Eurosport - Sa 27.Okt. 11:23:00 2007
Eintracht Frankfurt und Hannover 96 trennten sich vor 45.000 Zuschauer in einem schwachen Bundesliga-Spiel mit einem torlosen Unentschieden. Während der 90 Spielminuten gab es wenige gefährliche Momente. Meistens wurde die Partie von den abwartenden Abwehrreihen dominiert.
Beide Mannschaften setzen sich durch den Punktgewinn in der oberen Tabellenhälfte fest. Hannover vorerst auf Rang fünf und die Eintracht zwei Plätze dahinter.
1. Halbzeit:
Friedhelm Funkel vertraute fast der gleichen Mannschaft, die das 1:5-Debakel in Nürnberg verursachte. Lediglich Benjamin Köhler und Markus Weissenberger kamen in die Startelf. Beide Mannschaften begannen temporeich, aber es gelang ihnen nicht nennenswerte Torchancen herauszuspielen.
Erst in der 35. Minute sahen die Zuschauer die erste gefährliche Möglichkeit. Markus Pröll kam nach einem Steilpass zu Sergio Pinto weit aus seinem Kasten und schlug den Ball weg. Allerdings landete das Leder vor den Beinen von Szbalolcs Huszti. Der Ungar nahm das Geschenk nicht an und schoss aus 25 Metern knapp am leeren Tor vorbei.
Die beste Chance für die Hausherren gab es in der 43. Minute, als Weissenberger aus zehn Metern Robert Enke prüfte, der aber souverän parierte.
2. Halbzeit:
Friedhelm Funkel war mit der Offensivleistung seiner Mannschaft nicht zufrieden und brachte für Weissenberger den Stürmer Michael Thurk. Es waren jedoch die Gäste, welche die erste Chance des zweiten Durchgangs hatten. Nach einer Flanke von Mike Hanke stand Pinto alleine im Strafraum. Seinen platzierten Kopfball drehte Eintracht-Keeper Pröll um den linken Pfosten (48.)
Bei Frankfurt dauerte es hingegen bis zur 79. Minute, ehe die Hessen zur ersten gefährlichen Gelegenheit kamen. Ioannis Amanatidis hatte auf der linken Seite Platz und zog mit links ab. Robert Enke war trotz Tatenlosigkeit hellwach und parierte sicher.
Neben diesen beiden Aktionen war das Spiel in der zweiten Hälfte arm an Höhepunkten und Schiedsrichter Manuel Gräfe beendete pünktlich nach 90 Minuten das Grausen.
"Meine Mannschaft hat sich den Punkt redlich verdient, da wir mehr für das Spiel getan haben", zeigte sich Hannover-Trainer Dieter Hecking nach der Partie zufrieden. "Das 0:0 ist für uns okay."
"Die Punkteteilung ist gerecht. Das Spiel war stark von der Taktik geprägt", pflichtete Friedhelm Funkel seinem Kollegen bei.
Spieler des Spiels:
96-Keeper Robert Enke zeigte eine tadellose Partie, hielt seinen Kasten sauber und warb für seine Position im Nationalteam nach den Patzern der Konkurrenten.
Christian Steiler / Eurosport