Eurosport - Sa 27.Okt. 19:00:00 2007
Energie Cottbus bleibt auch nach dem elften Spieltag ohne Saisonsieg. Beim 1:1 bei Arminia Bielefeld rettete Dennis Sörensen den Lausitzern mit einem Treffer in der Nachspielzeit aber immerhin einen Zähler und erzielte zugleich den ersten Auswärtstreffer in dieser Bundesliga-Spielzeit.
Die Lausitzer bleiben mit dem Remis weiter abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Bielefeld rutschte seinerseits um einen Platz ab und belegt nun Rang 13 im Klassement. "Wir hatten Glück mit diesem Treffer, es war unser erstes Auswärtstor dieser Saison. Und das ist sicher ein Erfolg", kommentierte Energie-Trainer Bojan Prasnikar das für sein Team glückliche Ende. Bielefelds Chefcoach Ernst Middendorp hatte am Tag vor seinem 49. Geburtstag wenig Grund zu lachen: "Es war kein berauschendes Spiel, aber das durfte man auch nicht erwarten. Wir waren verschwenderisch, das 1:1 war die Bestrafung, wenn man zu dämlich ist."
1. Halbzeit:
Bielefeld war in der Schüco-Arena vor 18.000 Zuschauern zu Beginn das agressivere Team. In der elften Minute hatte Christian Eigler die erste große Chance. Matthias Langkamp spielte im Strafraum einen Traumpass in den Lauf von Eigler, der nur noch Torwart Gerhard Tremmel vor sich hatte. Doch die neue Nummer eins konnte den Rückstand mit einer tollen Fußabwehr verhindern. Nur eine Minute später rettete der Energie-Schlussmann erneut mit dem Fuß, als Eigler Sturmkollege Arthur Wichniarek am Fünfer bediente. Rüdiger Kauf konnte den anschließenden Nachschuss aus elf Metern ebenfalls nicht im Tor unterbringen, denn Vragel da Silva kratzte das Leder im letzten Moment von der Linie.
Weitere gelungene Offensivaktionen waren bis zur Pause Fehlanzeige. Beide Teams hatten große Probleme die Kugel in den eigenen Reihen zu halten, wodurch sich ein schwaches Spiel entwickelte. Besonders Bielefeld tat sich schwer gegen eine jetzt besser organisierte Cottbuser Hintermannschaft.
2. Halbzeit:
Weder Bielefeld noch Cottbus fanden in den ersten 15 Minuten nach der Pause ins Spiel und boten den Zuschauern fußballerische Magerkost. In der 60. Minute reagierte Arminia-Coach Ernst Middendorp auf die lautstarken Sprechchöre der Fans, die Jonas Kamper forderten. Der Däne kam für den enttäuschenden Eigler in die Partie und hatte kurz nach seiner Einwechslung gleich die erste Chance. Nach schöner Vorarbeit von Arthur Wichniarek über die linke Seite, setzte Kamper sich im Kopfballduell mit Kukielka durch. Das Leder strich aber knapp über die Latte.
In der 77. Minute war es dann aber soweit. Kamper wurde 30 Meter vor dem Cottbuser Tor nicht angegriffen und zog einfach ab. Mit einem Kracher in den rechten Winkel sorgte der Joker für die verdiente Bielefelder Führung. Wichniarek hatte kurz darauf die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Schuss aus 16 Metern ging nur Millimeter am rechten Pfosten vorbei.
Als alle schon mit einem Heimsieg der Arminia gerechnet hatten, traf Sörensen in der letzten Minute der Nachspielzeit. Timo Rost schlug einen Freistoß aus 30 Metern hoch in den Strafraum, den der Däne per Kopf ins rechte Eck zum Ausgleich einnickte.
Spieler des Spiels:
Jonas Kamper kam in der 60. Minute ins Spiel und hatte unmittelbar danach die erste Chance. Der Däne sorgte immer wieder für Gefahr in der Cottbuser Abwehr und krönte seine tolle Leistung mit dem 1:0-Führungstreffer.
Christian Bolzer / Eurosport