Eurosport - Mo 27.Aug. 13:07:00 2007
Sechs Jahre und 146 Turniere lang hat Steve Stricker diesen Moment herbeigesehnt. Und als der Augenblick kam, schämte sich der US-Amerikaner seiner Tränen nicht. Mit 268 Schlägen verwies der 40-jährige Golfprofi bei "The Barclays" den Südkoreaner K. J. Choi um zwei Schläge auf den zweiten Rang.
"Ich bin ein emotionaler Spieler und ein emotionaler Mensch. Ich habe auf diesen Tag lange gewartet", sagte Stricker nach seinem Sieg beim Playoff-Auftakt des neuen FedExCups.
Der Lohn: 1,26 Millionen US-Dollar sowie die Führung im Kampf um die Prämie für den künftigen FedExCup-Champion in Höhe von sage und schreibe zehn Millionen US-Dollar. Schon am kommenden Donnerstag muss Stricker zur Verteidigung seines Spitzenreiter-Platzes antreten. Dann steht die Deutsche Bank Championship auf dem Playoff-Programm. Mit dabei in Norton im US-Bundesstaat Massachusetts: Tiger Woods. Der Weltranglistenerste hatte auf den Auftakt verzichtet und wollte sich lieber für die kommenden drei Veranstaltungen des mit insgesamt 35 Millionen US-Dollar dotierten Cups ausruhen.
Tiger Woods auf Rang vier
Der 31 Jahre alte Superstar des noblen Sports liegt nun auf dem vierten Rang der FedExCup-Wertung mit jenen 100 000 Punkten, die er bereits vor dem Playoff-Auftaktturnier hatte. Stricker übernahm dagegen die Führung mit insgesamt 104 950 Punkten vor Choi (102 900) und dem Südafrikaner Rory Sabbatini (100 650), der sich auch in Harrison den dritten Rang gesichert hatte.
Für Stricker bedeutete der Sieg im Westchester Country Club aber mehr als nur Punkte und Prämien. Zwei Mal schrammte er in dieser Saison bereits an dem sehnsüchtig erwarteten Erfolg vorbei. Am Sonntag war es soweit, nachdem Stricker seinen bis zu diesem Zeitpunkt letzten Sieg auf der US-PGA-Tour mit den WGC-Accenture Match Play Championship am 7. Januar 2001 in Australien gefeiert hatte. Der letzte Sieg auf heimatlichem Boden datierte gar vom 7. Juli 1996. Mit tränenerstickter Stimme schilderte er vor den Fernsehkameras seinen neuerlichen Triumph. "Es war hart, aber es hat Spaß gemacht, sagte er: "Es fühlt sich großartig an."
dpa / Eurosport