucht. Die Ballannahme missglückt ihm etwas und im zweiten Versuch schlägt der Stürmer am Ball vorbei - drei Meter vor dem Tor. Vielleicht hatte er da ein wenig Angst vor Benaglio, der den "Hampelmann" machte. Kurios!
40. Ribéry tankt, oder besser, tanzt sich zur Grundlinie durch und legt zurück auf Müller. Der WM-Torschützenkönig schließt mit links ab und verfehlt den langen Pfosten knapp.
40. Noch ein Aufreger im Wolfsburger Strafraum: Ribéry dringt in den Sechzehner ein und wird von Rodriguez zu Fall gebracht. Zwayer lässt weiterlaufen, doch der Schweizer trifft den Franzosen klar - Fehlentscheidung Herr Schiedsrichter.
45. Mandzukic ist relativ allein bei einem Konter, bekommt aber von Schweinsteiger unverhoffte Hilfe. Der Münchener legt dem Kroaten den Ball vor, macht seinen Fehler jedoch wieder gut, indem er den Schuss blockt.
60. TOOOR für den FC Bayern! Kroos bringt einen Freistoß zur Mitte, wo Gomez erst Rodriguez anköpft, den Abpraller jedoch gedankenschnell aus drei Metern in die Maschen jagt. Der 17. Saisontreffer des Torschützenkönigs der letzten Saison.
80. Ribéry vergibt die Chance zur Vorentscheidung. Olic stibitzt sich den Ball und leitet den Konter mit einem feinen Ball auf Kroos ein. Der sieht den Franzosen, der frei aus zehn Metern an Benaglio scheitert. Tolle Parade des Schweizers.
90.+2 TOOOR für den FC Bayern! Olic wird von Lahm geschickt, und hebt den Ball über Benaglio hinweg. Rodriguez kommt noch vor der Linie ran, schießt beim Klärungsversuch jedoch Robben an, von dessen Körper der Ball ins Netz springt.
Der Kracher: Hinter feindlichen Linien
Die TV-Kameras fingen vor dem Spiel einen jungen Mann ein, der sich todesmutig im Dortmund-Trikot in die Südkurve wagte. Über das weitere Schicksal des "Undercover-Agenten" ist nichts bekannt.
Im Abseits: Gomez' Slapstick-Einlage
Die Szene aus der 19. Minute wird noch öfter über die Bildschirme flimmern. Völlig frei vor dem Torwart schlug der Goalgetter am Ball vorbei.
Statistik: 118/200
Mario Gomez sichert sich auch diese Rubrik: Der Goalgetter erzielte sein 118. Bundesligator im 200. Spiel. Eine mehr als bemerkenswerte Quote.
TV-Tipp:
Der African Cup of Nations - vom 21. Januar bis 12. Februar. Eurosport und Eurosport2 zeigen alle 32 Spiele live und berichten ausführlich aus Äquatorialguinea und Gabun. Mehr als 200 Stunden Berichterstattung lassen für Fußballfans keine Wünsche offen.

Kommentare 1 - 7 of 7
Heja BVB!
Naja, wenn man gegen reine Defensivkünstler in den ersten 5 Minuten zum 1:0 einlochst, kannste das Spiel locker runterbringen. Falls das nicht gelingt, szehst du aufm Schlauch und siehst schlecht aus. Ist schon ein feiges Spiel, geht aber leider auf. Fußball wird so immer mehr zu einem Spiel, bei dem derjenige, der den ersten Punch landet in 90% der Fälle als Sieger vom Platz geht. Möchte Gladbach gern mal sehen, wenn sie mal 0:1 hinten liegen und dann gegen eine massierte Abwehr anlaufen müssen. Ob die reinen Konter- und Abwehrkünstler dann immer noch so stark sind?
A faule Saubande soamma, mir spuiln oa scheiß sondagleichen und künn met Oach und Kroach gradomal gegn die Woufsburgä gwinne, pfuiteiffi soag i. Der Rob is oa prile Watschelente gworda unfürn Badschrubber kriagns nur oa Flascherlpfand.
boateng meckert über die bayernfans ---- es ist doch eine frechheit von diesem TYP , er läuft wie eine lahme ente , spielt wie ein blinder , manchmal foult er sogar wie ein antifussballer .
dann soll man noch beifall geben , diesem fehleinkauf ??????
Ups..... hab noch etwas vergessen: Nicht die Gladbacher haben den FCB geschlagen,sondern die Bayern sich selbst. Wer das Spiel gesehen hat und weiß wie Gladbach spielt, mußte sich schon über die Tatikt von "Don
Jupp" wundern. diese Niederlage ist einzig und allein seiner falschen Spielausrichtung zu verdanken.
Mich würde mal interessieren welches Spiel der Schreiberling dieses Artikels gesehen hat.
Ich habe jedenfalls nichts gesehen was auf Kopflosigkeit oder Inspiritatonslosigkeit gedeutet hat.
Im Gegenteil!!! genauso wie im Spiel gegen Gladbach waren auch gestern die Bayern die wenstlich bessere Mannschaft.
Und wenn sich dann sowohl Gladbach und Wolfsburg darauf beschränken ,mit 11 Spielern nach Möglichkeit
eine Niederlage zu vermeiden,dann kommt halt so ein Spiel dabei raus. Gott sei dank haben die Bayern gestern die Geduld nicht verloren.
Lächerlich
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