Es war Nacht in Singapur - und der Großteil der deutschen Piloten war wohl nicht ganz wach. Nico Rosberg (Williams) überfuhr beim Boxenstopp die weiße Linie, Sebastian Vettel (Red Bull Racing) überschritt das Tempolimit in der Box und Adrian Sutil (Force India) drehte sich bei einem Überholmanöver und sorgte für das Rennende von Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team).
Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) hielt sich aus dem Durcheinander raus und holte sich ausgeschlafen den zweiten Saisonsieg vor Timo Glock im Toyota, der ein starkes und fehlerfreies Rennen fuhr. Auf das Podium durfte auch Fernando Alonso im Renault klettern, der Sieger des Debütrennens im vergangenen Jahr.
Auf den folgenden Plätzen in den Punkten folgten Sebastian Vettel, Jenson Button, Rubens Barrichello (beide Brawn), Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes) sowie Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team). Nico Rosberg fuhr mit seinem Williams auf Position elf ins Ziel. Sébastien Buemi musste seinen Toro Rosso an der Box abstellen.
Lewis Hamilton konnte am Start seine Pole-Position verteidigen, Sebastian Vettel verlor einen Rang an Nico Rosberg. Nick Heidfeld begann das Rennen aus der Boxengasse, nachdem man im Qualifying mit Untergewicht gefahren war und das Auto umbauen musste. Nach der ersten Runde gab es keine "Blechschäden" zu vermelden, was für einen Kurs wie diesen recht außergewöhnlich ist.
Die Reihenfolge nach den ersten beiden Runden: Lewis Hamilton vor Nico Rosberg, Sebastian Vettel, Mark Webber, Timo Glock, Fernando Alonso, Rubens Barrichello und Robert Kubica auf dem achten Rang. Jenson Button Zehnter, Sébastien Buemi Zwölfter, Kimi Räikkönen 13., Adrian Sutil 15., Nick Heidfeld Letzter. In der vierten Runde musste Romain Grosjean seinen Renault an der Box abstellen.
In der fünften Runde musste Mark Webber Glock und Alonso vorbeilassen. Hintergrund war ein Überholmanöver in der ersten Runde, bei dem der Australier Glock hinter dem Randstein überholt hatte, was nicht dem Reglement entspricht. Weil Glock vor Alonso lag, musste er beide Piloten vorbei lassen, um einer Durchfahrstrafe zu entgehen.
In der 18. Runde steuerte Sebastian Vettel zusammen mit Nick Heidfeld als Erster die Box an. Eine Runde später folgte Nico Rosberg. Bei der Ausfahrt aus der Boxengasse rutschte der Deutsche kurzzeitig über die Linie der Boxengasse hinaus - das dürfte eine Durchfahrstrafe nach sich ziehen. In der 20. Runde folgten Timo Glock und Rubens Barrichello zum Boxenstopp. Am Ende dieser Runde kam dann auch der führende Lewis Hamilton zum Tankstopp.
In der 21. Runde war das Rennen für Nick Heidfeld gelaufen. Adrian Sutil misslang ein Überholmanöver an Jaime Alguersuari, wodurch sich der Deutsche drehte. Bei dem Dreher touchierte Sutil den vorbeifahrenden Nick Heidfeld hinten rechts. Dabei brach die Hinterradaufhängung am BMW Sauber. Während Heidfeld sein Auto abstellen musste, konnte Sutil seine Fahrt nach der Reparatur zunächst fortsetzen.
Die Rennleitung sah sich dazu gezwungen, das Safety Car auf die Strecke zu schicken, um die Trümmerteile zu bergen. Während der Safety-Car-Phase musste Sutil das Auto in der 25. Runde abstellen. In der 25. Runde gab die Rennleitung das Rennen wieder frei. Nico Rosberg absolvierte seine Durchfahrstrafe in der 28. Runde und fiel vom zweiten auf den 14. Rang zurück.
Nach 30 Runden 61 Runden betrugen die Abstände wie folgt: Hamilton 0,9 Sekunden vor Vettel, 5,5 vor Glock, 8,0 vor Alonso, 11,6 vor Barrichello, 13,2 vor Kovalainen, 14,1 vor Button und 15,2 vor Webber auf dem achten Rang. Räikkönen mit +19,0 Sekunden Elfter vor Buemi (+20,50). Rosberg mit 22 Sekunden Rückstand 14.
In der 40. Runde kam Vettel zu seinem letzten Stopp - eine Runde später wurde von der Rennleitung angezeigt, dass Vettel in der Boxengasse zu schnell gefahren ist. Der Deutsche erhielt in der 42. Runde eine Durchfahrstrafe aufgebrummt. Damit warf nach Rosberg bereits der zweite Deutsche einen Podiumsplatz weg. Zudem war der Red Bull Racing-Pilot zuvor über einen Randstein gefahren und hatte sich den Unterboden demoliert, nachdem bereits der rechte Rückspiegel weggeflogen war. Vettel absolvierte die Strafe in der 44. Runde und fiel vom siebten auf neunten Rang zurück.
In der 46. Runde kam Glock zum Stopp. Im selben Umlauf flog Webber von der Strecke -mit einem Bremsdefekt. Hamilton kam in derselben Runde aus Angst vor dem Safety Car an die Box wie Barrichello, bei dem der Boxenstopp nicht rund lief, weil ihm der Motor abstarb. In der 49. Runde kamen die Toro-Rosso-Teamkollegen Sébastien Bourdais und Jaime Alguersuari zeitgleich an die Box und stellten das Auto ab.
Im 51. Umlauf steuerte der zu diesem Zeitpunkt führende Fernando Alonso die Box an - und kehrte als Vierter auf die Strecke zurück. Button folgte eine Runde später und kam auf der fünften Position zurück auf die Strecke. In den folgenden Runden holte der Brite deutlich auf Vettel auf.
Die Reihenfolge fünf Runden vor Rennende: Hamilton vor Glock, Alonso, Vettel, Button, Barrichello, Kovalainen und Kubica auf dem achten Rang vor Nakajima. Räikkönen auf Rang zehn. Rosberg Elfter vor Trulli, Fisichella und Liuzzi.
Ausführlicher Rennbericht folgt an dieser Stelle in Kürze
(Motorsport-Total.com)




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