Halle/Westfalen (dpa) - Pflichtherausforderer Nikolai Walujew will nach der Absage des WM-Kampfes gegen Ruslan Chagaev binnen kurzer Frist einen anderen Gegner. Einen entsprechenden Antrag hat Sauerland-Geschäftsführer Chris Meyer bereits an den Weltverband World Boxing Association (WBA) gestellt.
Weltmeister Chagaev hatte den für den 5. Juli angesetzten Kampf in Halle/Westfalen wegen einer Verletzung abgesagt. «Da die Schwere der Verletzung Ruslan Chagaev für mindestens sechs Monate außer Gefecht setzen wird, gehen wir davon aus, dass die WBA einen WM-Kampf gegen einen anderen Gegner anordnen wird», sagte Meyer.
Chagaev hatte die geplante Pflichtverteidigung aufgrund eines im Training erlittenen Risses der Achillessehne absagen müssen. Bereits im Mai konnte Chagaev wegen einer Viruserkrankung nicht zum Kampf antreten, weshalb Walujew seit nunmehr 14 Monaten auf die Revanche wartet. Nach den Regeln ist die Pflichtverteidigung des im April 2007 errungenen WBA-Titels innerhalb eines Jahres fällig. «Würden wir Chagaevs Genesungsprozess abwarten, würden insgesamt fast zwei Jahre vergehen. Das ist eine für uns indiskutabel lange Zeitspanne», betonte Meyer.
Er möchte nun die neuerliche Verletzung des Usbeken durch einen offiziellen Arzt des Weltverbandes prüfen lassen. «Wir gehen davon aus, dass unserem Antrag stattgegeben und Nikolai demnächst um den Titel boxen wird», sagte der Geschäftsführer.





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