Eurosport - Mi 28.Jan. 23:27:00 2009
Dank Torjäger Grafite darf der VfL Wolfsburg weiter vom ersten DFB-Pokalsieg der Club-Geschichte träumen. Der brasilianische Goalgetter (58./86./90.), Hansa Rostocks Verteidiger Kai Bülow (65.) und Christian Gentner (79.) sorgten für den 5:1(0:0)-Erfolg der "Wölfe" über den Zweitligisten.
"Natürlich hat man das Finale im Hinterkopf, aber im DFB-Pokal braucht man auch Losglück", sagte VfL-Spielmacher Zvjezdan Misimovic nach der Partie. Er lobte vor allem Grafite, der nach der Pause aus jeder Chance einen Treffer machte. "Wir sind froh, dass wir ihn haben." Weniger zufrieden war Hansas Ehrentorschütze Mario Fillinger. "Wir haben lange gut mitgehalten, aber am Ende zu hoch verloren. Da haben wir einfach zu viele Chancen zugelassen", sagte der Ex-HSV-Profi.
1.Halbzeit:
Felix Magath setzte im Angriff auf seine Neuerwerbung Yoshito Okubo aus Japan, den er Edin Dzeko in der Startaufstellung vorzog. Bei den Gästen aus Rostock brachte Trainer Dieter Eilts gleich zwei neue Spieler vom Start weg. Der Ex-Bremer und Gladbacher Kristian Lisztes sollte im Mittelfeld die Fäden ziehen. Seine Absicherung übernahm Sebastian Svärd, den der Zweitligist aus Mönchengladbach losgeeist hatte.
Das Spiel vor 12.500 Zuschauern begann stimmungsvoll. Nach sechs Minuten vergab Sascha Riether die Riesenchance für die "Wölfe", als er an Gledsons Kopf auf der Linie scheiterte. Im Gegenzug hätte Fillinger um ein Haar den Führungstreffer für den Zweitliga-15. geschafft. Weltmeister Andrea Barzagli klärte aber in letzter Sekunde.
Beide Teams schienen in der Folge fast geschockt über die eigene Offensivstärke und beschränkten sich auf Ballkontrolle im Mittelfeld. Speziell vom Bundesligisten kam viel zu wenig. Die Rostocker fühlten sich mit neun Spielern am eigenen Strafraum recht wohl. Die einzige weitere Chance im ersten Abschnitt vergab Grafite, der alleine vor Jörg Hahnel nicht die nötigen Nerven aufbrachte, um diesen zu überwinden (33.).
2. Halbzeit:
Die zweite Hälfte entwickelte sich zunächst genau wie die ersten 45 Minuten. Wolfsburg fiel nicht genug ein, um die Hansa-Defensive wirklich in Verlegenheit zu bringen. Die Schlüsselszene gab es dann in der 58. Minute: In einem Laufduell mit Grafite verletzte sich Rostocks Abwehrchef Gledson am Oberschenkel. Der Brasilianer hatte seinem Landsmann bis zu diesem Zeitpunkt keinen Stich gelassen.
Der eingewechselte Assani Lukinya war mit dem Goalgetter des Bundesligisten hingegen vollkommen überfordert. Nur eine Minute nach Gledsons Abgang vollendete Grafite eine schöne Kombination über Gentner und Misimovic aus kurzer Distanz zur erlösenden Führung für Wolfsburg (59.). Der Bann war gebrochen.
Sechs Minuten später beförderte der unglückliche Kai Bülow eine Misimovic-Flanke mit der Brust in den eigenen Kasten. Der Innenverteidiger hatte eigentlich zur Ecke klären wollen. Das kurze Aufflackern von Hoffnung für Rostock nach Fillingers Anschlusstreffer (68.), beendete Gentner mit einem tollen Sololauf nur zehn Minuten später. Der linke Mittelfeldspieler umkurvte zunächst drei Gegenspieler und vollendete trocken an Hahnel vorbei ins lange Eck.
In einer einseitigen Schlussphase ließ Grafite noch zwei weitere Treffer folgen. In der 86. Minute verwandelte er einen Handelfmeter, vier Minuten später rundete er einen gelungenen Abend für das Team von Felix Magath aus kurzer Distanz ab.
Spieler des Spiels:Grafite
Der Brasilianer ebnete seinem Team mit drei Treffern den Weg ins Viertelfinale fast im Alleingang. Er stellte seinen Sturmpartner Okubo völlig in den Schatten und ließ keinen Zweifel daran, wer die Nummer eins im "Wölfe"-Sturm ist.
Kommentare 1 - 3 of 3
Wächter ins Tor,dann siegen wir auch wieder,in der Abwehr sieht es oft nach Basketball
oder Arbeitsverweigerung aus.Wie kann der Gegner immer wieder im 16 zehner so frei stehen und alle gucken sich blöde an-und dieses schon über 10 Spiele hinter einander!
Wenn Sie da nicht langsam mal auschlafen gehts weiter berg-ab!
Tja an der Abwehr sollte man echt noch Arbeiten, sonst siehts für den Abstiegskampf nicht gerade gut aus.
Aber Lizstes, hat bei Hansa echt ein starkes Debüt gegeben, so ein Spielmacher hat den Rostockern in der Saison bisher gefehlt.
Gledson runter und schon wackelt die komplette Defensive und dann lässt man sich hintenraus noch so abschlachten - das Jahr geht ja gut los.
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